WWE: Undertaker hätte Montreal Screwjob verhindern können

  • 05 Juni, 2020
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Der Montreal Screwjob ist einer der berühmtesten Skandale der Wrestling-Geschichte. Und bis heute fragen sich Fans: Musste es wirklich soweit kommen? Hätte man den Zwist zum WWE-Abschied von Bret Hart nicht anders lösen können? Der Undertaker ist sich sicher: Ja, hätte man.

Kurz zum Hintergrund: Bret Hart stand kurz vor dem Wechsel von WWE zu WCW und sollte bei der Survivor Series 1997 in Montreal seine WWE Championship an Shawn Michaels abtreten. Hart weigerte sich allerdings, in seiner kanadischen Heimat zum Abschied gegen seinen realen Erzrivalen zu verlieren. Eine gütliche Einigung zwischen den Parteien scheiterte. Also betrog WWE-Boss Vince McMahon seinen Top-Star und ließ ihn entgegen der Absprache verlieren: Michaels nahm Hart während des Matches in den Sharpshooter, Referee Earl Hebner ließ die Glocke läuten, ohne dass Hart abgeklopft hatte, der Titel wechselte – ein Komplott.

Montreal Screwjob: Undertaker wollte Bret Harts Gegner sein statt Shawn Michaels

Längst ist der Montreal Screwjob einer der legendären Eklats der Wrestling-Geschichte. Damals, 1997, sorgte der Vorfall für mächtig Wirbel, viele Wrestling-Kollegen waren entsetzt über die Machenschaften ihres Bosses, die Vertrauensbasis war erschüttert. So ging es auch dem Undertaker, der hinter den Kulissen zum Anführer unter den Wrestlern aufgestiegen war, zum Ansprechpartner, zum Vermittler zwischen Locker Room und Management. Bis heute glaubt er, dass man den Skandal hätte vermeiden können – nämlich, indem man auf ihn gesetzt hätte.

„Ich war wegen der ganzen Sache angepisst, weil ich das Gefühl hatte, man hätte mich gebrauchen können“, erzählt der Undertaker, aktuell auf Promo-Tour für seine WWE-Doku-Serie „Undertaker: The Last Ride“, im „Bill Simmons Podcast“. Weil Bret Hart und Shawn Michaels so extrem verfeindet waren, so der Taker, hätte die WWE einfach einen anderen Gegner für Hart auswählen sollen – nämlich ihn selbst. „Ich glaube, Bret hätte da wahrscheinlich mitgemacht.“

WWE: Undertaker schäumte vor Wut nach Montreal Screwjob

Vince McMahon entschied sich anders, ging mit dem Kopf durch die Wand. Nach dem Montreal Screwjob schäumte der Undertaker vor Wut, rang sich aber dazu durch, sich McMahons Seite anzuhören. „Ich schaue auch aufs große Ganze und was am besten fürs Business ist“, erklärt die WWE-Legende. Es gab eine Aussprache, der Taker sollte als Locker Room Leader in Zukunft bei derartigen Problemen einbezogen werden.

Den Montreal Screwjob konnte er nicht mehr rückgängig machen. Passiert ist passiert. Das diplomatische Fazit des Undertakers heute: „Bret hätte einige Dinge anders machen können, Shawn hätte einige Dinge anders machen können, Vince hätte einige Dinge anders machen können, aber andererseits ist das eine der großen Wrestling-Storys dieser Ära und dieses Jahrzehnts.“ Stimmt auch wieder.

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