WWE-Krise: Paul Heyman und Eric Bischoff sollen RAW und SmackDown retten Empfehlung

  • 27 Juni, 2019
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Früher waren Eric Bischoff und Paul Heyman mit WCW und ECW die großen Gegenspieler von WWE-Boss Vince McMahon. Das ist lange her. Inzwischen arbeiten die Wrestling-Genies alle für die WWE. Jetzt werden Heyman und Bischoff aber nochmal besonders wichtig: Als Executive Directors übernehmen sie bei RAW und SmackDown die kreative Kontrolle und sollen den Karren aus dem Dreck ziehen.

Die WWE steckt in der Krise: Die TV-Quoten sind quasi im freien Fall, Umsätze und Aktienkurs sind eingebrochen, die Kritik von Fans und Sender-Bossen nimmt stetig zu, und mit All Elite Wrestling (AEW) formiert sich eine finanzstarke Konkurrenz (am Samstag steigt übrigens deren zweite Show AEW Fyter Fest). Der Druck auf Vince McMahon und die WWE ist enorm. Jetzt reagiert der Wrestling-Marktführer mit großem Stühlerücken.

Paul Heyman übernimmt den Posten als Executive Director von Monday Night RAW, Eric Bischoff die gleiche Rolle für SmackDown Live. Das hat die WWE bestätigt. Laut „Sports Illustrated“ handelt es sich dabei um reine Backstage-Aufgaben. Dass die Ex-Bosse von WCW (Bischoff) und ECW (Heyman) künftig als Autoritätsfiguren in den TV-Shows auftreten, sei nicht geplant.

WWE: Paul Heyman und Eric Bischoff übernehmen kreative Kontrolle bei RAW und SmackDown Live

Heyman und Bischoff, die direkt an Vince McMahon berichten, sollen „die kreativen Entwicklungen der WWE-Flaggschiff-Programme beaufsichtigen und deren Integration auf allen Plattformen und Geschäftssparten sicherstellen“, teilte die WWE in einem Statement mit. Die Promotion wolle damit ihre Fähigkeit beweisen, sich ständig neu erfinden zu können.

Das ist wohl auch nötig. Im Herbst beginnt eine neue Zeitrechnung für die WWE. Der Fernsehsender Fox zahlt mehr als eine Milliarde Dollar (!) für die Senderechte an SmackDown Live über die kommenden fünf Jahre. Und wer so viel bezahlt, will ein prosperierendes Produkt und keine Krisen-Show, der die Zuschauer weglaufen. Deswegen gehört es auch zu den Aufgaben von Eric Bischoff, direkt mit den Fox-Verantwortlichen zusammenarbeiten.

WWE: TV-Matches künftig mit Runden wie beim Boxen?

Unterdessen zeigt sich bereits jetzt eine Änderung in der Aufmachung von Matches bei RAW und SmackDown: Kämpfe sollen nicht mehr wie bisher durch Werbung unterbrochen werden. Damit sollen die Wrestling-Shows mehr wie echter Sport wirken: Schließlich werden die Werbeblöcke bei American Football und Co. auch nicht mitten im Spiel, sondern während der Spielunterbrechungen geschaltet.

Das ist der Grund, warum es in den vergangenen Wochen schon ungewöhnlich oft Two out of Three Falls Matches bei RAW und SmackDown gegeben hat. So konnte die Werbung zwischen den einzelnen Falls laufen. Und vielleicht geht die WWE demnächst noch einen Schritt weiter: Laut „PW Insider“ denkt die WWE darüber nach, Matches in Runden wie beim Boxen einzuteilen.

Ein andere Maßnahme, die die WWE aktuell gegen den Zuscherschwund ergreift: Sie holt den Undertaker zurück. Die Legende tritt bei WWE Extreme Rules (zur Card) an der Seite von Roman Reigns in einem Tag Team Match an.

(Titel-Bilder: Heyman - By Miguel Discart - https://www.flickr.com/photos/miguel_discart/27092809982/, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49005548 ; Bischoff - By Endlessdan at English Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=68892826)

Letzte Änderung am Donnerstag, 27 Juni 2019 21:46

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