Becky Lynch verpasst WWE Survivor Series: Gebrochene Nase und Gehirnerschütterung nach Blut-Brawl bei RAW Empfehlung

  • 13 November, 2018
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Als ob Becky Lynch nicht sowieso schon over wäre wie kaum jemand sonst in der WWE, lieferte der SmackDown Women's Champion am Montag bei RAW eine denkwürdige Show ab, einen ultracoolen Auftritt, der sie endgültig zum Superstar machen könnte. Doch das blieb nicht ohne Folgen: Lynch verpasst offenbar verletzt die WWE Survivor Series 2018 und ihr Mega-Match mit RAW Women's Champion Ronda Rousey.

Laut Sean Ross Sapp von Fightful.com bekommt Lynch für das Match bei der Großveranstaltung an Sonntag keine Ring-Freigabe. Die Wrestlerin habe mutmaßlich bei RAW eine Gehirnerschütterung und eine gebrochene Nase erlitten. Das habe der für gewöhnlich gut informierte Journalist aus zwei Quellen erfahren. Später berichteten Dave Meltzer und Bryan Alvarez vom Wrestling Observer Newsletter, dass das Match abgesagt sei. Sollten sich die Berichte bewahrheiten, wäre die Survivor Series wohl um eine seiner größten Attraktionen ärmer, vielleicht um die größte.

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Update: Jetzt ist es offiziell. Bei SmackDown hat Becky Lynch (mit einem dicken blauen Auge) in einer Promo bekanntgegeben, dass das medizinische Team der WWE ihr keine Freigabe für den Ring erteilt. Ersatz für das Match bei der Survivor Series ist Lynchs Erzrivalin Charlotte Flair, die Lynch sogar umarmte. Jetzt bekommen Fans also schon im November das große Match, das viele eigentlich erst zu WrestleMania 35 (und da möglicherweise sogar als Main Event) erwartet hätten: Ronda Rousey vs. Charlotte Flair.

Was war passiert? Zu aller erst: Becky Lynch hatte einen extrem coolen Auftritt bei RAW auf die Matte gelegt, für den das Wort „Badass“ erfunden wurde! (Oder „Bad Lass“, wie WWE Hall of Famer Mick Foley danach twitterte.) Wie es vor der Survivor Series und den großen Duellen zwischen dem roten und dem blauen Brand so üblich ist, sollen „Invasionen“ mit Massen-Brawls die Fehden kurz vor der Großveranstaltung nochmal ordentlich anheizen. Dieses Jahr hatte die Frauen-Division von SmackDown die Ehre, RAW anzugreifen. Und ihre Championesse war ihr Anführer: Becky Lynch.

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Die Irin schaltete Backstage zunächst Ronda Rousey mit ihrem Finisher, dem Disarm-Her, aus, dann betrat sie die Halle und stellte sich sieben Frauen von RAW auf einmal gegenüber, die sich zuvor bereits im Ring versammelt hatten: Alexa Bliss, Tamina Snuka, Nia Jax, Mickie James, Ruby Riott, Liv Morgan und Sarah Logan. Der Stand-off war schon ziemlich beeindruckend inszeniert, dann begann der Überraschungs-Angriff der SmackDown-Wrestlerinnen, die Lynch mitgebracht hatte.

Was folgte, war ein klassischer Massen-Brawl. Die Wrestlerinnen prügelten sich im und am Ring, die dazustoßende Ronda Rousey wollte den Save machen – und dann kam Teil zwei des großen Auftritts von Becky Lynch. Die 31-Jährige vermöbelte den sonst so dominanten RAW Women's Champion mit einem Stuhl und war am Ende die strahlende Siegerin. Das Besondere daran: Lynch hatte im Gefecht ordentlich eins auf die Glocke bekommen (womöglich einen realen Schlag von Nia Jax) – und war im Gesicht völlig blutverschmiert, was die Szene noch viel martialischer, intensiver und in den Augen vieler Fans einfach irgendwie größer machte.

Becky Lynch erinnert an Stone Cold Steve Austin

Wir leben in den Zeiten der PG Era. In der WWE sieht man solche Unfälle ungern, Blut passt nicht zur familien- und werbefreundlichen Ausrichtung des Promotion. Aus Jugendschutzgründen schaltete die WWE etwa das Bild des Videos auf Youtube auf Schwarz-Weiß. (Der Clip geht übrigens extrem durch die Decke mit mehr als drei Millionen Aufrufen nach nur einem Tag.) Wie auch immer: Lynch zog das Segment durch und ließ sich mit ihrer „Crimson Mask“ am Ende von den Fans feiern. Der eigentliche Heel bekam massive Pops – noch mehr als ohnehin schon.

Es war ein Segment für die Jahresrückblicke. Becky Lynch sah aus wie eine Kriegerin nach einer siegreichen Schlacht, wie ein absoluter Superstar – wie „The Man“. Manche Fans fühlten sich schon an Stone Cold Steve Austin erinnert, der sich von WrestleMania 13 blutüberströmt weigerte, gegen Bret Hart aufzugeben (der Einsatz von Blut war damals allerdings geplant). Damals war es die Geburtsstunde eines Mythos. Das ist bei Becky Lynch vielleicht noch etwas zu hoch gegriffen. Wenn aber neben Fans und Medien selbst andere WWE Superstars und Hall of Famer ihre Kollegin in den sozialen Medien derart abfeiern, wie sie es jetzt tun, dann haben wir gewiss einen ganz besonderen Moment erlebt. Mit einem möglicherweise extrem bitteren Ausgang Richtung WWE Survivor Series.


 


Letzte Änderung am Montag, 19 November 2018 20:01

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