Jon Cross

Jon Cross

Die „Road to Royal Rumble“ ist eingeschlagen - und so wie seit langem nicht mehr geistert eine Spannung über die dortigen Entscheidungen herum … schließlich sind die texanische Rekord-WrestleMania und ein um seine Topdraws ausgedünnter Kader zwei nur schwer vereinbare Gegebenheiten. Da werden die kommenden Wochen entscheidend werden - und eben auch der erste klassische WWE-PPV eines Jahres.

Doch es ist wie heute eher selten, dass der Rumble augenscheinlich mit Match-Ausgängen glänzt … sondern lieber mit den Matches selbst. Eine große Anzahl derartiger bekannter Fights belegt dies. Einer davon steht auch heute im Fokus. In der 2007er Ausgabe musste der aktuell fehlende John Cena seinen Champion-Titel verteidigen. Sein Gegner: der leider schon viel zu früh verstorbene Umaga. Und der verlangte dem Chaingang Soldier in diesem Last Man Standing Match so einiges ab. Die viel gerühmten Blut, Schweiß und Tränen sorgten für einen modernen Klassiker - und bescherten dem Meister des aggressiven Daumens dessen wohl besten Kampf.

In diesem Sinne: Daumen hoch!

 

… as (nearly) every week.

 

Daher wollen wir euch auch heute, am letzten Tag des alten Jahres, mit einem kleinen Rückblick erfreuen. Freilich nicht nach 2015 zurück, denn derartige Flashbacks flimmern ja gerade bei den einschlägigen Ligen über die Mattscheibe.

Und angesichts Neujahr … gab es ja mal sogar entsprechende PPVs, wenngleich es „New Year’s Revolution“ bislang auf nur drei Ausgaben schaffte. Allerdings hatten diese trotz des Nimbus als Zwischenhappen auf halbem Weg von Weihnachts-PPV bis zum Rumble durchaus interessante Matches zu bieten. Der Mainevent der ersten Ausgabe anno 2005 zählt mit Sicherheit dazu.

Denn es wurde eine Sechser-Schlacht in der stählernen Elimination Chamber geboten, die aus dem illustren Teilnehmerfeld mit Chris Benoit, Kane, Triple H, Randy Orton, Batista und Chris Jericho einen neuen WWE - Champion ausmachen wollten (und es letztlich auch taten).

In diesem Sinne: das neue Jahr … fing damals gut an …

 

Heute mal in etwas anderer Form und etwas anderem Datum.

 

Und da vermutlich alle diesen Clip noch gut in Erinnerung haben, lassen wir das Ganze heute mal ohne Worte und anlässlich der heiligen Nacht auf die Zuschauer wirken. Daher unsererseits auf diesem Wege ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein paar besinnliche Stunden im Kreise Eurer Familien.

 

In diesem Sinne: Da Capo, Chain Gang Dirigissimus!

 

20 …

… die jüngsten Ereignisse in der WWE haben einmal mehr ein altes Genre aufleben lassen, welches man in der letzten Zeit eher selten sah: die Stable Wars! Eine Storyline - Idee, bei der ein paar wackere Rebellen gegen eine mehrköpfige Macht zu Felde zieht (passt außerdem prima zum aktuell neu-entflammten Star Wars - Hype), ist von jeher der unterhaltungstechnische Bringer gewesen, um interessante Fehden anzuheizen und die Übergänge möglichst glatt zu gestalten. Das hat mit der Authority, der Corporation oder ihrer Ministry - Expansion gut funktioniert und aus der Vergangenheit könnte man noch weitere Beispiele bringen. Das wohl bekannteste und berüchtigtste Stable der letzten Jahrzehnte geht aber kreativerseits klar an die aufgekaufte Turner-Promotion WCW.

Denn mit der „New World Order“, kurz nWo, haben Eric Bischoff, Hulk Hogan und die Südstaaten-Liga ein personelles Konglomerat geschaffen, dass den Mainstream des US-Profi Wrestlings Ende der 1990er Jahre massiv beeinflusst hat. Leider ist die gute Idee nach dem Höhepunkt Ende 1997 zu sehr ausgewalzt worden und versickerte letztlich in der Konkursmasse der untergehenden WCW. Frei nach dem Motto „weniger ist eben manchmal mehr …“

So spaltete man die neue Weltordnung in Hogans Schwarz/Weiß-Malerei sowie das Cliq-esque Wölfpac, wobei das Erstgenannte mit der Zeit zu einem Blähwerk-Sammelsurium unterschiedlichster Ligaakteure ohne konkrete Story-Ideen verkam, das verglichen mit dem Ursprung nur noch eine Karikatur seiner selbst war. Und genau da sind wir bei der Zahl des Tages - denn sage und schreibe 20 Mann (und Frau) stark war das Stables summa summarum in seiner Bestandszeit: angefangen von Hogan selbst über Hochkaräter wie Bret Hart, Scott Hall und dem Giant (aka Big Show) bis hin zu Mid-/Undercardern wie Vincent (=Virgil), Horace Hogan, Brutus Beefcake oder einen Sting-Doppelgänger. Sogar der gute Dusty Rhodes war mal ein Teil der legendären Truppe, welche Anfang 2002 ein kurzzeitiges, aber eher maues Comeback in der neuen Heimat WWE erlebte.

Man sieht: Masse statt Klasse funktioniert nicht zwangsläufig. Umgekehrt wird schon eher ein Schuh draus - denn nur, wenn jedes Mitglied eines überschaubaren Stables auftrumpft, wirkt auch die Truppe wie eine echte Bedrohung. Und angesichts der personellen Höchstgrenzen mancher Wrestler-Einheiten seit dieser Zeit scheint eine solche Erkenntnis nicht von ungefähr zu kommen.

17 …

…eine Zahl, die im Allgemeinen für die deutsche Schlagerindustrie eine besondere Bedeutung und Bewandtnis hat. Aber damit werden die geneigten Leser heute verschont, denn auch für das US-Profi-Wrestling lässt sich eine Gewichtung ableiten.

Denn … seit jeher ist Ol‘ HBK Shawn Michaels als „Mr. WrestleMania“ bekannt und dies unbestreitbar. Dass soweit dazu – aber weiß einer, wer „Mr. StarrCade“ ist? Das ist nämlich heute die numerisch-titelgebende Frage, denn derjenige Athlet hat inzwischen so oft am Kulminationspunkt des WCW-Wrestlingjahres teilgenommen.

Auf der anderen Seite … ist die Lösung aber leicht, denn wer außer der WCW-Ikone schlechthin könnte es sein. Und richtig: keinem anderen als Sting gebührt diese Ehre. Zwar muss man bei dieser Rechnung zugutehalten, dass der gute Ringer-Skorpion bei inzwischen 18 dieser Events an fast jedem teilgenommen haben müsste (es tatsächlich aber nicht hat), dafür aber bei einigen „StarrCades“ mehrfach ran durfte. So war er an den Kampfabenden anno 1991 und 1995 doppelt, 1989 und 1992 sogar dreifach aktiv. Macht nach Adam Riese siebzehn Kämpfe – und einen gewissen Rekord.

Zwar ist die WCW nebst ihres größten PPVs bereits Geschichte – dafür inzwischen Sting wie seine alte Liga ein Teil der WWE. Und wer weiß: dereinst hat man den „Great American Bash“ mal reaktiviert. Ist mit „StarrCade“ ja grundsätzlich auch möglich …

15 …

… man sagt ja immer, dass jeder Mensch im Leben seine 15 Minuten Ruhm hat als Ausdruck berühmtheitstechnischer Vergänglichkeit. Gut, dass dies im Pro Wrestling nicht ganz so kurzlebig ist - zumindest in den meisten Fällen. Da bekommen die Akteure durch langjährige Präsenz, die eine oder andere Entwicklung und immer wieder neue Akzente deutlich mehr Zeit als die genannte Viertelstunde. Und in Matches ist das ebenfalls so: nahezu jeder Fighter hat mit denkwürdigen und zumeist über die Zeitlänge gehenden Matches seine individuelle Klasse bewiesen. Aber … es gibt auch die berühmte Ausnahme.

Und die heißt … Bill Goldberg. Der imposante Hüne mit der Lizenz zum Jackhammern hat seit seinem Debüt in den späten Neunzigern einen nachhaltigen Eindruck im US - Profi-Wrestling hinterlassen und sich mit Kurzmatches und manchen Squashs Kampfmaschinen-Dominanz und den Status eines Superstars erarbeitet. Und tatsächlich: wenn man genau hinsieht ist er über seine 15 Minuten nie hinweggekommen. Denn bis heute hat Goldberg kein Singles Match bestritten, dass die vielgerühmte Viertelstunde reiner Matchzeit überschritten hat. Wer diesen Nimbus des längsten 1:1 mit Goldberg für sich beansprucht, ist indes nicht ganz geklärt: sowohl Triple H (Unforgiven) als auch The Rock (Backlash) kratzten anno 2003 daran, allerdings variieren die Matchlängenangaben im Netz doch ein wenig. Allerdings: kein Wert überschreitet die magische Höchstminutengrenze.

Fazit: der gute Bill hat trotz Ring-Abstinenz noch immer die Möglichkeit, seinen „Rekord“ nach oben zu korrigieren - was allerdings mit zunehmenden Jahresringen immer schwierig sein dürfte. Daher dürften die 15 Minuten wohl bestand haben …

Kane halt den Rekord für die meisten Royal Rumble Matches in Folge – 13 Stück von 1999 bis 2011. Er hat seit 1996 (zunächst als Isaac Yankeem) erst zwei Rumbles verpasst – 1998 und 2012.

Überhaupt ist Kane Mr. Royal Rumble. Er hält den Rekord für die meisten Eliminierungen überhaupt (43, Stand 2015), hatte lange auch den Rekord für die meisten Eliminierungen in einem einzelnen Match (11 im Jahr 2001) – bis Roman Reigns 2014 12 schaffte.

Für Statistik-Freunde, das sind Kanes Eleven: Grand Master Sexay, Steve Blackman, Al Snow, Raven, Perry Saturn, The Honky Tonk Man (alle hintereinander), Tazz, Crash Holly, Albert, Scotty 2 Hotty (zusammen mit dem Undertaker), The Rock

Kanes selbst übrigens startete das Match als Nummer 6 – und scheiterte nur im Finale an Stone Cold Steve Austin.

12 ...

... so viele Male wechselte die WWE Intercontinental Champion im Jahr 2001 den Besitzer, was aus heutiger Sicht einen Rekord darstellt. Dem muss man allerdings zugute halten, dass der wichtigste Midcard-Gürtel der Federation einer der Dreh- und Angelpunkte in der ebenfalls geschichtsträchtigen Storyline der WCW – mit ihrem Ende, dem Aufkauf und dem Invasions-Angle – war, was den augenscheinlich inflationären Austausch ein wenig relativiert.

Und um es noch ein wenig mehr in positives Licht zu rücken: qualitativ schlecht war das Dutzend Titelwechsel grundsätzlich auch keinesfalls. Los ging es gleich mit einem Highlight im Januar, als Chris Jericho seinem Landsmann Chris Benoit das Gold im Rahmen eines sehenswerten Ladder Matches beim „Royal Rumble“ abnahm und bis April hielt. Dort landete er innerhalb der Fehde gegen den Two Man Powertrip (Steve Austin & Triple H) über den Umweg bei Letztgenanntem sowie Jeff Hardy an Kanes Hüften. Allerdings nur sechs Tage, da er dann an den als „Albert“ wrestlenden Matt Bloom (später „Tensai“) weitergereicht wurde, ehe ihn Lance Storm im Rahmen der WCW-Invasion erfocht – und nur kurz später an Edge beim „SummerSlam“ abgab, welcher ihn im Herbst noch zweimal zurück erkämpfte: einmal in der Gürtelfehde gegen seinen Buddy Christian und andererseits von Test im Vereinigungskampf mit der US-Championship bei der „Survivor Series“.

Was bleibt zu sagen: weniger mag manchmal mehr sein … und jeder kann selber entscheiden, ob die jeweilige Qualität dies ausgleicht.

Für die Nummero 10 machen wir heute einmal das, was Boris Becker einst in London tat: wir begeben uns in die Kammer. Freilich nicht die eines Hotels, sondern in die vergleichsweise unluxuriöse WWE „Elimination Chamber“, um einen Rekordhalter hinsichtlich des Konstrukts aus der Ideen-Feder Eric Bischofs zu krönen.

Tatatatam - und der Gewinner heißt … schon wieder Chris Jericho?! Genau, denn das Löwenherz hat in seiner langjährigen Karriere so einige Rekorde aufgestellt - und eben auch in der Stahlkuppel, selbst, wenn das nicht so offensichtlich ist.

Gut, am meisten zählen Siege - und dahingehend liegt der Kanadier mit seinem einzigen, gleichzeitig Titelgewinn anno 2010 beim gleichnamigen Event gemessen eher im Mittelfeld und weit hinter Triple H (4), John Cena (3) und Edge (2). Dafür verweist Jericho in den anderen Disziplinen die Konkurrenz auf die Plätze. Aktuell stehen bei ihm zehn Eliminationen bei inzwischen acht Match-Teilnahmen zu Buche - beides bisherige Rekordzahlen.

Man darf also gespannt sein, ob Jericho seine Bestmarken zukünftig noch ein wenig nach oben korrigiert - denn kurzfristige Comebacks sind ja schließlich bei ihm (wie gestern bereits festgestellt) stets an der Tagesordnung.

… alle Neune am heutigen Tag für den Mann, welcher amtierender Rekordhalter der WWE Intercontinental Championship ist. Wer jetzt glaubt, die Gretchenfrage entscheide sich zwischen Ric Flair oder dem Honkytonk Man, der sei auf den Holzweg verwiesen und zweitens an einen etwas jüngeren Akteur.

Die Rede ist vom Ayatollah of Rock’n’Rolla persönlich: Chris Jericho. Denn er hielt den prestigeträchtigen Midcard - Gürtel entsprechend der titelgebenden Nummer und damit aktuell so oft wie kein anderer in der WWE. Wenngleich … seine letzte Regentschaft doch auch schon ein wenig zurückliegt. Er fing allerdings mächtig erfolgreich gleich in seinem Debütjahr 1999 an und er setzte diesen Trend innerhalb eines Jahrzehnts genauso golden und souverän fort, ehe anno 2009 in der Fehde gegen Rey Mysterio zum bislang letzten Mal der IC-Belt an Y2Js Hüften wechselten. Neunmal innerhalb von zehn Jahren - auch ein Rekord, wenn man es genau nimmt.

Und wer weiß: einem zukünftigen Engagement steht nichts im Weg. Und einem neuerlichen Titelrun, dem dann Zehnten, ebenfalls nicht …

Wenn Harry Wijnvoord, Walter Freiwald oder sonstige „TV-Größen“ sich auf Homeshopping - Kanälen verbal bemühen, die qualitativ fragwürdigen Waren an den Mann oder die Hausfrau zu bringen, ist man gut beraten besser abzuschalten. Anders dagegen … wenn die WWE so etwas anpackt.

Oder sagen wir besser: es in einer solchen „Verpackung“ den geneigten Zuschauern präsentiert. Und wenn dann noch thematisch Weihnachten ist und die Showhoasts auf die Namen Triple H und Shawn Michaels hören, dann ist Gaudi in der Christmas-Bude gesichert.

Anno 2009 hatte man die DeGeneration X mal wieder aus der kreativen Pause geholt, um den jungen Wilden der Liga das legere Steigbügelhalter zu dienen. In diesem Zusammenhang entstand dann auch das heute im Fokus stehende Segment, das einmal mehr beweist, wie wertvoll die beiden Buddies für die WWE und das Business sind bzw. zumindest aktiv gewesen sind. Komplettiert wird das Duo dabei noch von Hornswoggle, der sich als neuestes DX-Mitglied eindrucksvoll ins Gespräch bringt.

 

In diesem Sinne: Let’s get ready to … shop it!

 

Aller guten Dinge sind bekanntlich „3“. So auch heute, wenn wir uns drei einprägsamen Gesichtern des Wrestlings widmen. Und - nein, es gibt keinen Ausflug in die WCW und zu den unrühmlichen „Three Faces of Fear“.

Eher sind die „Three Faces of Foley“ angesagt, denn der gute Mick als sowohl begnadeter Wrestler sowie ebenjener Autor hat mit Mankind, Dude Love oder dem legendären Cactus Jack der WWE seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt. Und nicht nur dort - speziell auch beim „Royal Rumble“. Denn mit allen drei Gimmicks ist er in den großen Battle Royals angetreten - bei der Ausgabe anno 1998 gab es sogar das Unikum, dass der Mann mit der charakteristischen Zahnlücke einen wahren Umzieh-Fasching absolvierte … und die Zuschauer im Laufe des Eliminationsmatches nacheinander alle drei Alter Egos bewundern durften. Mit Sicherheit ein Rekord, der seinesgleichen sucht.

Und rechnet man hinzu, dass Foley Jahre später als er selbst wiederum am Rumble teilnahm, bedeutet dies Rumble - Teilnahmen mit insgesamt vier verschiedenen Charakteren über die Jahre - was ebenfalls eine noch ungebrochene Bestmarke darstellt.

Allerdings sind ihm bereits Glen Jacobs (Isaac Yankem DDS, Fake Diesel & Kane), Solofa Fatu (Fatu, The Sultan & Rikishi) sowie Charles Wright (Papa Shango, Kama Mustafa & The Godfather) auf den Fersen. Wir dürfen daher gespannt sein, ob uns diese Herren wieder mit einer neuen Persönlichkeit beehren - oder aber Foley sich mal wieder neu erfindet …

… damit beginnt alles. Und es ist gleichzeitig auch die Anzahl der Singles Matches, die bei „WrestleMania 2000“ stattfanden.

Moment – bei „WM 2000“?! Korrekt: wenn man es ganz genau nimmt, fand ein einziges solches Match bei der geschichtsträchtigen und personell vollgepackten Milleniums-Ausgabe statt … wo diese sich doch damit rühmt, ausschließlich aus Multimen-Fights oder solchen mit mehr als zwei Akteuren bestanden zu haben.

Und im Grunde trifft dies auch auf den einzigen Damenkampf des Abends zu, denn Terri Runnels und Stacy Carter alias The Cat hatten mit den legendären (und leider schon verstorbenen) Mae Young und Fabulous Moolah jeweils eine prominente Sekundantin in ihrer Ecke. Macht also vier Ladies – zählt man Val Venis als Special Referee dazu sogar fünf Akteure. Grundsätzlich haben aber nur die beiden Jüngsten im Bunde den Catfight ausgekämpft bzw. eher über die Bühne gebracht, so dass wir hier ein klassisches One-on-One hatten.

Doch es ändert letztendlich nichts an der Tatsache: über dieses Match sowie große Teile des Events als Ganzes bereite man lieber den Mantel des Schweigens …

(Übrigens muss der Dailymotion Familienfilter aus geschaltet werden, wenn man das Match sehen will ;)

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende - und einmal mehr werden mit der 2015er - Ausgabe der „Survivor Series“ die Weichen für WrestleMania gestellt. Inhaltlich tun sich Parallelen zur Ausgabe anno 1998 auf - wenngleich die Findung eines neuen Champions damals Teil der Storyline war. Wer wird also diesmal gekrönt? Und wie glamourös verläuft das 25-jährige Jubiläum des Undertakers? Zwei Fragen, die wir mit dem folgenden Talk beantworten möchten.

Singles Match

Dolph Ziggler vs. Tyler Breeze

Jon Cross: Breeze greift das Main Roster an - und bekommt mit Ziggler ein technisch potenten Gegner, mit dem er (vorausgesetzt die Zeitbremse wird nicht angesetzt) einen sicherlich tollen Kampf abliefern wird. Soweit, so gut - aber wat ein Abstieg für die blonde Hoffnung. Im letzten die Lichtgestalt, der in Cena-Manier (und sogar an der Seite von diesem) drei Fighter ausknockt, dabei gar den amtierenden Champion und Survivor sein darf. Und nun: Overbringer für den NXT-Nachwuchs. Das ist schon ein wenig merkwürdig - aber besser so in der Aussicht auf einen heimlichen Showstealer als auf heißen Kohlen für eine Möglichkeit noch auf die Card zu kommen (siehe Gerüchteküche).
Vorfreude: **3/4

Maik: Ob sich Breeze das gut überlegt hat, sich ein Gimmick und einen Look wie Ziggler zuzulegen? (Als ob er eine Wahl hätte…) Aber wo das hin führt, sieht man beim Original gerade ganz gut. Nach der Survivor Series im vergangenen Jahr hatte ich echt die Hoffnung, dass man mit Ziggler was vor hat. Mehr als schade, dass dann mal so gar nix kam. Was für eine Vergeudung von Talent! Joa, das Match hier ist nicht wirklich wichtig, aber es wird definitiv gut anzusehen sein. Ich hoffe, die beiden bekommen 12+ Minuten Zeit. Dann wird das bestimmt richtig gut.
Vorfreude: ***

 

WWE World Heavyweight Championship Tournament Semifinals

Dean Ambrose vs. Kevin Owens

Jon Cross: Das Match, was letztlich Spannung verspricht. Denn es wird sich herauskristallisieren, wer der Gegner von Reigns im Finale wird. Rein logisch ist Ambrose die bessere Wahl, da auf diese Weise ein möglicher Turn im Mainer erst richtig funktioniert. Aber andererseits: wann hat die WWE schon mal was Logisches durchgezogen … in letzter Zeit? Man hört ja nicht mal auf die Fans. Egal - beiden sei ein Sieg gegönnt, denn auch der Alpha-Kevin der Federation hat unlängst bewiesen, wie genial mal ein Segment durchziehen kann, während man gleichzeitig als wrestlende Lichtgestallt nach oben strebt. Auch wenn’s mich stört - aber er wird wohl für Dean den Job machen … so, wie schon für Felix. Dann ist die Bühne fertig für das große Schauspiel am Ende. Und neue Gegner finden sich allemal.
Vorfreude: ***1/2

Maik: Ich bin sicher, dass Ambrose das gewinnen wird. Per Roll-up, oder so. Viel mehr gibt es hier für mich nicht zu sagen. Ich sehe beide gerne, zurzeit Owens lieber als Ambrose. Der müsste sich nämlich dringend mal wieder weiterentwickeln. Ich hoffe, das Match wird gut.
Vorfreude: ***1/2

 

WWE World Heavyweight Championship Tournament Semifinals

Roman Reigns vs. Alberto Del Rio

Jon Cross: Hier bleibt die spannende Frage nach der Matchlänge. Den Sieger stelle ich mal nicht in Frage, so sehr Ol‘ Samoan Blue Eye heuer wie einst gepusht wird. Daher bleibt für AdR nur die Rolle des Sparringspartners. Aber mal ehrlich: ist doch auch blöd als Gegner für „The Shi“ ausgerechnet die beiden Midcard-Champions der Liga zu nehmen. Wäre eventuell besser gewesen zu tauschen, Ziggy in die Final Four zu drücken und uns dafür ein IC- oder US-Match zu bescheren (vermutlich eher US-Titlepic…). Aber was soll’s: Reigns wird diesen Kampf gewinnen.
Vorfreude: ***

Maik: Beide Teilnehmer interessieren mich nicht. Natürlich gewinnt Reigns.
Vorfreude: *

 

WWE Divas Championship

Charlotte (c) vs Paige

Jon Cross: Die Revolution hat ihren Zweck erfüllt - und die Bellas endlich mal wieder von der Bildfläche vertrieben. Platz also für die Ladys der technischen Kabinettstückchen. Paiges Turn kam meines Erachtens etwas zu sehr mit dem Holzhammer, aber der Grundtenor ist ein Evergreen, der so bestens funktioniert hat und uns so ein zugegebenermaßen hoffentlich tolles Match servieren wird. Mehr gibt es dazu im Grunde nicht zu sagen.
Vorfreude: ***

Maik: Die Ansetzung gefällt mir ganz gut. Die Face/Heel-Konstellation passt. Durch den kleinen Eklat in der RAW-Promo, in die Charlottes toter Bruder reingezogen wurde, ist da, finde ich, durchaus auch ein bisschen mehr Feuer drin. Das Match wird wohl ganz sehenswert. Ich hoffe, man lässt die beiden machen. Ergebnis ist für mich persönlich recht offen. Charlotte den Titel wegzunehmen, wäre aber eigentlich noch zu früh. Das Programm darf nach heutigem Stand gerne noch eine Weile laufen.
Vorfreude: ** 1/2

 

Tag Team Match

The Undertaker & Kane vs. Two Members of the Wyatt Family

Jon Cross: Und hier … haben wir den Reinfall des Abends, zumindest im Vorfeld. Stamford hatte die ideale Steilvorlage für den Abend, um sowohl das Vierteljahrhundert des WWE-Totengräbers zwischen den Ringen zu feiern und gleichzeitig auch an die historischen Multimen - Wurzeln zu gehen. Und was kam heraus: ein Tag Team Match - WTF?! Wo soll ich anfangen … zunächst einmal damit, dass die Fehde Taker vs. Bray gut ein bis anderthalb Jahre zu spät kommt - und Mean Mark nicht mehr der Badass von früher ist. Und wenn die Fehde doch kommt, Wyatt seine Family wieder vereint und so eines der besten Stables der letzte Jahre aktiviert und dann auch die Series mit ihrer Tradition vor der Tür steht … da lässt man Bray die Qual der Wahl, wen er im Tag Team ins Rennen schickt. Alter, wie blöd ist das denn?! Es wäre doch ein Leichtes gewesen, den BoD zwei weitere Mitstreiter an die Seite zu geben - doch die jetzt gewählte Lösung strotzt nur so von einer Sichtweise, in welcher der Tellerrand wohl einen entfernten Horizont darstellt. Aber ohne sich weiter aufzuregen: zum Ehrenfeste nur das Beste - also wird der Jubilar hier den Sieg davontragen und Bray nebst Braun (vermutlich) den Job erledigen, um das Single Programm zu starten. Also mich hebt das ehrlich gesagt nicht wirklich an - und wenn nur der 25th Anniversary-Bonus.
Vorfreude: **

Maik: Ich bin froh, dass dieses Match auf der Card steht. Ich mag den Taker halt. Und die Brothers of Destruction bei einem PPV? Darauf hab ich lange gewartet. Ich find es genau richtig, dass man den beiden keine Partner an die Seite stellt. Das passt einfach nicht. Wen hätte man da schon mit hinstellen können? Und es nimmt unnötig den Fokus vom Deadman, der hier sein 25-jähriges Jubiläum feiert. Ich hoffe stark auf einen cleanen Sieg der BoD. Doof für die Wyatts (bzw. den einen Wyatt), aber der Taker hat den Sieg nach der Niederlage gegen Brock Lesnar nötig, um stark zu WrestleMania 32 zu fahren. Ich befürchte aber ein wenig, dass es hier wieder einen Kane-Turn geben könnte. Und die beiden Brothers dann bei WrestleMania 32 in Texas das Karriereende des Takers besiegeln… Falls es sowas geben soll: Soll’n sie damit warten! Das hier soll eine Feierstunde für den Deadman werden.
Vorfreude: ****

 

Traditional Survivor Series Match

Gerüchteküche

Jon Cross: Ich pack das einfach mal hier rein, denn ein solches Match gehört einfach auf die Card. Die Frage ist nur - wie aufziehen aus der kalten Hose? Denn es gibt faktisch kein Line Up in den Wochen zuvor, so dass man wohl auf eine ad hoc - Ansetzung zurückgreifen muss. Die einzige Lösung wäre, die „freien Radikale“ mit verschiedenen Single Fehde zu kombinieren und in ein klassisches 4-on-4 zu pressen. Die besten Kandidaten, welche mir dafür einfallen, wären Cesaro und New Day. Eine gute Variante wäre ein MizTV, wo man alles für später vorbereitet. Miz macht natürlich auch mit, da Claudio ihn schon zweimal schultern konnte. Dazu noch die Dudleyz für die Fehde mit dem neuen Tag und … mal sehen, was da noch so kommt. Auf so etwas hab ich auf alle Fälle Bock, denn das war früher das Beste und wäre es sicher jetzt noch. Somit bleibt die Hoffnung, welche bekanntlich zuletzt stirbt.
Vorfreude: ***1/2

Maik: Joa, keine Ahnung, was das werden kann. Tippe auch mal, hier landen ein paar Tag Teams drin. Die Dudleys würde ich ja gern sehen. Wer auch immer es wird: Wird bestimmt ganz kurzweilig. Und ein Face-Sieg…
Vorfreude: **

 

WWE World Heavyweight Championship Tournament Finals

Roman Reigns/Alberto Del Rio vs. Dean Ambrose/Kevin Owens

Jon Cross: Und damit Bühne frei für das große Schauspiel. Und mit WrestleMania vor der Tür und Rollins außer Gefecht … wird definitiv etwas passieren. Die Frage ist: was. Ein Turn ist am Wahrscheinlichsten, was IMO auch im Netz bereits die Runde macht. Möglich ist er für beide favorisierten Teilnehmer (also Reigns und Ambrose, wie ich vermute) - allerdings halte ich von der Variante Corporate-Ambrose wenig, da Roman als Face-Jäger zwar eine dominante Persönlichkeit ist, am Mikro aber noch ein Reinfall. Und - die Nummer hatten wir so ähnlich schon … und auch da hat es nicht funktioniert. Was er braucht, um wieder als brauchbarer Villain ernstgenommen zu werden ist eine General-Überholung. Und da ist der Schritt zur dunklen Seite der Macht ganz einfach der beste und logischste Schritt. Aber WWE und Logik … lassen wir das. Wie dem auch sei: mit Hunter & Co. an der Seite wird Reigns wieder aufblühen und Ambrose als irrer Jäger dürfte zur Hochform auflaufen und eine Renaissance erleben. So stell ich mir das sehr gut vor - aber gut: Vorstellung und Realität sind manchmal Dinge, die weit auseinanderliegen können. Wie gesagt: können…
Vorfreude: ***1/2

Maik: So richtig freu ich mich hier nicht. Das wahrscheinlichste und vielleicht sinnvollste Szenario (so leid es mir tut) ist der Titelgewinn von Reigns – mit Turn! Reigns ist als Face schon auf der letzten Road to WrestleMania grandios gescheitert. Und er wird wieder scheitern, so sehr wie WWE bei ihm auf Holzhammer-Methode setzt. Deswegen wird man ihn turnen, die Leute werden ihn ausbuhen und die WWE wird sich auf die Schulter klopfen, wie toll Reigns doch Heat zieht… Könnte irgendwie so aussehen: Triple H bei RAW ja schon die Fühler nach Reigns für die Authority ausgestreckt hat – würde passen, dass es sich Reigns überlegt hat. Vielleicht weil ihm sein Gegner alles abverlangt und Reigns nervös wird, es doch wieder nicht zu packen. Nicht unwahrscheinlich, dass die WWE es bei Reigns machen will wie einst bei dessen Cousin The Rock. Der war auch als Face gescheitert, turnte bei der Survivor Series (!) 1998 Heel und wurde bei gleichen Veranstaltung Champion.
Vorfreude: *** (gibt halt nen neuen Champion, und bin aufs Booking gespannt…)

 

Allgemein

Jon Cross: Eine Series, nach deren Card man zunächst Fernseher und Abo in den Wind schießen möchte. Doch wenn man sich Zeit für die paar Matches nimmt, sich ausmalt, was passieren kann und die Hoffnung auf einen möglichen Achter vielleicht nicht umsonst ist, dann könnte uns eine bestimmt neckische November-PPV-Überraschung ins Haus stehen. Ich für meinen Teil lasse mich gern darauf ein.
Vorfreude: ***

Maik: Ich wundere mich ein wenig über mich selbst über die hohe Sternenvergabe. Eigentlich hab ich gar keine so große Vorfreude. Naja. Ich hab mehr Befürchtungen als Vorfreude, was den Main Event und den anschließenden Champion angeht. Aber jetzt müssen wir da wohl durch, hm?
Vorfreude: ***

Heute mal anlässlich der angebrochenen fünften Jahreszeit in Reimform. Wohl bekomm's ...

 

 

De Sit’aution war rischtisch mies:

Stamford nen Champion ziehen ließ.

Nur unfreiwillisch: Taker nämlisch

musst pausieren - dat war dämlisch!

 

Wie jut, dat mit dem Edge, dem Blonden,

se jleich auch en Ersatz han gefunden.

Der han anno 2007 - konkret im Mai -

Sisch en Koffer jeholt vom Kennedy-Guy.

 

MITB - nimm die jroße Chance in Kauf,

bei „Backlash“ kam jleich Zweie drauf:

Taker und Batze gucken net schlescht -

Denn der R-Rated-Jung hat eingecasht!

 

Mit neuem Gold, da strahlt er nun,

doch scho jibbet wieder wat zu tun.

Teddy Erdnusskopf holt dat Mikro raus -

Und obendrein den Bruder vom Toten-Klaus.

 

Denn Kane soll nun der Gegner sein,

doch dat sieht Blond-Edge gar net ein.

Drum folgt ein Psyschokrieg mit Hexerei -

Dat Beste im mauen Kampfesbrei.

 

Drum schauen wer net die Hünen beim Hauen

und zeigen eher was zum Schauen:

Mit „Mardi Gras“ will der Edge sisch feiern -

Doch am Ende klingeln ihm eher die … Ohren!

 

 

In diesem Sinne:

Willst einen Gürtel du haben, sei auch mal brav:

Setz dir ne Maske auf …. WWE, Allaf!

 

In München läuft aktuell wieder der Bayern schönstes und größtes Volksfest: das obwohl im September stattfindende Oktoberfest. Also - werfen wir diese Woche mal einen wrestlerischen Blick auf diese internationalen Trinker-Festspiele.

Denn schließlich sind die berühmten zwei Wochen in Amerikanisch - Übersee inzwischen (und für uns manchmal zum Leidwesen) zum Synonym für das Deutsche allgemein geworden. Ein Beweis dessen findet sich im Jahre 2000. Die WCW in ihren letzten Zuckungen hatte damals mit Deutschland versucht den Markt an sich zu binden, welcher der WWE gefühlt oft nur in schlechten Zeiten eine sichere Bank war und ist. Was lag da näher, als mit dem „Millenium Final“ einen - wohlgemerkt - PPV für die teutonischen Zuschauer zu zelebrieren. Was letztlich herauskam …. kann wohl als „gut gemeint“ bezeichnet werden, dürfte allerdings auf der Skalierung eher einem aufgepimptem Nitro - Special gleichkommen bzw. einem Pendant zu WWE’s England - Events.

Das lokale Highlight des Events war dann ein so genanntes „Hardcore Bavarian Oktoberfest Match“ - da war der Name Programm und hätte auch gepasst … wäre der Event aus Süddeutschland gekommen statt aus dem Pott in Oberhausen. Egal: sichtlichen Spaß hatten wohl alle Beteiligten, angefangen von zwei recht zugeknöpft züchtigen Nitro Girls im Dirndl, die zu DJ Ötzi - Partymusik ihre Aufwartung machten. Gefolgt - vom ersten maximal-pigmentierten Bavaro-Ami, denn WCWs damaliges Stehaufmännchen Norman Smiley hatte sich Anlass und Ort entsprechend in die Krachlederne gezwängt, um es mit Fit Finlay aufzunehmen - sowie kurz nach Matchbeginn auch mit einem Brezelstand.

 

Ein Stück Russo-scher Trashkultur, das auf seine Weise zu überzeugen weiß.

In diesem Sinne: Oans - Zwoa -Gick-Aut …

 

 


Fit Finley vs Norman Smiley (Hardcore Bavarian Okt… - MyVideo
Fit Finley vs Norman Smiley (Hardcore Bavarian Okt… - MyVideo

Seth Rollins wird es vergangenen Sonntag wie Montag am eigenen Leib gespürt haben: Kane ist zurück. Und dies … wieder in der ursprünglich erfolgreichen Form mit Maske - aber ohne Stimmband-Verstärker.

Mit diesem Gimmick hat der eigentlich recht blasse Glen Jacobs wohl die Rolle seines Lebens gefunden und verkörpert dies auch voller Inbrust - und das ist auch gut so, denn als Zahnarzt oder in Lederkluft - Kopie waren die Aussichten weitaus ernüchternder. Wenden wir uns daher heute ihm zu - und seiner wohl berühmtesten Fehde. Und die nicht mal gegen einen Kollegen.

Nein - ein normal gebauter Mittfünfziger und ehemaliger Baseball - Profi namens Pete Rose entwickelte sich über drei WrestleManias hinweg zwar nicht zum Erzfeind der Big Red Machine, aber doch auf seine Art zu einer Klette für den maskierten Bruder des Undertakers - und für die Zuschauer zu einem gelungenen Running Gag.

Daher - für uns alle nochmal sein legendärer erster Auftritt bei „WrestleMania XIV“ anno 1998, die seinem geplanten Guest Ring Announcer - Job ein abrupt jähes Ende setzte.

 

Aktuell ist der legendäre Owen Hart wieder mal in aller Wrestling-Munde … wenngleich vielleicht nicht so, wie er es sich zu Lebzeiten gewünscht hätte. Denn das sich sein Bruder und seine Frau über das prestigeträchtige Vermächtnis des King of Harts streiten, hätte Owen sicher nicht gepasst. Wer letztlich Recht hat, bleibt offen … und interessiert im Grunde gar nicht. Denn mal ehrlich: kann das Prestige eines Mannes, der uns dereinst so tolle Matches beschert hat, ernsthaft angekratzt werden? Ich denke nicht - was wir mit diesem Throwback beweisen wollen.

Und dies mit einem … nun ja, faktisch „Match made in heaven“. Denn leider segnete Owens Gegner und Schwager Davey Boy Smith nur drei Jahre nach diesem ebenfalls das Zeitliche. Doch auch im Falle des British Bulldog bleibt dessen Vermächtnis - sowie die offensichtliche Tatsache, dass sich für die besten WWE - Kämpfe auf europäischem Boden nun mal der Hart - Clan verantwortlich zeigt. Den Beweis erbrachten Owen und Davey im Februar bzw. März 1997.

In der Federation gerade als Tag Team Champions aktiv gingen beide um die neu eingeführte WWE (damals WWF) European Championship ins Rennen, welche in einem Turnier ausgefochten wurde. Und tatsächlich schafften es beide ins Finale, welches dann standesgemäß auch in der alten Welt ausgetragen wurde. Konkret in der Berliner Deutschlandhalle - womit Deutschland zum bislang ersten und einzigen Mal Austragungsort einer „Raw“ - Episode war. Dafür legten sich die über Gold sowie Familie miteinander verbandelten Ausnahmeathleten dann auch mächtig ins Zeug. Und heraus kam … ein der Hart-Dynastie sowie dem neuen Titelgold mehr als würdiger Kampf.

In diesem Sinne: auf euer Vermächtnis!

 


Raw 26 02 1997 - Owen Hart Vs British Bulldog von RAWISKARIM

Die erste RAW - Show nach dem SummerSlam brachte erwartungsgemäß Bewährtes, aber auch viel Neues. Und das … eigentlich mit Altem, wenn man es ganz genau nimmt (und dabei wohl etwas unverfroren wäre). Denn im Focus zweier vergoldeter Fehden standen nicht etwa die Titelträger, sondern jeweils ein Altstar aus der guten, alten und leider auch geschlossenen WCW: Rekordchamp Ric Flair sowie im Haupt - Titlepic Sting.

Eigentlich verwunderlich, dass der „Nature Boy“ und der Stinger sich in Stamford noch nicht gegenüber gestanden haben - ziehen sich beider Karrieren doch gleich einer Lebenslinie durch die Geschichte der einst ruhmreichen Promotion aus Atlanta: angefangen vom allerersten „Clash oft he Champions“ über etliche Begegnungen bis hin zum allerletzten Match vor der feindlichen Übernahme. Daher … widmen wir uns heute ihnen.

Der Rückblick bezieht sich dabei auf eine ähnliche Situation wie aktuell um Seth Rollins: nämlich zwei Titel. Diese (nämlich die WCW Heavyweight- sowie die WCW International Heavyweight Championship) standen im Main Event des „Clash oft he Champions“ zwecks Vereinigung auf dem Spiel. Es war zwar nicht der Erstling, sondern die 27. Ausgabe anno 1994 - dafür bekam man aber wie von den beiden Icons obligatorisch ein ordentliches Match serviert … aus einer Zeit, kurz bevor der große Hulk Hogan die Turner Promotion aufmischte und formte (und hier am Ende auch auftauchte)

Und als Sahnehäubchen mischte da noch die gleichfalls legendäre „Sensational“ Sherri mit, welche auf ihre ganz eigene, unnachahmliche Art zu becircen und verwirren versuchte … und dies auch zugunsten ihres „Man“ letztlich schaffte.

In diesem Sinne: Bühne frei …


WCW Clash Of The Champions XXVII - Ric Flair Vs... von Bluthor

What a feeling, Summer dreamin‘ … der Moment ist nun in der kommenden Nacht endlich da: die diesjährige Ausgabe des SummerSlam erwartet die nach Action gierende Zuschauerschaft der WWE. Und wie immer bleibt die bange Frage: wird die Veranstaltung ihren Vorschusslorbeeren gerecht? Wird es eine rauschende Sommerparty oder doch eher ein berechtigter Fall fürs Sommerloch? Darüber werden wir auf den nächsten Zeilen ein wenig im Vorfeld diskutieren. Wenn ihr wollt - lest mit …

 

 

Tag Team Match
Neville & Stephen Amell vs. King Barrett & Stardust

Great_One: Auf dem ersten Blick fällt natürlich auf, dass King Barrett hier nicht so wirklich in das Match passt. Dies liegt wohl an Ryback, denn eigentlich wollte man The Miz als "echter" Schauspieler an die Seite von Stardust stellen, doch da Ryback beim letzten PPV nicht antreten konnte, findet das damals geplante Triple Threat um Rybacks Gürtel erst jetzt statt und The Miz steht daher im Titelmatch und Barrett bekommt ein Match beim Summerslam.
Das Match an sich kann durch Barrett, Stardust und Neville echt gut werden. Gespannt bin ich auf "Green Arrow". Amell scheint mir sehr athletisch zu sein und er wollte selber ja anscheinend gerne ein Match haben, daher traue ich ihm jetzt durchaus einige gute Aktionen zu. Zusätzlich finde ich den Promi hier mal gut eingesetzt und in einem Tag Team Match stört er nicht so sehr. Gewinnen werden dann natürlich Green und Red Arrow.
Vorfreude: *


Jon Cross: Das Celebrity Match als relativer Opener - auch gewöhnungsbedürftig. Aber ich hab schon weitaus weniger passendere VIPs im Ring gesehen, von daher rechne ich dem grünen Pfeil ein paar nette Momente zu. Dazu ist die Paarung mit Neville als anderem Pfeil mehr als passend - so dass auch ich davon ausgehe, dass die Faces noch ein paar im Köcher haben, um den Heels beizukommen. Barrett hat nach kurzen Hoch wieder die Looser-Street eingeschlagen - allein wes Grundes und bekommt den bruderlose Cody an die Seite. Mag sein, dass dies notgedrungen ein Nachklapp vom Vormonat war - trotzdem wirkt das Match für mich wie ein Resterampen - Konglomerat der Marke schnelle Küche. Allerdings sind alle Vier bzw. drei rechte Könnern, die wenn sie losgelassen durchaus zu unterhalten wissen. Problem: soviel Zeit wird man ihnen offenbar nicht geben, wenn man sich die Cardlänge anschaut.
Vorfreude: *1/4

 

Singles Match
Dolph Ziggler vs. Rusev

Great_One: Logisches Match. Auch die Qualität vom Match wird sicherlich stimmen. Fragt sich nur in welcher Art und Weise Lana und Summer Rae in das Match involviert werden. Bei falscher Einbindung der Damen könnte das Match an Qualität einbüßen und zu Trash verkommen. Was ich einfach mal nicht hoffe. Sieg könnten aus meiner Sicht eigentlich beide ganz gut gebrauchen. Bin daher gespannt wer gewinnen wird und wie es dann weitergeht.
Vorfreude: **

Jon Cross: Yep, darauf habe ich schon lange gewartet. Die Begegnung ist eigentlich überfällig und hat mit den Blondinen ein paar schöne Rahmenbedingungen. Von Dolph halte ich inzwischen recht viel - und hoffe, dass er mal einen abbrennt, um den Office zu zeigen, dass da noch einer lauert. Rusev scheint da der richtige Partner, obwohl er auf mich immer noch wirkt wie ein Kung-Fu - Tanzbär … der aber inzwischen Stiefel hat. Über den Sieger lege ich mich nicht fest - der Unbesiegtbarkeits-Nimbus des Bulgaro-Man ist ja von Felix dereinst pulverisiert worden. Daher ist auch eine Niederlage des Accoladers drin - was mich ehrlich gesagt freuen würde, um die Fehde noch ein wenig weiter voranzutreiben.
Vorfreude: **1/2

 

Three Team Elimination Match Team
B.A.D vs. Team Bella vs. PCB

Great_One: Die Divas Revolution ist da, stagniert aber ein bisschen. Hier nun endlich das lang erwartete und aufgebaute Match aller drei Teams gegeneinander. Doch danach muss so langsam mal wieder was in Richtung des Divas Championships passieren. Und warum Natalya kein Teil der Revolution ist, versteh ich auch nicht. Aber gut: Vielleicht will Natalya ja auch selber die Auszeit, da ihr Mann Tyson Kidd ja lange Zeit ausfallen wird.
Gewinnen wird hier hoffentlich Charlotte oder Paige - also jemand vom Team PCB - damit eine Face Diva direkt glaubhaft Anspruch für ein Titelmatch stellen kann.
Vorfreude: **


Jon Cross: Ich ringe mit mir, was ich dem Match geben sollte. Einerseits spüre ich beim Anschauen der Working Ladies noch immer das Feuer eines Neubeginns - andererseits könnte dies auch ein Strohfeuer sein, denn inzwischen stagniert wieder alles und Bella-Cena hat ihr Gold immer noch seit einer gefühlten Ewigkeit. Aber das kann ihr egal sein, wenn der Rest sich gegenseitig fetzt. Und daher sollte damit endlich Schluss sein. Mein Tipp / Wunsch: das Siegerteam fehdet irgendwie gegen die Championesse und eine holt sich den Schmetterling. Dann kann man endlich wieder von Spannung sprechen. Match dürfte aber dennoch ganz in Ordnung werden.
Vorfreude: **

 

Singles Match
Cesaro vs. Kevin Owens

Great_One: Ich habe bei diesem Match ein bisschen Bauchweh. Warum? Grundsätzlich ist dieses Match ein Traum und könnte locker ein Kandidat für ein Match des Jahres sein. Doch jetzt kommt der Grund warum ich Bauchweh habe: Kevin Owens bestreitet am Samstag, also ein Tag vor dem Summerslam (Anmerkung: Dieser Text wurde schon am Freitag verfasst), ein Ladder Match um den NXT Championship gegen den Champion Finn Balor beim NXT live Event TakeOver: Brooklyn. Owens könnte stark angeschlagen in dieses Match gehen was dazu führen könnte, dass das Match deutlich an Qualität verliert.
Ansonsten ist dies ein Match auf das man sich nur freuen kann. Gewinnen wird meiner Vermutung nach Kevin Owens. Es sei denn WWE weist darauf hin, dass Owens ein Ladder Match vom Vortag in den Knochen hat, dann könnte hier Cesaro gewinnen und die Fehde geht in eine weitere Runde, denn Owens war ja nicht bei 100%.
Vorfreude: ****

Jon Cross: Und es hat doch geklappt - Kevin und Claudio fighten gegeneinander (so wie angedeutet) und ich verspreche mir von dem Match den heimlichen Showstealer. Das allerdings … unter den günstigsten Bedingungen. Etliche Faktoren spielen da noch mit rein, die die Qualität runterziehen könnten. Da wäre wie angesprochen Owens Vortag - Titelverteidigung, die man nicht so einfach via Russo-Booking so am Vor- als auch am anderen Tag beenden könnte, denn das wäre kontraproduktiv für beide. Zum anderen traue ich dem Office nicht, dass sie Cesaro derart viel Vertrauen schenken. Klar, wäre es mal wieder toll, aber die grauen Herren haben allzu oft bewiesen, dass sie hardworking talents in die Pfanne hauen und unförmigen Ja-Sagern das Spotlight offerieren. Aber bevor ich von Ponessky auf die Preiselbeeren komme: ich freue mir bei der Ansetzung ein Loch in den Allerwertesten - und ein Zweites kommt hinzu, wenn sie ihr Können vollends abrufen dürfen. Sieger - egal, es gewinnt der Zuschauer.
Vorfreude: ****

 

WWE Tag Team Championship
Fatal 4-Way Match
The Prime Time Players © vs. Los Matadores vs. The Lucha Dragons vs. The New Day

Great_One: Die Matchansetzung gefällt mir. Genauso wie die Teams - mit einer kleinen Ausnahmen bei den Matadores. Die Matadores sind auch die einzigen die ich mir gar nicht als Sieger vorstellen könnte. Ansonsten könnte ich mit allem Leben und könnte mir auch alles Vorstellen. Titelverteidigung, sowie Wechsel zu New Day oder den Lucha Dragons.
Vorfreude: ***

Jon Cross: Wenn man nicht mehr weiter weiß … bilde man ein Arbeitskreis. Altes Motto - dass die WWE inzwischen auch versteht. Hat man keine Knaller-Begegnung für die TT-Szene schmeißt man halt alle in ein Fatal-4-Way. Hat schon anno 96 geklappt, als vier Teams die Szene bildeten und man das Ganze bis zum damaligen Slam auswalzte. Heuer hat man den Luxus weitaus mehr Teams zur Verfügung zu haben - allerdings raufe ich mir bei den angesagte Vier immer wieder die Haare. OK, die Swinging Cats sind aufgrund Verletzung raus, aber warum man The Ascension absäbelt wird mir ein Rätsel bleiben. Dafür hat Stamford die VUP-Jobber Los Matadores exhumiert und auch die Players wieder zusammengeleimt. Da kann man als Trash-Fan nur applaudieren. Aber zum Glück gibt es ja die Lucha Dragons und auch New Day haben irgendwie ihre Nische gefunden - auch wenn ich dem Gimmick nicht viel abgewinnen kann. Sieger - juckt mich nicht.
Vorfreude: *

 

WWE Intercontinental Championship
Triple Threat Match
Ryback © vs. Big Show vs. The Miz

Great_One: Entweder The Miz staubt irgendwann einen Pinfall ab oder Ryback gewinnt nach Shell Shocked gegen Big Show. Ansonsten interessiert mich dieses Match eher wenig. Es ist einfach nur da. Ein wirklich gutes Match erwarte ich mir so jetzt auch nicht.
Vorfreude: *

Jon Cross: Der Showster vs. Crossis underrated unfavs - na ja, die meisten wissen, was ich von Ryback halte. Der SummerSlam sollte Schlusspunkt seines Runs werden, damit er sich ordentlich kurieren kann (und gleichzeitig weg vom Fenster ist). Der Titel wäre momentan bei Mizanin am besten aufgehoben, falls der keine Dreh-Auszeiten braucht - dann blüht uns das Gleiche wie mit Hogan anno 1997. Im Ernst: damals im Team mit Morrison hab ich Tough Enough - Mike aufgrund fehlendem Charismas keine Chance eingeräumt. Doch WWE hat seinen Kopf durchgesetzt - und hat teilweise Recht behalten. Als Hollywood - Bubi macht er eigentlich eine gute Figur - da passt der IC-Belt eigentlich gut zu ihm. Somit bleibt für Show wieder nur die übliche Rolle: Zaungast und Katalysator. Match selbst wird wohl nur mittlerer Durchschnitt, von daher: ab dafür …
Vorfreude: *1/2

 

Tag Team Match
Bray Wyatt & Luke Harper vs. Dean Ambrose & Roman Reigns

Great_One: Ich geh irgendwie davon aus, dass hier die kleine Wyatt Family gewinnen wird. In irgendeiner Art und Weise. Auch einen Turn möchte ich nicht ausschließen. Sowohl Ambrose als auch Reigns könnten turnen. Ob ein Turn sinnvoll wäre, sei mal dahin gestellt. Irgendwas wird hier aber denke ich auf jedenfall passieren. Die Frage ist nur: Was?
Vorfreude: ***


Jon Cross: Bei dem Match weiß ich nicht so recht, was es soll. Wohin soll es führen? Momentan kommt es mir wie Beschäftigungs-Therapie für alle Beteiligten vor, da man mit dem Quartett nicht mehr weiter weiß. Ob sich einer der Heels nen Bart wachsen lässt … oder den Bestehenden verlängert? Das wäre mal was - zumindest was anderes als die aktuelle Sackgasse. Ich hoffe, es tut sich mal was. Wenn ich tippen sollte: es gewinnen die Wyatts.
Vorfreude: **

 

Singles Match
Randy Orton vs. Sheamus

Great_One: Gefühlt ein Match welches man schon viel zu oft gesehen hat. Wurde nich genau diese Matchpaarung mal von den Zuschauern bei Raw nach Wrestlemania auseinandergenommen mit ihren Rufen? Interesse habe ich an diesem Match einfach nicht. 
Vorfreude: *


Jon Cross: Und täglich grüßt das Murmeltier … noch zwei, die in der schier endlosen Spirale der unkreativen Verwendung festsitzen. Sheamus hat mit den Haaren auch irgendwie die Lockerness und Overheit eingebüßt - und bei Randy scheint die Luft auch wieder raus. Trotzdem rangiert er immer noch oben rum - hoffentlich bald mal wieder berechtigt. Daher gehe ich von seinem Sieg aus. Und dann sollte endlich Schluss mit der Fehde sein.
Vorfreude: *

 

Singles Match
Brock Lesnar vs. The Undertaker

Great_One: Vermutlich wird dieses Match der Main Event. Es könnte aber auch das Title vs Title Match im Main Event stehen. Je nachdem wie die WWE die Ausgänge der Matches plant.
Aus meiner Sicht darf der Undertaker hier nicht einfach seine Rache bekommen und gewinnen. Lesnar wird vermutlich noch öfter im Ring stehen als der Undertaker. Jetzt eine klare Niederlage von Lesnar gegen den Undertaker wäre aus meiner Sicht einfach verschwendet, da Lesnar besser einen neuen Star over bringen könnte. Sowieso kritisiere ich, dass Lesnar alles und jeden zerlegt, aber der Undertaker ist dann der einzige der eine Bedrohung für das Beast darstellt. Lässt alle anderen Wrestler des WWE Kaders der jüngeren Generation so gar nicht gut aussehen. Sollte der Undertaker gewinnen, dann denke ich nicht clean. Gibt genug Möglichkeiten. Eingriffe, Turns, Comebacks, etc. Alles Möglichkeiten dem Undertaker den Sieg zu geben, ohne dass Lesnar richtig schlecht aussieht. Zusätzlich könnte Lesnar dann eine neue Aufgabe haben, wenn jemand gegen ihn eingreift.
Vorfreude: ****

Jon Cross: Die für mich größte Überraschung ist, dass das Match überhaupt stattfindet. Das war angesichts des Gesundheitszustands von Mean Mark gar nicht mal so sicher. Aber offensichtlich war Stamford beim langfristigen Booken erfolgreich gewesen, denn das Streak-Ende kann so nicht unbeantwortet bleiben. Egal: es kam wie aus dem Nichts - und mehr hat es für den Aufbau im Grunde nicht gebraucht. Und mit genau den richtig gesetzten Stichen gegen den Bürgermeister von Suplex City wurde der Fehde genau das Leben für einen feuriges Re-Match eingehaucht. Heyman als verbales HB-Männchen war da noch der Zuckerguss. Das Match … ja, was soll / kann man da erwarten? Also bestimmt kein Technikfeuerwerk. Und beim Thema ultraharter Brawl habe ich angesichts Zustands vom Taker meine Bedenken. Das aber nur persönlicherseits - vom rein objektiven Sinn gehe ich nämlich davon aus, dass der Mann aus Death Valley es nochmal allen Kritikern und seiner persönlichen Nemesis zeigen wird. Und daher wird es hoffentlich kein DUD. Könnte nur dann sein, wenn sich jemand Drittes einmischt - was zu befürchten ist.
Vorfreude: ***3/4

 

WWE United States Championship & WWE World Heavyweight Championship Match
John Cena © vs. Seth Rollins ©

Great_One: Sollte dieses Match nicht das letzte Match der Show werden, und davon gehe ich aktuell eigentlich aus, dann wird es vermutlich recht schnell zu Ende sein. Ein schnelles Ende vermute ich allerdings nur, da ich nicht weiß wie fit John Cena nach seinem Nasenbruch ist und wie lange er durchhalten kann. Kann er ein problemlos ein richtiges Match bestreiten, so wird es gut und lang, doch ist es nicht im Main Event der Show, so gehe ich dennoch von einem DQ oder Count Out Finish aus. Entweder Rollins oder Cena geht als Doppel-Champion aus dem Match und im Falle von einem Sieg Cenas wäre es sogar der 16. Heavyweight Championship-Gewinn und er würde damit mit Ric Flair gleichziehen. Das zeigt die WWE doch nicht im Co-Main Event des Summerslam. Sollte sowas geplant sein, dann gehört so ein Match in den richtigen Main Event, doch bei dieser Show gehört dieser Spot wohl eher Lesnar und dem Undertaker. Daher vermute ich ein No Contest, DQ oder Count Out, damit das Match beim kommenden PPV wiederholt und richtig im Spotlight stehen kann.
So oder so: Sollte einer von beiden wirklich zum Doppel-Champion werden, so wäre ich für Seth Rollins. Sheamus casht dann seinen Money in the Bank Koffer ein, Rollins verliert seinen WWE World Heavyweight Championship und Rollins wäre nur noch United States Champion. Klar: Das kann man auch mit Cena so machen, aber dann hätte Cena eine 16. Titelregentschaft, die wie einige andere seiner Regentschaften, verdammt kurz gewesen wäre (Und einen Cena, der den Rekord von Flair bricht, brauche ich ehrlich gesagt auch nicht).
Vorfreude: ****

Jon Cross: Ich kann nicht wirklich von mir behaupten, dass ich dieses Match als (möglichen) Main Event sowohl erwartet als auch mir gewünscht habe. Aber im Grunde kamen wir nicht an dieser Begegnung vorbei - auch, weil die WWE es versäumt hat potentielle Alternativen entsprechend aufzubauen oder auf den gewünschten Level zu drücken. Nasen-Bruch hin oder her: jemand, der schon zum Rumble 2008 verfrüht zurückgekehrt ist, der wird sich von seinem eigenen verbogenen Zinken nicht abhalten lassen. Daher gehe ich von einem halbwegs regulären Match aus - eventuell wird es etwas anders gestaltet, um Face Bumps seitens FA abzuwenden. Wer gewinnt? Weiß der Deivel … da ist alles möglich. Klar, kann man ihn mit Naitch gleichziehen lassen, aber andererseits … ob die Spoiler stimmen? After - Slam - Werbung mit Rollins vs. Cena, dann ohne US-Gürtel? Also jobbt der Chaingang Soldier, denn eine Doppel-Titelschaft … das würde seinem Ego den Rest und den Smarks den Todesstoß geben. Schön wäre ein überraschender Screwjob oder ein Double - KO (wenn es denn für Cena möglich ist), damit beide sauber aus der Nummer rauskommen. Dann könnte der Fight auch bedenkenlos auf den Co-Mainer rutschen. Na egal: ein ansehnliches Match dürfte es allemal werden.
Vorfreude: ***1/4

 

Allgemein

Great_One: Der Summerslam lebt von den beiden Main Events. Aber dies ist nicht umbeding schlecht, da die Main Events ja auch den PPV verkaufen sollen. Zusätzlich kann man sich viel von Cesaro vs Kevin Owens erhoffen. Der Rest. Joa. Ist halt da. Ist aber nicht weltbewegendes wie ich finde.
Vorfreude: ***

Jon Cross: Ich hab mich immer gewundert, warum der SummerSlam als Sommer-Mania derart schwachbrüstig in der Card auftritt. Dieses Jahr haben wir nun die große Card - und dennoch wirkt es, als habe man bei manchem für eine halbwegs brauchbare Daseinsberechtigung gesucht. Das stellt aber zum Glück die Ausnahme dar, denn die bisherigen Ansetzungen passen wunderbar und sind auch entsprechend abgestimmt. Von daher … denke ich, dass es ganz unterhaltsam werden wird.
Vorfreude: ***

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