Rock 'n' Roll Express: God loves crazy people – he made a whole bunch of us...

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Tja, das Team hat so nett entschieden, dass mein erster Beitrag zum WrestleMania-Special der Bericht zu den künftigen WWE Hall of Famern des Rock 'n' Roll Express sein soll. Ich weiß auch nicht warum – vielleicht lag’s am Alter. Dummerweise habe ich tatsächlich keine nennenswerten Erinnerungen an das Tag Team, bestehend aus Ricky Morton und Robert Gibson. So blieb mir also auch nichts anderes übrig, als das mächtige G zu konsultieren und war etwas erschrocken, als ich las, dass die beiden mit 58 und 60 Jahren immer noch auftreten. Also… aktiv… im Ring… mit Wrestling und so.

Aber genug davon – schauen wir uns die Karriere der beiden Herren mal an: Wir befinden uns im Jahr 1983 in Memphis. Ein gewisser Jerry Lawler brauchte ein Team, das er einsetzen konnte, wenn „The Fabulous Ones“ gerade mal nicht auftreten konnten. So erfand er den RnR-Express, Glam Metal hörende Highflyer, die es mit jedem namhaften Team der frühen 1980er aufnehmen mussten. Die beiden hatten zu dem Zeitpunkt etwas mehr als sechs Jahre Ringerfahrung vorzuweisen.

Von Memphis aus ging es für Morton und Gibson zu Mid-South Wrestling, wo sie vor allen Dingen gegen Jim Cornettes Midnight Express positioniert wurden. Die Fehde zog sich später in die NWA, wo der Rock 'n' Roll Express immerhin vier Mal NWA World Tag Team Champions wurde. Ende der 1980er machten die beiden Herren einen kleinen, durchaus erfolgreichen, Ausflug in Richtung CWA und AWA, nur um 1989 wieder zur NWA zurückzukehren. Dort hatten sie den beiden Erfolgsteams Road Warriors und Steiner Brothers allerdings nichts mehr entgegen zu setzen. Glam Metal war auch irgendwie out und der RnR-Express verschwand in der Midcard.

In den 1990ern fehdeten sich die beiden durch alle Ligen, die man sich so denken kann. Von Smoky Mountain Wrestling über WCW bis in die WWF. Und zwar meistens gegen die Heavenly Bodies, mit denen sie es wirklich überall zu tun hatten und gegen die sie wirklich brutale Matches zeigten. Und zwar in aller Regel um die SMW Tag Team Championship – auch bei WCW und WWF.

1996, genauer gesagt am 5. August des Jahres, kehrten Morton und Gibson dann zu WCW zurück, allerdings nur, um bei Monday Nitro gegen die WCW World Tag Team Champions Harlem Heat zu verlieren. High Voltage, die Faces of Fear oder auch Ric Flair und Arn Anderson waren die Gegner der beiden. Echte Erfolge feierten sie keine mehr.

So verließen sie 1997 dann auch die WCW wieder, um sich im Indy-Bereich durchzuschlafen. Im Januar 1998 tauchen sie dann in der WWF auf, verloren (durch DQ) aber gegen Skull und 8-Ball, auch hier war für die beiden nichts mehr zu reißen.

Und was macht man, wenn man bei den großen Ligen niemandem mehr die Wurst vom Brot ziehen kann? Genau, man geht zu TNA. Allerdings blieb es auch hier in den 2000er bei kurzen Gastspielen.

Aber auch, wenn die beiden sich kein Gold mehr um die Hüften schnallen konnten, blieben sie immer dabei. Nicht immer zusammen, denn mit anderen Partnern bildeten sie zum Beispiel den New Rock 'n' Roll Express oder auch die Rock 'n' Rockers.

Aus heutiger Sicht wirkt das Team angestaubt, ähnlich wie die Rockers, dennoch ziehen sie dieses Jahr absolut berechtigt in die Hall of Fame der WWE ein: Diese zwei brannten fürs Wrestling und tun es noch heute.

Letzte Änderung amDonnerstag, 30 März 2017 13:44
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