Simon Weimer

Simon Weimer

… prepare yourself for the next generation. WWEs offizieller Twitter-Account dient ja meistens nur der uninteressanten Bewerbung von Shows. Hin und wieder findet sich aber auch mal wieder eine Perle unter den Tweets:



Datum wäre also der morgige RAW-Montag. In dem Zusammenhang gab es auch vor kurzem einen Artikel auf WWE.com, der Neville, Zayn, Devitt, Steen & KEN... äh Itami als „Leader of the new school“ bezeichnete. Ich zweifle, dass irgendeiner dieser Herren einen großen Impact machen wird (ein zweites The Shield wird uns wohl nicht bevorstehen), aber ich kann mir nach den letzten Meldungen gut vorstellen, dass man ein wenig bei NXT plündert.

Denn angeblich soll man nun endlich gemerkt haben, dass man unter Rosterdichte leidet, sobald es in Richtung Main Event geht. Da kann ich mir gut vorstellen, dass der ein oder andere Midcarder in den nächsten Monaten mehr Rampenlicht bekommt und Zayn & Co. dafür hin und die wieder die Lückenfüller spielen dürfen. Ich halte es auch nicht für umnöglich, dass einer von ihnen kurzfristig rekrutiert wird, um einen Midcard-Titel zu gewinnen.

Es ist schon verdammt lange, dass WWE es einmal geschafft hat, aus einer Not eine Tugend zu machen. Die aktuelle Situation wäre wieder mal die perfekte Gelegenheit für so etwas.

Nach dem Motto von Austin Aries handelten diese Woche auch die NXT-Talente, die einen Event namens „Takeover 2“ hingelegt haben, der PPV-mäßig vieles von WWE in den Schatten stellt. Neben ein paar Squashes gab es einen kurzweiligen Opener, ein Damenmatch, das mehr als fünf Minuten bekam und einen Main Event der einfach fesselte, selbst wenn man die Vorgeschichte nicht kannte.

Was den Event besser gemacht hat, als den Durchschnitts-WWE-PPV waren nichtmal die Talente an sich, sondern viel mehr die kreativen Belange. Klare Face-Heel-Verteilung, ordentliches Selling der Faces, keine Übermacht der Guten, auch mal cleane Siege für Heels und Stories, die sich konsequent durch ein komplettes Match ziehen.

In den großen Shows bekommt man wenn überhaupt nur Bruchteile von diesem eigentlich kleinen Einmaleins des Pro Wrestling zu sehen, und dann auch nur im Main Event. Besonders hervorzuheben ist hier auch noch einmal das Damenmatch. Charlotte hat die arrogante Diva einfach drauf und auch Bailey spielte ihren Part als naive Newcomerin perfekt. Sehr, sehr geiles Finish, als die beiden kurz vor Charlottes Finisher noch einmal Todesblicke austeilten.

Das Internet beschwert sich ja gerne über Sami Zayns Fehlen in den Hauptshows. Ich weiß nicht... seit Hunter an der Macht ist, traue ich WWE wieder ein bisschen Weitsicht zu und ich halte es gar nicht mal für unwahrscheinlich, dass man in Zayn vielleicht die nächste Internet Sensation sieht. So wie Daniel Bryans „Slow Burn“, nur eben von wesentlich längerer Hand geplant. Sein Gimmick des nie aufgebenden Faces funktioniert bislang ja überragend und wurde mit dem Finish des Fatal-4Way gut weiter geführt. Ich hoffe, man schafft es letztendlich auch, ihn so in den Hauptshows zu präsentieren.

Letzten Montag wunderte ich mich noch über die Ankündigung für Jerry Springer diese Woche bei RAW (nicht böse sein, aber ich war mir nichtmal sicher, ob der nicht schon den Weg in die Gruft angetreten hat), da klärt mich Heelbook heute Abend nochmal schnell auf: Am Montag herrscht wieder Rating-Konkurrenz von der NFL.

Richtig gelesen. Jerry Srpinger soll den Ratings auf die Sprünge helfen. Hulk Hogan schafft es nicht, Shawn Michaels schafft es nicht, Aaron Paul schafft es nicht, aber der Altmeister der Talkshows wird vermutlich mit einer gescheiterten Versöhnung zwischen Brie und Nikki Bella inklusive „versehentlichem“ Nippelgate alles richten.

Kann mal bitte jemand das Karussell anhalten? Nachdem WWE im vergangenen Jahr eigentlich auf einem ganz guten Weg war, drehen wir uns die letzten Wochen wieder nur im Kreis. Die Midcard liefert solide Unterhaltung, doch der Main Event läuft und läuft und läuft wie ein Duracell-Hase, dem schon die Batteriesuppe aus dem Rücken läuft.

Ich mag nicht. Das Internet mag nicht mehr. Roddy, sag du uns, sollte sich die WWE mit uns anlegen?

… 702 hibibibibibibi. Verstanden? Nein? Gut, dann einmal hier anschauen:



Wenn ihr über den Lachflash hinweg seit, unterhalten wir uns ein bisschen über TNA. Es kommt mir ein wenig so vor, als würden Gaburick, Carter & Co. wie Niles Standish selbst im Writingroom sitzen und Smarks mit Telefonstreichen bombardieren.

Zuerst leiern wir eine Zusammenarbeit mit Wrestle-1 an und dann hibibibibi. Anschließend machen wir Eric Young zum Champ, der letztendlich hibibibibi. Wir stellen die Wolves ein, machen sie zu Tag Team Champs und geben ihnen danach einen riesen hibibibibi. Und am Ende pushen wir Austin Aries mit Option C nochmal in den Main Event um schließlich hibibibibibi.

Was soll der scheiß? Jede Woche muss man total gezwungen ein (auf dem Papier) Match of the Year raushauen. Nichts davon hat irgendeine Bedeutung, weil auf nichts hingearbeitet wird. Ein Typ greift in ein Match ein, die Kontrahenten liefern sich zwei Wochen inhaltsleere Promo und bumm – ab in den Steel Cage. Wer interessiert für den Käfig? Niemand!

Wehe, wenn sich nochmal jemand über WWE und ihre Booking-Methoden beschwert (okay, werde ich vermutlich nächste Woche wieder selbst tun...).

Du bist viel zu verkopft. Du bist zynisch. Du bist nostalgisch. Du bist ein Troll. Du bist Teil des YES-Movements. Du bist der Typ mit dem „Cena sucks“-Schild. Du bist Wrestlingfan. Du bist Smartmark.

Das T-Bone Topic steht heute ganz im Zeichen der behämmerten „Du bist Deutschland“ Kampagne. Das Internet hat zweifelsohne seinen Einfluss auf die Unterhaltungsindustrie. Über die Jahre hat es diversen Fangruppen tatsächlich ein Stück weit Macht beschert, das geliefert zu bekommen, was sie wollen. Oder glaubt ihr ernsthaft, eine Serie wie Breaking Bad hätte ohne das Internet mit seinem Sendeplatz auf ARTE eine derartige Popularität erreicht?

Die Wrestling-Fangemeinde hinkte da jahrelang ein wenig hinterher, aber langsam finden auch wir heraus, wie das ganze läuft mit Conventions organisieren und sogar Einfluss auf's Programm nehmen. Ring of Honor war die erste Ausgeburt der Hölle, von einem McMahon'schen Standpunkt aus gesehen. Und allerspätestens mit dem YES-Movement sind wir auch in der WWE angekommen.

Mit Hunters schleichender Machtübernahme werden die WWE und das Internet langsam miteinander warm. Sicher gibt es da auch noch Verbesserungsbedarf (jede Woche die IWC trollen ist dann doch ein bisschen zu viel des guten), aber schaut man sich mal die vergangenen fünf Jahre an, ist WWE zurzeit schon auf einem sehr guten Kurs. Daran sind wir nicht unschuldig.

Zum Schluss feiern uns einfach mal selbst und stellen unsere Kreativität heraus, die die Kreativität des Writingsteams nicht selten in den Schatten stellt:

… Jeden Tag und jede Nacht hat es geknallt,
Wir sind dem Teufel mehr als einmal entkommen,
Du weißt ja, nur die Besten werden alt.

Ja, mit ihrem neuesten lyrischen Erguss beschreiben J.B.O. ganz gut Brock Lesnars Werdegang vom UFC Fighter zum... neuen WWE Champ? Auch das T-Bone Topic kann sich dem Summerslam Special nicht entziehen und was soll ich sagen... freue ich mich auf den Slam? Mal schauen, widmen wir uns erstmal dem Müll:

Zwei bescheuerte Stipulationen (Swagger vs. Rusev und Ambrose vs. Rollins), Altrocker vs. Hinterwäldler, das weit hinter den Erwartungen zurück bleibt und ein Catfight mit zwei Non-Wrestlern. Die Midcard Titelmatches können mit genug Zeit dafür sehr interessant werden und haben einen verhältnismäßig guten Aufbau erhalten. Orton vs. Reigns gibt einen guten Co-ME ab.

Aber zum Match, das den PPV verkaufen soll: Ganz Internet regt sich über den kommenden Teilzeitchamp Brrrrock Lesssnar auf. Ganz Internet? Nein. In einem kleinen Dorf in Oklahoma sitzt ein fetter Südstaatler, der eine sehr unpopuläre Meinung verbreitet und auf den Namen Jim Ross hört.

Ross vergleicht einen möglichen Titelrun Lesnars mit der Zeit der Territorien, als der Titel noch etwas wirklich Besonderes war und nicht im TV, sondern wirklich nur bei Großveranstaltungen und Specials verteidigt wurde. JR meint, er sehe kein Problem darin, Lesnar den Titel beim Summerslam zu geben und ihn bis WrestleMania halten zu lassen. Währenddessen solle Heyman ihn in den Shows präsent halten.

Je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir die Idee. Jede Woche Heyman im Fokus? Aufwertung des Titels? Über ein halbes Jahr kein Cena als Champ? Welcher Fan würde sich da bitte beschweren?

... und die beiden Wurstzipfel, die dieses ungenießbare Fleischerprodukt namens SmackDown gerade zusammenhalten, heißen Seth Rollins und Dean Amrbose. Die beiden liefern seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder einen Grund, regelmäßig Freitagabends Wrestling zu schauen.

Wie läuft denn so eine WWE-Woche normalerweise ab? Wir haben RAW mit dem obligatorischen Opening der Authority, wahlweise auch mal John Cena. Dort wird der Main Event oder der Opener festgesetzt und das Network beworben. Dann geht's mit irgendeinem Match inkl. Run In weiter, das irgendeine Midcard-Fehde pushen soll - was in der Werbepause passierte, kann man sich natürlich exklusiv auf der WWE App anschauen.

Anschließend wird irgendein halbwegs großer Act in der Midcard verfeuert, während uns Cole vorrechnet, wie viel man mit dem Network doch gegenüber eines normaler PPV-Kaufs spart. Vor dem Main Event folgt dann Lückenfüller auf Lückenfüller, was die Kommentatoren so sehr zur Bewerbung unnützer Spielerein benutzen, dass man ihnen eben jene am liebsten anal einführen würde - unsanft.

Nach dieser Tortur tut man sich SmackDown gar nicht mehr an, da es bei RAW wenigstens Storyfortsetzungen gibt, die bei SD wegfallen. Doch Ambrose und Rollins warten in jeder Show immer wieder mit sehenswerten Segmenten auf. Auch wenn die Stipulation der beiden für Sonntag sicherlich noch ausbaufähig ist, eine super Erklärung hat Ambrose dazu geliefert. Mit Abstand die aktuell intressanteste Fehde.

So oder so so ähnlich könnte in nicht allzu ferner Zukunft eine Unterhaltung zwischen zwei Wrestlingfans aussehen. Der ehemalige WCW Superstar steht damit mit so illustren Namen wie Hulk Hogan, Chyna, X-Pac und Mickie James in einer Reihe. Mit einem Unterschied: Im Gegensatz zu seinen Kollegen sieht er (vielleicht abgesehen von Mickie James) auch tatsächlich wie ein Pornodarsteller aus.

 summer-psychodad

Wir schreiben Dienstag, den 01. Juli 2014. Während ihr das hier lest, lässt sich der Autor dieses Textes vermutlich gerade am finnischen Meerbusen die Sonne auf die Plauze scheinen. Aber genug der grafischen Darstellung meines Privatlebens, viel wichtiger ist doch: Heute vor zwei Jahren erblickte Clothesline.eu das Licht der Welt.

t-bone-topic

… and I am the one behind Option C. Als hätten sich WWE und TNA diese Woche abgesprochen, haben sie beide gezeigt, wie einfach es ist, in ein paar Minuten einen grandiosen Aufbau für ein Titelmatch zu liefern. Dazu braucht es nicht einmal übermäßig viel Vorarbeit. Du brauchst keinen gut aufgebauten Titel oder einen interessanten Champion. Du brauchst einen glaubwürdigen Herausforderer und ein Mic.

 

t-bone-topic

You don't piss in the wind, you don't stab your brothers in the back and you don't ever make your next big thing the champ if he's not ready.“ So oder so ähnlich würde Roman Reigns vermutlich seine aktuelle Situation beschreiben. Seit gestern geistert das Gerücht eines Titelwechsels beim heutigen Pay Per View durch die Dirtsheets.

 

t-bone-topic

Das sagte einst die großartige Tabitha St. Germain. Und das wäre auch die vermutlich naheliegendste Lösung für TNA, wenn man schon auf Biegen und Brechen kein ernsthaft gutes Produkt abliefern will. Doch man scheitert selbst daran, sich der eigenen Idiotie zu stellen. Ich meine, die Menagerie? Was soll das? Insane Clown Posse für Arme?

 

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… it's a personal journey, it's an entry way into the hearts, minds and souls of the people involved in the world of professional wrestling. Mit diesen Worten eröffnet Colt Cabana jede Ausgabe seines Art of Wrestling Podcast. Und jedes Mal, wenn er seinen eigenen Merchandise-Shop bewirbt, benutzt er ein Wort, das mir vor kurzem erst hängen geblieben ist: Support.

 

t-bone-topic

In einer meiner früheren Kolumnen hatte ich schonmal Bezug auf das Kayfabe im Alltag genommen. Heute will ich den Spieß umdrehen: Heute soll der Fokus nicht auf der Schauspielerei, sondern auf den echten Momenten liegen. Wrestling hat sich im Laufe der Jahrzehnte kaum verändert – die Welt um Wrestling herum dafür umso mehr.

 

t-bone-topic

Warum hat man bei euch vor Monaten noch großartig mit einer neuen Ausrichtung geworben und plötzlich ist das alles verstummt? Warum machst du einen Fleischklops zum Champion, der ein Mouthpiece braucht, das sich dann auch noch verhaspelt? Und warum zur Hölle müssen zwei von vier Workern, die überhaupt noch irgendeine Reaktion ziehen nach nicht einmal der Hälfte der Show die Halle verlassen?

t-bone-topic

Dean Ambrose. Es sind Typen wie Dean Ambrose, für die man hin und wieder doch gerne WWE einschaltet. Für Promos wie die vom letzten RAW:

standpunkt

... I didn't end up doing. Cause once you do that your credibility is ruined." Wahre Worte von Jake The Snake Roberts, die wieder mal aktueller denn je zuvor sind. Es geht natürlich um das große Thema der Woche: Der Heelturn von Seth Rollins und der damit einhergehende Split von The Shield.

standpunkt

Ein Satz, den Colt Cabana als Abschiedsgeschenk von Jim Cornette zu seinem Karriereende bei ROH überreicht bekam. Da mir die großen Ligen weiterhin  aktuelle Themen verweigern, philosophieren wir eben ein wenig über die unendliche Weisheit des Mannes mit dem Tennisschläger. Lässt sich das so einfach sagen?

standpunkt

Kommt es mir nur so vor, oder befinden sich unsere beiden großen Ligen gerade in einem Sommerloch? Weder WWE und schon gar nicht TNA bieten im Moment irgendetwas, was auch nur im Ansatz Gesprächsstoff bieten würde.

standpunkt

Als ich mir diese Woche ein T-Bone Topic raussuchen wollte, fiel mir auf: Weder TNA, noch WWE haben mir diese Woche ein Thema geliefert. Außerdem ist heute mein Geburtstag und ich habe komplett vergessen, mir ein Geschenk zu besorgen. Daher ist das heutige T-Bone Topic ein Geschenk an mich. Das größte Geschenk, das man einem Wrestlingfan machen kann: Nostalgie.

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