WWE: Bericht zur Hall of Fame 2017

Der Abend beginnt mit einem Einspieler, der ein paar Fotos aus den Karrieren der heutigen Inductees und einiger anderen Ruhmeshallenmitglieder gezeigt. Die Hall of Fame wird übrigens präsentiert von bescheuert aussehenden Plastikfigürchen. Als der Abend losgeht, sind einige WWE Superstars im Publikum zu sehen, u. a. Austin Aries und Apollo Crews.

Jerry „The King“ Lawler eröffnet den Abend. Die Fans singen sein Theme mit, soweit das möglich ist. Lawler begrüßt die Fans und nennt einige der heutigen Inductees. Er haut ein paar Standardphrasen raus, dass sie alle den Weg für neue Generationen geebnet hätten und so.

Ein Einspieler über DDP wird gezeigt. Einige Leute aus alten WCW-Tagen äußern sich über ihn. Scott Hall äußert sich über sein Yoga-Programm.

Laudator: Eric Bischoff

Bischoff wird mit „Welcome back“-Rufen begrüßt. Alt isser geworden. Er sagt, dass er sich wünsche, dass ein anderer diese Rede halten könnte, sodass er in den Rängen sitzen und diese Show mit ansehen könne. Bischoff sagt, dass er DDP erstmals 1988 getroffen habe, als er noch als Manager tätig war. Er sei aber immer größer gewesen als diejenigen, die er gemanagt habe. Das sei so, als würde ein muskulöser, 2,10m großer, extrem muskulöser Paul Heyman Brock Lesnar managen würde. Bischoff habe sich gefreut, als er als Manager der Freebirds, Scott Hall und Kevin Nash in der WCW tätig wurde und erinnert an seine Tätigkeit als Kommentator. Bischoff erzählt, dass DDP dafür verantwortlich gewesen sei, dass er zu seinem Job in der WCW gekommen sei; er habe sich zu seinem Freund entwickelt. Er war unheimlich motiviert und sei deswegen zu WCW Power Plant gegangen, um sich auch als Wrestler verdient zu machen – und das schon mit 35, kein gewöhnliches Alter, um eine Karriere zu beginnen. Er habe alle Rollen gespielt und habe nie seine Motivation verloren. So habe er gegen Größen wie Randy Savage, Ric Flair, Scott Hall, Kevin Nash und Bill Goldberg gekämpft. Auch nach seiner Karriere habe sich DDP um einige ehemalige Kollegen verdient gemacht. An dieser Stelle begrüßt er DDP.

Einführung in die WWE-Ruhmeshalle: Diamond Dallas Page

DDP wird von seinen vier Töchtern begleitet und bedankt sich bei ihnen. „WOW!“ er erinnert sich an WrestleMania VI, wo er ein Auto zur Halle fahren musste. Nun bei WrestleMania 33 werde er sehr viele Jahre später in die Ruhmeshalle eingeführt. Es kommt zu „You deserve it“-Chants. Er äußert seine Trauer darüber, dass Dusty Rhodes heute Abend nicht mehr hier sein könnte, mit dem ihn eine sehr lange Freundschaft verband. DDP erinnert sich daran zurück, dass Michael Hayes ihn ausgelacht habe, als er so spät noch mit dem Wrestling anfangen wollte. An sein Training denkt er mit den Worten zurück: „Damn! This fake-stuff hurts like hell!“ Aber er wollte immer wieder dorthin zurückkehren und er habe jede Sekunde davon geliebt. Er bedankt sich bei denjenigen, die bei Power Plant mit ihnen gearbeitet und ihm geholfen haben. Insbesondere bei Jake „The Snake“ Roberts bedankt er sich, da er ihm auf ähnliche Weise ans Herz gewachsen sei wie Dusty Rhodes. Er habe jedes Match, das er bestritten habe, aufgenommen und sich die Aufzeichnungen gemeinsam mit Roberts angesehen. Roberts habe ihm sehr viele Dinge beigebracht und ihm enorm weitergeholfen. DDP denkt an sein erstes Match mit Sting zurück, das Michael Hayes auch aus den Socken gehauen habe. Er bedankt sich bei Scott Hall und Kevin Nash für das nWo-Angle. Die Pro Wrestling Illustrated habe ihm einmal den Award der besten Fehde des Jahres verliehen, als er gegen den Macho Man Randy Savage angetreten sei. Er bedankt sich auch bei Hulk Hogan... Der ist aber wohl nicht da. Mit ihm habe ihn allerdings eines der größten Angles der WCW-Geschichte verbunden. Er bedankt sich sogar bei seiner Ex-Frau Kim, die immer für ihn da gewesen sei. Auch seine jetzigen Frau Brenda überschüttet er mit Dank. Er bedankt sich bei denen, die sein Yoga-Programm gemacht hätten, insbesondere Chris Jericho. Er bedankt sich bei Freunden und Familie, bei seinen Fans. Noch einmal geht er seine Geschichte mit Ric Flair durch. Er sei im Verlauf seiner Karriere gegen die Größten im Business angetreten und Flair habe ihm ebenfalls enorm geholfen. Um ein „Over-Achiever“ zu sein, wie Jim Ross ihn einmal genannt habe, müsse man zuerst ein „Over-Believer“ sein. Er bedankt sich noch einmal beim WWE-Universum: „Be the dream“.

Ein Einspieler bewirbt WWE Champions. Sieht immer noch bescheuert aus.

Roman Reigns wird eingeblendet und ausgehbuht. Jerry Lawler sagt nun die nächsten Inductees an: den Rock & Roll Express (Ricky Morton & Robert Gibson).

Laudator: Jim Cornette

Ist Kevin Owens eigentlich da? Wär lustig. Auch er bedankt sich erstmal bei ein paar Leuten, auch Jerry Lawler, in dessen Territorium der Rock & Roll Express damals unterwegs gewesen sei. Rick Mortons Vater sei ein Ringrichter und Mitarbeiter der Ringcrew gewesen. Robert Gibsons älterer Bruder sei ebenfalls ein großartiger Wrestler gewesen und so hätten die beiden gelernt, wie das Wrestling funktioniere. Durch „Cowboy“ Bill Watts kamen sie zu Mid-South Wrestling - „Sie waren wie Justin Biber, bevor Justin Biber geboren wurde“. Ricky Morton habe während der Matches immer eingesteckt (daher auch der Terminus Technicus „going Ricky Morton“) und Gibson habe nach dem Hot Tag immer aufgeräumt. Was der Joker dem Batman, dass der Midnight Express dem Rock & Roll Express. In der Schlacht der beiden „Expresse“ wäre dem Midnight Express der böse Part zugefallen - sie waren die Lügner und Betrüger, aber die Matches seien pure Magie gewesen. In den 2000ern sei der Rock & Roll Express gegen Leute angetreten, die nur halb so alt gewesen seien wie sie selbst – und nach wie vor gegen den Midnight Express. Die Rivalität erstreckt sich nun schon über 27 Jahre. Anschließend stellt er die beiden vor.

Einführung in die WWE-Ruhmeshalle: Der Rock & Roll Express (Ricky Morton & Robert Gibson)

Morton und Gibson kommen raus und kriegen einen „Rock & Roll“-Chant. Gibson sagt, dass der Moment, in dem er von der WWE angerufen worden sei, der besonderste Moment seines Lebens gewesen sei. Beide verweisen darauf, dass sie mehrfache Großväter und immer noch aktiv seien. Sie bedanken sich bei Jimmy Hart, Jerry Lawler, Bill Watts, Bill Dundee und Dusty Rhodes. Sie hätten Shawn Michaels dabei beobachtet, wie er im Business aufwuchs. Sie bedanken sich weiterhin bei Ric Flair, Michael Hayes und Jimmy Garvin. Sie erinnern sich an ihre frühe Zeit, in der sie zu den Events getrampt seien und dort geholfen hätten, den Ring aufzubauen – so sehr hätten sie das Business geliebt. Sie sprechen sich für eine Aufnahme des Midnight Express in die Hall of Fame aus. Sie seien mehrere Jahrzehnte über die ganze Welt gereist und hätten Erfolge und Tragödien miteinander geteilt – und sie hätten es niemals anders gewollt. Sie umarmen sich und Gibson heult.

Noch ein paar Werbespots, dann ist Jerry Lawler wieder da und kündigt Rick Roode an. In einem Einspieler äußern sich einige Superstars über ihn.

Laudator: Ricky Steamboat

Steamboat sagt, dass er seinen Ruhmeshallenring jeden Tag trage. Er spricht über Roodes Training unter Eddie Sharkey und sein Aufstieg bis hin zum WCW Champion. Roode war ein echter Heel: Er habe es immer verstanden, sich richtig mit den Fans anzulegen. Roode sei im Fitnessstudio immer eine sehr beeindruckende Erscheinung mit enormer Kraft gewesen. Steamboat erinnert sich an ein Iron Man Match gegen ihn zurück, in dem er enormes Selling an den Tag gelegt habe. Steamboat spricht über Roodes Tätigkeiten als Enforcer für die DX und seine Zeit in der Heenan Family. Nun begrüßt er Roodes Hinterbliebene auf der Bühne.

Einführung in die WWE-Ruhmeshalle: Rick Roode

Die Ehrung nehmen Rick Roode jr., Roodes Witwe Michelle und Tochter Marisa entgegen. Rick sagt, dass er noch nie vor einer solchen Öffentlichkeit gesprochen habe und so habe er sich vorgestellt, was sein Vater wohl sagen würde. Also haltet mal die Klappe, ihr verschwitzten Schweine. Sein Vater sei eines von sechs Kindern einer alleinerziehenden Mutter gewesen und habe früh gelernt, hart arbeiten zu müssen, um seine Situation zu verändern – und genau das habe er getan.

Nach einem Einspieler für NXT TakeOver folgt ein Videopaket für Beth Phoenix.

Laudatorin: Natalya

Natalya sagt, dass Mark Henry zu ihr gesagt hätte, dass sie einmal die nächste „Glamazone“ werden  würde. Sie und Phoenix seien während ihrer Zeit on the road gute Freundinnen geworden. Beth sei eine zweifache Mutter, eine klassische Pianistin, habe einen Masterabschluss in forensischer Psychologie und könne auf der Bank über 100kg drücken – also gut zwei Carmellas. Natalya bekennt sich neidisch, dass Phoenix den Great Khali küssen konnte und sie nicht; „Sorry, TJ“. Sie bezeichnet Phoenix als Geschenk ihres verstorbenen Onkels Owen und sie glaube, dass das Schicksal sie beide zusammengeführt habe. Anschließend sagt sie Phoenix an.

Einführung in die WWE-Ruhmeshalle: Beth Phoenix

Phoenix sagt, dass ihr Lidstrich wegen ihrer Tränen schon total versaut sei. Wrestling sei ihre erste Liebe gewesen und die vergesse man nicht. Sie habe sich mit ihrer Großmutter die alten WCW-Shows angesehen. Als sie WrestleMania X und Bret vs. Owen Hart gesehen habe, drehte sich der Wind für sie. Sie bedankt sich bei ihrem Trainer Ron Hutchinson, der auch Edge, Christian und Trish Stratus hervorgebracht hat. Sie bedankt sich ebenfalls bei mehreren Kollegen und erinnert sich daran, wie nervös sie bei ihrem ersten WWE-Tryout gewesen sei. Als sie ihre Nervosität abgelegt habe – BAM, läuft sie in Brock Lesnar. Sie sei aber in Kontakt mit Nora Greenwald, auch bekannt als Molly Holly, gekommen, die sie an Nick Dinsmore und Danny Davis vrmittelte, dieihr auch beim Training geholfen hätten. Die starken Frauen seien die, die einander aufbauten – und nicht die, die einander abrissen; genau diese Stärke zeichne Nora aus. Sie bedankt sich zudem beim OVW-Personal und bei Tommy Dreamer, mit dem sie ebenfalls gut befreundet sei. Sie nennt einige Gegnerinnen, mit denen sie es zu tun hatte. Insbesondere mit Mickie James habe sie sehr viel Spaß gehabt. Schließlich bedankt sie sich auch bei ihrem Ehemann, worauf Edges Musik ertönt. Phoenix sagt, dass es eine extrem große Herausforderung sei, mit einem Wrestler verheiratet zu sein. Sie bedankt sich bei ihren Töchtern.

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Goldberg steht auf und wird ausgebuht.

Nun wird der Warrior Award verliehen. Ein Einspieler über Eric LeGrand wird eingespielt, der während eines NFL-Spiels eine Lähmung auf dem Feld erlitt. Dana Warrior kommt darauf auf die Bühne und hält eine kurze Rede über Superhelden, die besondere Geschichten zum Leben brächten. LeGrand hält darauf ebenfalls eine kurze Rede und bedankt sich bei der WWE.

Werbung für WrestleMania.

Jerry Lawler kündigt nun ein Videopaket über Theodore Long an.

Laudatoren: John „Bradshaw“ Layfield und Ron Simmons

The main thing we have learned tonight is that when you give a bunch of guys a live microphone, they forget the two most important words in the business“, sagt JBL. Simmons: „And that is to go home.“ JBL sagt, dass Long so ziemlich der geizigste Typ gewesen sei, den er kenne – niemals habe er für irgendwas bezahlt und sich immer durchgeschnorrt. Die beiden gehen auf die Geschichte schwarzer Wrestler ein und begrüßen Long schließlich.

Einführung in die WWE-Ruhmeshalle: Theodore Long

Long tänzelt auf die Bühne und gibt unumwunden zu, dass er geizig sei. Er spricht über seinen Start im Business im Jahr 1983 und darüber, dass er alle möglichen Posten begleitet habe: Ringrichter, Manager, sogar General Manager von SmackDown. Er bedankt sich bei den McMahons und den Möglichkeiten, die sie ihm gegeben hätten. Nun sei er in der „Holla Holla Holla Fame“ und er tanzt noch ein bisschen.

Lawler spricht nun über die Legacy Class von 2017, die auch ein Videopaket kriegt.: Judy Gable, Haystacks Calhoun, Edward „Bearcat“ Wright, Farmer Burns, Rikidozan, Luther Lindsay, June Byers, Toots Mondt und Dr. Jerry Graham. Mondt hat übrigens die Landschaft des Sports Entertainment für immer verändert. Klar. Wer kennt ihn nicht?

Nun kommt das Videopaket zu Kurt Angle, in dem mehrere Weggefährten zu Wort kommen.

Laudator: John Cena

Cena wird begrüßt mit „John Cena suuucks“-Gesängen und „Let's go Miz“-Chants. Cena sagt, dass das Sports Entertainment niemals mehr jemanden haben werde, der so „larger than life“ und gleichzeitig so athletisch wie Kurt Angle ist. Er kündigt Angle an mit den Worten: „It's true, it's damn true!“

Einführung in die WWE-Ruhmeshalle: Kurt Angle

Angle wird begrüßt mit „One more match“-Chants. Angle erwidert, dass er gerade erst angekommen sei – gebt dem alten Mann ein bisschen Zeit. Angle erzählt ein paar unterhaltsame Geschichten über seine Anfänge in der WWE. Er nennt einige Leute, die ihm enorm zur Seite gestanden hätten, insbesondere die früh verstorbenen Steve Bradley und Shawn Evans. Als Angle seine Fernsehkarriere begonnen habe, sei dies erst 12 Monate nach seinem Wrestling-Debüt gewesen. Und so sei er gegen die ganz großen Namen im Business angetreten und er freue sich insbesondere auf AJ Styles vs. Shane McMahon am Sonntag. Angle gibt den jungen Sports Entertainern im Publikum ein paar Ratschläge mit auf den Weg und spielt darauf einige Sketche aus seiner WWE-Zeit nach. Das „I'm just a sexy Kurt“ aus seiner Fehde mit Shawn Michaels sei sein persönlicher Favorit. Die Fans würden sich immer an die Wrestlingmatches erinnern, aber auch an die Charakter-Momente. So denke er immer noch sehr gerne an den Milchtruck zurück. Er bedankt sich bei den Fans und seiner Familie. Abschließend gießt er sich zwei Tüten Milch übers Gesicht.

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