WrestleMania 2017

WrestleMania 2017 (28)

Natürlich wurde noch nichts offiziell bekanntgegeben. Das würde auch gar nicht passen. Der zeremonielle Abgang des Undertakers nach seiner Niederlage gegen Roman Reigns war aber eindeutig. Bei WWE WrestleMania 33 haben wir das letzte Match des Undertakers gesehen. Wie er seine Handschuhe auszog, seinen Mantel, seinen Hut abnahm und in die Mitte des Rings legte, ehe er eine Ehrenrunde drehte, seine Frau küsste und durch die Rampe verschwand, ließ keine Zweifel offen. Die Karriere des Undertakers ist vorbei. In den sozialen Medien heißt es daher: Thank you, Taker. Eine Auswahl an Reaktionen.

Montag, 03 April 2017 11:38

WWE WrestleMania 33 – Achterbahn... der Emotionen

geschrieben von

Wochenlang hat uns die WWE den „Ultimate Thrill-Ride“ versprochen und ist nie müde geworden, den nervigen Slogan von WrestleMania 33 zu wiederholen. Und was soll ich sagen? WrestleMania 33 war tatsächlich eine Achterbahnfahrt... der Emotionen. Unter dem Strich steht eine höchst denkwürdige Show – mit viel gutem Wrestling, einer ganz fetten Überraschung und einem historischen Finale. Erste Gedanken zu jedem Match kurz nach Ende der Show.

Montag, 03 April 2017 04:53

WWE WrestleMania 33: Die Ergebnisse

geschrieben von

Es handelt sich um das größte Event im Wrestling: WrestleMania. In diesem Jahr kam es bei WrestleMania 33 im Camping World Stadium in Orlando, FL zu folgenden Ergebnissen:

Montag, 03 April 2017 04:53

WWE WrestleMania 33: Bericht & Bewertung

geschrieben von

WWE WrestleMania 33 vom 02.04.2017 aus dem Camping World Stadium in Orlando, FL

So. Es ist 23 Uhr. der Kaffee ist gekocht. Inklusive der Pre-Show stehen uns sieben Stunden Wrestling bevor. Morgen ist ein normaler Werktag. Was kann schon schiefgehen?

Sonntag, 02 April 2017 13:06

Spoiler: Geleakter WrestleMania-Bericht aus Omboorc, UF

geschrieben von

Soeben wurde Clothesline.eu ein exklusives Dokument von einer anoymen Quelle zugespielt. Wer also wissen möchte, welches Match heute Abend letztendlich den Main Event stellen darf, wie die Fantasy Warfare ausgeht und ob sich Seth Rollins einen Kreuzbandriss holt, der sollte hier lieber nicht weiterlesen.

"Welcome to WrestleMania, today we write history!"

In gewohnt großspuriger Manier begrüßt uns Lilian Garcia zu WrestleMania 33. Zum in ersten mal in seiner langjährigen Geschichte wird "America the beautiful" von einem Duett vorgetragen. Sie stellt uns die Interpreten vor, zwei alte Rivalen: Vince McMahon und Donald Trump. Als die beiden losschmettern, verlassen die Zuschauer in den cheap seats fluchtartig die Arena. Die armen Teufel ringside hingegen haben zu viel für ihr Ticket bezahlt, als dass es sich nicht lohnen würde, einen Hörsturz in Kauf zu nehmen. Während Trumps auf dem Kopf festgetackertes Frettchen verzweifelt versucht, sich die Pulsadern aufzuschneiden, kommt Mr. America heraus, um die Patrioten-Party perfekt zu machen.

Er gesellt sich zu Vince & Donald ans Mikrofon und gerade, als die drei zum großen Finale ansetzen wollen, schlägt er die Köpfe von McMahon & Trump zusammen. Beide torkeln etwas benommen über die Bühne und müssen jeweils einen Brainbuster einstecken. Mr. America schnappt sich das Mic.

"What is the fate of WWE? Well tonight, we'll all find out. Because the fate, the very fate of WWE is in our hands now!"

Andre the Giant Memorial Battle Royal

Nach diesem Schocker soll uns ein Videoclip auf die Battle Royal einstimmen. Als alle Teilnehmer im Ring sind, ertönt die Musik von Stephanie McMahon. Die Women's Revolution gehe hier und jetzt weiter - mit dem heißesten Free Agent auf dem Markt. Eva Marie! Bei ihrem Entrance ist ebenfalls das Kommentatorenpult im Bild, das zu "schweben" scheint. Ein Indiz dafür, dass Corey Graves unter akutem Geschlechtsverkehrsentzug leidet.

Eva schafft es tatsächlich unter die letzten Beiden, zusammen mit Braun Strowman. In bester Beth-Phoenix-Manier befördert sie ihn mit einem Kuss über das oberste Seil und gewinnt das Ding. Der Kommentatorentisch wippt mehrmals auf und ab, bevor er zum Stillstand kommt. "Ewwww, Corey!", platzt es aus Michael Cole heraus. In den Smark-Wohnzimmern der Nation hingegen herrscht Aufatmen, denn nun wissen wir: Diese Frau wird in der WWE garantiert keine Karriere machen.

Sieger via Stipulation: Eva Marie

RAW Tag Team Championship
Triple Threat Ladder Match
Luke Gallows & Karl Anderson (c) vs. Enzo Amore & Big Cass vs. Cesaro & Sheamus

Es geht nahtlos weiter mit den Tag Teams. Enzo & Cass nutzen Graves' kleine Atempause, um ungestört ihren Entrance zu vollführen. Ihnen folgen vier recht namenlose Gestalten, die man unter dem Überbegriff "Cuppa Haters" zusammenfassen könnte. Das Match verläuft hauptsächlich zwischen Sheamus/Cesaro und SAWFT, während sich The Club darauf beschränkt, Teams, die die Leiter erklimmen wollen, daran zu hindern. Letztendlich werden die beiden aber von Sheamus und Cesaro attackiert und den Uppercut Train rollt. Ceasro mäht alles nieder, bevor er von Cass mit einer Clothesline unsanft mit auf den Hallenboden genommen wird.

Als alle am Boden liegen, erscheinen plötzlich zwei Mr. Americas. Sie erklimmen die Leiter, schnappen sich die Titel und verschwinden wieder Backstage. Für zufriedenstellende Enden von Matches war WM ja auch noch nie bekannt...

No Contest

RAW Women's Championship
Fatal Four Way Elimination Match
Bayley (c) vs. Charlotte vs. Sasha Banks vs. Nia Jax

Das einigermaßen verwirrte/angepisste Publikum wird nun versucht, mit Hug Life besänftigt zu werden. Nach ca. 10 Minuten geht Jax die Puste aus und sie beginnt abseits des Rings zu "sellen". Es ertönen erste "Jax is sleeping"-Chants. Währenddessen arbeiten Bayley und Banks gegen Charlotte zusammen. Letztere muss den Bayley to Belly einstecken, bevor Banks die Gunst der Stunde nutzt und Bayley in die das Bank Statement nimmt. Die kann nur noch abklopfen. Dann geht es gleich weiter mit der geschwächten Charlotte - auch sie muss sich dem Bank Statement geschlagen geben.  Sasha schnappt sich Coles Wasserflasche und kippt sie Nia über den Kopf, um sie aufzuwecken. Sie verfrachtet sie in den Ring, wo sie Jax im Bank Statement bis zur Bewusstlosigkeit würgt. Michael Cole fügt an, dass es für Jax heute, anders als für Corey Graves, kein Happy End gebe.

Sieger via Submission: Sasha Banks
Titelwechsel!

Schauplatzwechsel: Es wird zu einer Kamera auf dem Parkplatz geschaltet, wo gerade eine Limousine anrollt. Sie transportiert einen offensichtlich sehr gut gelaunten Triple H, der von einem noch besser gelaunten Samoa Joe mit einer dicken Umarmung und einem "How are you doing?" begrüßt wird. "I'm great, man!", meint Hunter. Joe löst die Umarmung, tätschelt ihn freundschaftlich in den Nacken und... befördert seinen Kopf schließlich durch das Limousinenfenster! Er schnappt sich eine Eisenstange und bearbeitet damit Hunters Beine, bevor er ihn auf das Dach der Limousine zerrt. Dort setzt es einen Muscle Buster und zum krönenden Abschluss den Coquina Clutch.

Ein sichtlich geschockter Michael Cole lässt uns wissen, dass wir im Laufe des Abends einige Updates zu Hunters Gesundheitszustand erhalten werden. Doch nun habe SmackDown GM Daniel Bryan erst einmal eine Ankündigung für uns. Bryan erklärt uns, um zu gewährleiten, dass SmackDown das "Land Of Opportunity" bleibt, müsse es sich einigen Umstrukturierungen unterziehen. Es sei das letzte mal, dass ein SmackDown Titel nicht bei WrestleMania verteidigt wird (Tag Team Championship). Ab sofort gebe es bei SmackDown einen Titel weniger. Der IC- und WWE Title werden vereinigt und durch den alten World Heavyweight Championship repräsentiert. Und eine Gelegenheit, sich diesen prestigeträchtigen Gürtel unter den Nagel zu reißen, bekommt heute jeder, der eigentlich in einem Titelmätch gestanden hätte.

World Heavyweight Championship
Fatal Four Way Match
Bray Wyatt vs. Randy Orton vs. Dean Ambrose vs. Baron Corbin

Als alle vier im Ring angekommen sind, will Bray sofort auf Orton losgehen, doch der rollt sich aus dem Ring und zaubert eine Urne unter dem Ring hervor. Wyatt krümmt sich vor Schmerzen auf dem Boden, genau wie die "Bullshit" chantenden Fans auf den Rängen. Corbin und Ambrose brawlen derweil im Ring, bis Ambrose schließlich die Oberhand und seinen zweiten World Heavyweight Championship mit dem Dirty Deeds gewinnen kann.

Sieger via Pinfall: Dean Ambrose
Titelwechsel!

Cruiserweight Championship
Neville (c) vs. Austin Aries

Die Fans, die die Urnenszene nicht mitbekommen haben und sich rechtzeitig in die Pinkelpause retten konnten, kommen rechtzeitig zum Ringgong des Cruiserweight-Krachers wieder an ihrem Platz an. Nach umjubelten 25 Minuten mit jeder Menge "This is awesome"-Chants geht der Titel an Aries. Sein selbsticheres Grinsen ist das Letzte, was viele Fans sehen - denn sie wissen, was jetzt noch auf der Card steht und die Einschaltquote des Networks reduziert sich drastisch um 73%.

Sieger via Pinfall: Austin Aries
Titelwechsel!

Roman Reigns vs. The Undertaker

Als Roman im Ring steht, geht das Licht aus und die Druiden versammeln sich auf der Rampe - allerdings ohne den Taker. Der steht, als das Licht ausgeht, bereit hinter Reigns. Kick in die Magengrube, Tombstone, 1...2...3! Die Crowd dankt es ihm mit "Thank you, Taker!"-Chants.

Sieger via Pinfall: The Undertaker

United States Championship
Chris Jericho (c) vs. Kevin Owens

Ohne Verschnaufpause geht es weiter mit einem großartigen Videopackage zum US Title Match. Als sich die beiden im Ring befinden, beginnt Owens sofort mit seinen Kopfspielchen. Sie scheinen zu funktionieren, bringen Y2J völlig aus dem Kontext und die Pop-Up Powerbomb sichert Owens den Sieg. Er hält seinen linken Zeigefinger in die Luft. "That's one!", kann man an seinen Lippen ablesen.

Sieger via Pinfall: Kevin Owens
Titelwechsel!

Auf dem Titantron sehen wir Mr. America. Er wendet sich mit einer kurzen, kryptischen Botschaft ans Publikum.

"You have to grab your competition by its throat and you have to squeeze the life out of it!"

AJ Styles vs. Shane McMahon

Als beide im Ring angekommen sind, lassen sie dem Ringrichter nicht einmal Zeit, das Match anzuläuten und gehen sofort aufeinander los. Styles kann zunächst die Oberhand gewinnen, bevor er von Shane ausgekontert und auf dem Kommentatorentisch drapiert wird. Shane zeigt den Flying Elbow - jedoch ins Leere, Styles kann sich rechtzeitig aufraffen. Anschließend muss auch der deutsche Kommentatorentisch dran glauben, als Shane mit einem Styles Clash unsanft auf den Hallenboden befördert wird. Zu guter Letzt muss Shane im Calf Crusher abklopfen.

Der strahlende Sieger lässt nach kurzer Zeit den verwundeten McMahon im Ring zurück, als die beiden Mr. Americas mit Stühlen bewaffnet durch die Zuschauerränge den Ring stürmen. Sie prügeln wie wild auf den SmackDown General Manager ein und schleppen den blutenden McMahon schließlich Richtung Backstage-Bereich.

Sieger via Submission: AJ Styles

Mixed Tag Team Match
John Cena & Nikki Bella vs. The Miz & Maryse

Your time is up - my time is now. Und jetzt ist es offensichtlich time für John Cena... oder aber für The Miz und seine Schnepfe, die ihren Entrance in voller Cena-Verkleidung zu seinem Themesong vollführen. Cena und Nikki kommen direkt hinterher und hauen sie auf dem Weg zum Ring um. Im Ring angekommen, schafft es Maryse, einen Backstabber zu laden - sie drückt ihre Knie so weit in Nikkis Rücken, dass ihre Brustimplantate vorne herausplatzen. Sie fliegen im hohen Bogen über den Citrus Bowl, wo sie von zwei Tauben abgefangen werden, die sich daran verschlucken und langsam verenden. Daniel Bryan kündigt umgehend und bereitet gemeinsam mit PETA eine Klage gegen WWE vor. Im Ring turnt Maryse derweil gegen Miz  und Cena gewinnt mit dem AA. Maryse versucht ihn zu küssen und Cena nimmt dankend an - er braucht schließlich eine Freundin mit zwei funktionierenden Brüsten.

Fazit: Eine Scheidung, eine gescheiterte nicht-Ehe, eine Klage und zwei tote Tauben. Außerdem vermutlich nie wieder ein Mixed Tag Match bei einer WrestleMania, nachdem Vince das alles auf der nächsten Aktionärsversammlung erklären muss.

Sieger via Pinfall: John Cena, Maryse & Nikki Bellas Implantate

Anschließend sehen wir Michael Cole mit ernster Mine. Er erinnert uns daran, dass Nikki Bella nicht die Einzige sei, die am heutigen Abend eine schwere Verletzung erlitten habe. Wir sehen erneut die Szenen von Joes Attacke gegen Triple H. Leider habe man immer noch keine Rückmeldung aus dem Krankenhaus. Daher geht es jetzt erst einmal weiter mit dem "Ultimate Price for a WWE Superstar". Dem Universal Championship.

Universal Championship
Goldberg (c) vs. Brock Lesnar

Nach dem epischen Videopackage vollführen die epischen Kontrahenten ihre epischen Einzüge mit ihren epischen Themes und der epischen Ansage von Lilian Garcia. Doch kurz bevor der epische Ringrichter das epische Match anläuten will, hören wir Kevin Owens' Musik. Eigentlich hätte ihm ja ein 1on1 Match um den Titel zugestanden, aber er sei da nochmal in sich gegangen... er habe bereits einen Titel gewonnen und wolle sich heute Abend ein Vermächtnis setzen. Er habe sich mit Stephanie unterhalten und... "You know what? Screw it, I don't have to explain myself. I'll handle you two clowns all by myself!"

Universal Championship
Triple Threat Match
Goldberg (c) vs. Brock Lesnar vs. Kevin Owens

Gleich als KO den Ring betritt, will Goldberg ihn mit einem Spear begrüßen. KO weicht jedoch aus und erneut muss Lesnar den Move fressen. Owens nutzt die Gunst der Stunde und flieht. Goldberg jagt ihn um den Ring, bis eine Hand unter dem Apron hervor kommt, ihn am Fuß zieht und er auf die Schnauze fällt. Zwei Gestalten krabbeln unter dem Ring hervor... es sind die beiden Mr. Americas. Sie prügeln auf Goldberg ein. Im Ring schlatet KO blitzschnell und verpasst Lesnar die Pop-Up Powerbomb, bevor er sich sammeln kann. Die Mr. Americas schieben Goldberg in den Ring. Der Eine steigt aufs oberste Ringseil und Lesnar muss eine Swanton Bomb einstecken. Der andere nähert sich Goldberg von hinten und... Twist of Fate! Es folgt die epische Demaskierung. Die Hardy Boyz sind zurück! Sie stapeln Lesnar und Goldberg aufeinander, KO covert, 1...2...3!

Sieger via Pinfall: Kevin Owens
Titelwechsel!

Owens feiert ausgelassen mit den Hardyz, bevor sich Mr. America Nummer drei - der, der zu Beginn Trump & McMahon niedergestreckt hatte - dazu gesellt.

"I don't like to repeat myself, but as I said on RAW: If you wanna make a statement, you find the toughest man in the room, you walk up to him, and you punch him in the face."

Die nächste Demaskierung: Austin Aries!

"We've been hearing the rumors for months. WWE is gonna buy Ring Of Honor. Now we're here to make a statement. We're not gonna stand by and watch you destroying the place that made us, like you did with ECW. And if you won't listen to us, then I have a surprise for you... or two..."

Die Hardyz laufen Richtung Backstage-Bereich, um Samoa Joe und Seth Rollins zu helfen, die verwundeten Triple H und Shane McMahon zum Ring zu schleppen.

"We have the gold of RAW and the power of RAW and SmackDown. Maybe you'll listen to us now. You wanna buy our home? You wanna make us curtain jerkers for a WrestleMania headlined by these two clowns? Well, guess what?! Fuck you, fuck PG and fuck guys 15 years past their prime!"

Brock Lesnar vs. Bill Goldberg heißt der Main Event bei WWE WrestleMania 33. Es wird die Fortsetzung von einem der schlechtesten WrestleMania-Matches aller Zeiten. Ihr Duell bei WrestleMania 20 kam einer Arbeitsverweigerung gleich, die Fans hassten es.

To sell out [coll.] [to betray] – Verrat begehen. To sell out [idiom] – Sich selbst untreu werden [um Geld oder Vorteile zu erlangen]. So steht es in einem Online-Deutsch-Englisch-Wörterbuch, so kann man sich am einfachsten übersetzen, was es heißt, wenn der Vorwurf „You sold out!“ fällt. Wrestling-Fans skandieren das gerne. Meist nach einer hinterhältigen Attacke unter Freunden, um selber voran zu kommen.

„You sold out!“, riefen die Wrestling-Zuschauer auch bei WWE WrestleMania 20 im Jahr 2004. Dort war es allerdings etwas anders. Dort trugen die Fans den Satz mit Inbrunst vor, noch bevor ein Kampf überhaupt angefangen hatte. Denn das Publikum hatte mal so überhaupt keine Lust auf das Duell zwischen Brock Lesnar und Bill Goldberg. Genauso wie die beiden Protagonisten – wie sich kurz darauf herausstellen sollte.

Was war los? Die Fans im als kritisch bekannten New Yorker Madison Square Garden wussten, dass Goldberg und Brock Lesnar beide die WWE verlassen würden, mit einem Fuß schon aus der Tür waren und nur noch WrestleMania hinter sich bringen mussten. Sie wussten, dass Lesnar und Goldberg selbst ohne jede Motivation in das Match gingen und sich lieber heute als morgen neuen Projekten widmen wollten.

Zwei, die das Wrestling nicht lieben

Brock Lesnar war ein Senkrechtstarter der Wrestling-Szene, ein Modellathlet, ein Muskelberg, ein Monster von einem Mann. Die WWE ließ ihn die größten Superstars zerstören, ob Hulk Hogan, The Rock oder den Undertaker, kürte ihn nur Monate nach seinem Debüt im Alter von 23 Jahren zum jüngsten WWE Champion der Geschichte und ließ ihn gleich bei seinem WrestleMania-Debüt im Jahr 2003 den Main Event gewinnen. Die WWE ließ ihr „Next Big Thing“ so steil aufsteigen wie noch niemandem zuvor – und auch niemanden mehr danach. Denn Brock Lesnar sollte der WWE eine Warnung sein.

Mit Brock Lesnar gab es nämlich ein Problem. Er war nie mit vollem Herzen Wrestler. Außerdem hatte er alle Ziele, die er erreichen kann, innerhalb kürzester Zeit erreicht. Keine zwei Jahre nach seinem Debüt verließ der Eigenbrötler die WWE, um eine Football-Karriere in der NFL zu starten. Das sollte zwar voll in die Hose gehen, den Schritt nahm ihm aber die WWE übel, das nahmen ihm auch die Fans übel, nachdem sie Wind davon bekommen hatten. Das war kurz vor WrestleMania 20.

Bei Goldberg war die Situation klarer. Es war bekannt, dass er gehen würde. Ein Mann, der die umgekehrte Karriere machte – vom Footballer zum Wrestler –, bei WCW mit vielen kurzen, aggressiven Matches zum Megastar aufstieg und mit Verspätung in der WWE ankam. Auch ein Mann, der sich auch nie mit Leib und Seele dem Wrestling verschrieben hatte. Bereits im Vorfeld von WrestleMania 20 fuhr Goldberg einen reduzierten Tourplan, konnte das geplante Match gegen Brock Lesnar kaum mit aufbauen und bewerben. Goldberg war noch nicht einmal ein Jahr in der WWE, wollte aber nur noch raus aus dem Wrestling-Business. Anschließend sollte er Filme drehen, Mixed-Martial-Arts kommentieren, dies und das machen.

Buhen hilft gegen das Einschlafen

Da standen sie also noch ein letztes Mal im Wrestling-Ring, Brock Lesnar und Goldberg, am 14. März 2004, mitten im Madison Square Garden, bei der großen Jubiläums-WrestleMania, und die Zuschauer sangen „Na na na na, hey, hey, goodbye“, noch bevor die beiden Kontrahenten überhaupt aus ihren Ringecken gekommen waren. Wie sich herausstellte, sollten die Schritte der Wrestler in die Ringmitte fast das Aktivste sein, auf das sich die beiden lustlosen Wrestler einließen.

Mit unendlichen Collar-and-Elbow-Tie-ups schoben sich Goldberg und Brock Lesnar durch das Seilgeviert, streckten das Match mit ebenso ewigen Headlock-Sequenzen, rannten nur in die Seile, wenn es unbedingt sein musste. Wenn die Zuschauer nicht mit Skandieren und Buhen beschäftigt gewesen wären, wären sie wohl eingeschlafen.

Schluss aus, wir könn' nach Haus

Nach rund zehn Minuten Match-Zeit entschieden sich die beiden Fast-Ex-Wrestler, so langsam zum Ende zu kommen, ehe sie überhaupt richtig angefangen hatten. Wie aus dem Nichts verpasste Goldberg Brock Lesnar seinen berühmten Spear, dann zeigte Lesnar gegen Goldberg seinen F-5, ein bisschen künstliche Spannung musste wohl doch sein. Dann war Goldberg nochmal an der Reihe: Noch ein Spear, Jackhammer, Schluss, aus, wir könn' nach Haus.

Mittendrin gefangen in diesem Albtraum von einem Dream Match war Stone Cold Steve Austin, der den Special Guest Referee spielte. Wenigstens er gab den Fans anschließend noch einen einzigen Grund zum Jubeln: Stellvertretend für die Fans verpasste er Brock Lesnar und Goldberg jeweils einen Stunner und zeigte ihnen so symbolisch die Tür. Es sollte das letzte Mal für Jahre gewesen sein, dass man Brock Lesnar und Goldberg in der WWE zu sehen bekam.

2017 wird es nicht besser – nur kürzer

Sieben Jahre ließ Lesnar danach auf sein Comeback warten, Goldberg zwölfeinhalb. Jetzt treffen die Altgewordenen wieder aufeinander. In einem Programm, das in den Main Event bei WrestleMania 33 mündet. Es ist die zweite Chance für Lesnar und Goldberg auf der größten aller Wrestling-Bühnen. Aber besser wird es wohl nicht mehr: Wieder soll es Goldbergs vorerst letztes Match sein. Und dieses Mal sollen er und Lesnar angeblich noch weniger bieten als damals. Schnell soll es vorbei sein, heißt es, noch schneller als in gewöhnlichen Goldberg-Matches, vielleicht schon in Sekundenschnelle. Darauf können sich die Fans einstellen.

Um einige fiese Gesänge werden die WWE und die Protagonisten auch dieses Mal wohl kaum umher kommen. Denn die Fans werden auf einen echten Main Event verzichten müssen. Und die Pfiffe könnten laut werden. Denn das rund 75.000 Plätze fassende Camping World Stadium in Orlando ist „sold out“ [adj.] – ausverkauft.

Samstag, 01 April 2017 18:22

WWE: Bericht zur Hall of Fame 2017

geschrieben von

Der Abend beginnt mit einem Einspieler, der ein paar Fotos aus den Karrieren der heutigen Inductees und einiger anderen Ruhmeshallenmitglieder gezeigt. Die Hall of Fame wird übrigens präsentiert von bescheuert aussehenden Plastikfigürchen. Als der Abend losgeht, sind einige WWE Superstars im Publikum zu sehen, u. a. Austin Aries und Apollo Crews.

Jerry „The King“ Lawler eröffnet den Abend. Die Fans singen sein Theme mit, soweit das möglich ist. Lawler begrüßt die Fans und nennt einige der heutigen Inductees. Er haut ein paar Standardphrasen raus, dass sie alle den Weg für neue Generationen geebnet hätten und so.

Ein Einspieler über DDP wird gezeigt. Einige Leute aus alten WCW-Tagen äußern sich über ihn. Scott Hall äußert sich über sein Yoga-Programm.

Laudator: Eric Bischoff

Bischoff wird mit „Welcome back“-Rufen begrüßt. Alt isser geworden. Er sagt, dass er sich wünsche, dass ein anderer diese Rede halten könnte, sodass er in den Rängen sitzen und diese Show mit ansehen könne. Bischoff sagt, dass er DDP erstmals 1988 getroffen habe, als er noch als Manager tätig war. Er sei aber immer größer gewesen als diejenigen, die er gemanagt habe. Das sei so, als würde ein muskulöser, 2,10m großer, extrem muskulöser Paul Heyman Brock Lesnar managen würde. Bischoff habe sich gefreut, als er als Manager der Freebirds, Scott Hall und Kevin Nash in der WCW tätig wurde und erinnert an seine Tätigkeit als Kommentator. Bischoff erzählt, dass DDP dafür verantwortlich gewesen sei, dass er zu seinem Job in der WCW gekommen sei; er habe sich zu seinem Freund entwickelt. Er war unheimlich motiviert und sei deswegen zu WCW Power Plant gegangen, um sich auch als Wrestler verdient zu machen – und das schon mit 35, kein gewöhnliches Alter, um eine Karriere zu beginnen. Er habe alle Rollen gespielt und habe nie seine Motivation verloren. So habe er gegen Größen wie Randy Savage, Ric Flair, Scott Hall, Kevin Nash und Bill Goldberg gekämpft. Auch nach seiner Karriere habe sich DDP um einige ehemalige Kollegen verdient gemacht. An dieser Stelle begrüßt er DDP.

Einführung in die WWE-Ruhmeshalle: Diamond Dallas Page

DDP wird von seinen vier Töchtern begleitet und bedankt sich bei ihnen. „WOW!“ er erinnert sich an WrestleMania VI, wo er ein Auto zur Halle fahren musste. Nun bei WrestleMania 33 werde er sehr viele Jahre später in die Ruhmeshalle eingeführt. Es kommt zu „You deserve it“-Chants. Er äußert seine Trauer darüber, dass Dusty Rhodes heute Abend nicht mehr hier sein könnte, mit dem ihn eine sehr lange Freundschaft verband. DDP erinnert sich daran zurück, dass Michael Hayes ihn ausgelacht habe, als er so spät noch mit dem Wrestling anfangen wollte. An sein Training denkt er mit den Worten zurück: „Damn! This fake-stuff hurts like hell!“ Aber er wollte immer wieder dorthin zurückkehren und er habe jede Sekunde davon geliebt. Er bedankt sich bei denjenigen, die bei Power Plant mit ihnen gearbeitet und ihm geholfen haben. Insbesondere bei Jake „The Snake“ Roberts bedankt er sich, da er ihm auf ähnliche Weise ans Herz gewachsen sei wie Dusty Rhodes. Er habe jedes Match, das er bestritten habe, aufgenommen und sich die Aufzeichnungen gemeinsam mit Roberts angesehen. Roberts habe ihm sehr viele Dinge beigebracht und ihm enorm weitergeholfen. DDP denkt an sein erstes Match mit Sting zurück, das Michael Hayes auch aus den Socken gehauen habe. Er bedankt sich bei Scott Hall und Kevin Nash für das nWo-Angle. Die Pro Wrestling Illustrated habe ihm einmal den Award der besten Fehde des Jahres verliehen, als er gegen den Macho Man Randy Savage angetreten sei. Er bedankt sich auch bei Hulk Hogan... Der ist aber wohl nicht da. Mit ihm habe ihn allerdings eines der größten Angles der WCW-Geschichte verbunden. Er bedankt sich sogar bei seiner Ex-Frau Kim, die immer für ihn da gewesen sei. Auch seine jetzigen Frau Brenda überschüttet er mit Dank. Er bedankt sich bei denen, die sein Yoga-Programm gemacht hätten, insbesondere Chris Jericho. Er bedankt sich bei Freunden und Familie, bei seinen Fans. Noch einmal geht er seine Geschichte mit Ric Flair durch. Er sei im Verlauf seiner Karriere gegen die Größten im Business angetreten und Flair habe ihm ebenfalls enorm geholfen. Um ein „Over-Achiever“ zu sein, wie Jim Ross ihn einmal genannt habe, müsse man zuerst ein „Over-Believer“ sein. Er bedankt sich noch einmal beim WWE-Universum: „Be the dream“.

Ein Einspieler bewirbt WWE Champions. Sieht immer noch bescheuert aus.

Roman Reigns wird eingeblendet und ausgehbuht. Jerry Lawler sagt nun die nächsten Inductees an: den Rock & Roll Express (Ricky Morton & Robert Gibson).

Laudator: Jim Cornette

Ist Kevin Owens eigentlich da? Wär lustig. Auch er bedankt sich erstmal bei ein paar Leuten, auch Jerry Lawler, in dessen Territorium der Rock & Roll Express damals unterwegs gewesen sei. Rick Mortons Vater sei ein Ringrichter und Mitarbeiter der Ringcrew gewesen. Robert Gibsons älterer Bruder sei ebenfalls ein großartiger Wrestler gewesen und so hätten die beiden gelernt, wie das Wrestling funktioniere. Durch „Cowboy“ Bill Watts kamen sie zu Mid-South Wrestling - „Sie waren wie Justin Biber, bevor Justin Biber geboren wurde“. Ricky Morton habe während der Matches immer eingesteckt (daher auch der Terminus Technicus „going Ricky Morton“) und Gibson habe nach dem Hot Tag immer aufgeräumt. Was der Joker dem Batman, dass der Midnight Express dem Rock & Roll Express. In der Schlacht der beiden „Expresse“ wäre dem Midnight Express der böse Part zugefallen - sie waren die Lügner und Betrüger, aber die Matches seien pure Magie gewesen. In den 2000ern sei der Rock & Roll Express gegen Leute angetreten, die nur halb so alt gewesen seien wie sie selbst – und nach wie vor gegen den Midnight Express. Die Rivalität erstreckt sich nun schon über 27 Jahre. Anschließend stellt er die beiden vor.

Einführung in die WWE-Ruhmeshalle: Der Rock & Roll Express (Ricky Morton & Robert Gibson)

Morton und Gibson kommen raus und kriegen einen „Rock & Roll“-Chant. Gibson sagt, dass der Moment, in dem er von der WWE angerufen worden sei, der besonderste Moment seines Lebens gewesen sei. Beide verweisen darauf, dass sie mehrfache Großväter und immer noch aktiv seien. Sie bedanken sich bei Jimmy Hart, Jerry Lawler, Bill Watts, Bill Dundee und Dusty Rhodes. Sie hätten Shawn Michaels dabei beobachtet, wie er im Business aufwuchs. Sie bedanken sich weiterhin bei Ric Flair, Michael Hayes und Jimmy Garvin. Sie erinnern sich an ihre frühe Zeit, in der sie zu den Events getrampt seien und dort geholfen hätten, den Ring aufzubauen – so sehr hätten sie das Business geliebt. Sie sprechen sich für eine Aufnahme des Midnight Express in die Hall of Fame aus. Sie seien mehrere Jahrzehnte über die ganze Welt gereist und hätten Erfolge und Tragödien miteinander geteilt – und sie hätten es niemals anders gewollt. Sie umarmen sich und Gibson heult.

Noch ein paar Werbespots, dann ist Jerry Lawler wieder da und kündigt Rick Roode an. In einem Einspieler äußern sich einige Superstars über ihn.

Laudator: Ricky Steamboat

Steamboat sagt, dass er seinen Ruhmeshallenring jeden Tag trage. Er spricht über Roodes Training unter Eddie Sharkey und sein Aufstieg bis hin zum WCW Champion. Roode war ein echter Heel: Er habe es immer verstanden, sich richtig mit den Fans anzulegen. Roode sei im Fitnessstudio immer eine sehr beeindruckende Erscheinung mit enormer Kraft gewesen. Steamboat erinnert sich an ein Iron Man Match gegen ihn zurück, in dem er enormes Selling an den Tag gelegt habe. Steamboat spricht über Roodes Tätigkeiten als Enforcer für die DX und seine Zeit in der Heenan Family. Nun begrüßt er Roodes Hinterbliebene auf der Bühne.

Einführung in die WWE-Ruhmeshalle: Rick Roode

Die Ehrung nehmen Rick Roode jr., Roodes Witwe Michelle und Tochter Marisa entgegen. Rick sagt, dass er noch nie vor einer solchen Öffentlichkeit gesprochen habe und so habe er sich vorgestellt, was sein Vater wohl sagen würde. Also haltet mal die Klappe, ihr verschwitzten Schweine. Sein Vater sei eines von sechs Kindern einer alleinerziehenden Mutter gewesen und habe früh gelernt, hart arbeiten zu müssen, um seine Situation zu verändern – und genau das habe er getan.

Nach einem Einspieler für NXT TakeOver folgt ein Videopaket für Beth Phoenix.

Laudatorin: Natalya

Natalya sagt, dass Mark Henry zu ihr gesagt hätte, dass sie einmal die nächste „Glamazone“ werden  würde. Sie und Phoenix seien während ihrer Zeit on the road gute Freundinnen geworden. Beth sei eine zweifache Mutter, eine klassische Pianistin, habe einen Masterabschluss in forensischer Psychologie und könne auf der Bank über 100kg drücken – also gut zwei Carmellas. Natalya bekennt sich neidisch, dass Phoenix den Great Khali küssen konnte und sie nicht; „Sorry, TJ“. Sie bezeichnet Phoenix als Geschenk ihres verstorbenen Onkels Owen und sie glaube, dass das Schicksal sie beide zusammengeführt habe. Anschließend sagt sie Phoenix an.

Einführung in die WWE-Ruhmeshalle: Beth Phoenix

Phoenix sagt, dass ihr Lidstrich wegen ihrer Tränen schon total versaut sei. Wrestling sei ihre erste Liebe gewesen und die vergesse man nicht. Sie habe sich mit ihrer Großmutter die alten WCW-Shows angesehen. Als sie WrestleMania X und Bret vs. Owen Hart gesehen habe, drehte sich der Wind für sie. Sie bedankt sich bei ihrem Trainer Ron Hutchinson, der auch Edge, Christian und Trish Stratus hervorgebracht hat. Sie bedankt sich ebenfalls bei mehreren Kollegen und erinnert sich daran, wie nervös sie bei ihrem ersten WWE-Tryout gewesen sei. Als sie ihre Nervosität abgelegt habe – BAM, läuft sie in Brock Lesnar. Sie sei aber in Kontakt mit Nora Greenwald, auch bekannt als Molly Holly, gekommen, die sie an Nick Dinsmore und Danny Davis vrmittelte, dieihr auch beim Training geholfen hätten. Die starken Frauen seien die, die einander aufbauten – und nicht die, die einander abrissen; genau diese Stärke zeichne Nora aus. Sie bedankt sich zudem beim OVW-Personal und bei Tommy Dreamer, mit dem sie ebenfalls gut befreundet sei. Sie nennt einige Gegnerinnen, mit denen sie es zu tun hatte. Insbesondere mit Mickie James habe sie sehr viel Spaß gehabt. Schließlich bedankt sie sich auch bei ihrem Ehemann, worauf Edges Musik ertönt. Phoenix sagt, dass es eine extrem große Herausforderung sei, mit einem Wrestler verheiratet zu sein. Sie bedankt sich bei ihren Töchtern.

Werbung.

Goldberg steht auf und wird ausgebuht.

Nun wird der Warrior Award verliehen. Ein Einspieler über Eric LeGrand wird eingespielt, der während eines NFL-Spiels eine Lähmung auf dem Feld erlitt. Dana Warrior kommt darauf auf die Bühne und hält eine kurze Rede über Superhelden, die besondere Geschichten zum Leben brächten. LeGrand hält darauf ebenfalls eine kurze Rede und bedankt sich bei der WWE.

Werbung für WrestleMania.

Jerry Lawler kündigt nun ein Videopaket über Theodore Long an.

Laudatoren: John „Bradshaw“ Layfield und Ron Simmons

The main thing we have learned tonight is that when you give a bunch of guys a live microphone, they forget the two most important words in the business“, sagt JBL. Simmons: „And that is to go home.“ JBL sagt, dass Long so ziemlich der geizigste Typ gewesen sei, den er kenne – niemals habe er für irgendwas bezahlt und sich immer durchgeschnorrt. Die beiden gehen auf die Geschichte schwarzer Wrestler ein und begrüßen Long schließlich.

Einführung in die WWE-Ruhmeshalle: Theodore Long

Long tänzelt auf die Bühne und gibt unumwunden zu, dass er geizig sei. Er spricht über seinen Start im Business im Jahr 1983 und darüber, dass er alle möglichen Posten begleitet habe: Ringrichter, Manager, sogar General Manager von SmackDown. Er bedankt sich bei den McMahons und den Möglichkeiten, die sie ihm gegeben hätten. Nun sei er in der „Holla Holla Holla Fame“ und er tanzt noch ein bisschen.

Lawler spricht nun über die Legacy Class von 2017, die auch ein Videopaket kriegt.: Judy Gable, Haystacks Calhoun, Edward „Bearcat“ Wright, Farmer Burns, Rikidozan, Luther Lindsay, June Byers, Toots Mondt und Dr. Jerry Graham. Mondt hat übrigens die Landschaft des Sports Entertainment für immer verändert. Klar. Wer kennt ihn nicht?

Nun kommt das Videopaket zu Kurt Angle, in dem mehrere Weggefährten zu Wort kommen.

Laudator: John Cena

Cena wird begrüßt mit „John Cena suuucks“-Gesängen und „Let's go Miz“-Chants. Cena sagt, dass das Sports Entertainment niemals mehr jemanden haben werde, der so „larger than life“ und gleichzeitig so athletisch wie Kurt Angle ist. Er kündigt Angle an mit den Worten: „It's true, it's damn true!“

Einführung in die WWE-Ruhmeshalle: Kurt Angle

Angle wird begrüßt mit „One more match“-Chants. Angle erwidert, dass er gerade erst angekommen sei – gebt dem alten Mann ein bisschen Zeit. Angle erzählt ein paar unterhaltsame Geschichten über seine Anfänge in der WWE. Er nennt einige Leute, die ihm enorm zur Seite gestanden hätten, insbesondere die früh verstorbenen Steve Bradley und Shawn Evans. Als Angle seine Fernsehkarriere begonnen habe, sei dies erst 12 Monate nach seinem Wrestling-Debüt gewesen. Und so sei er gegen die ganz großen Namen im Business angetreten und er freue sich insbesondere auf AJ Styles vs. Shane McMahon am Sonntag. Angle gibt den jungen Sports Entertainern im Publikum ein paar Ratschläge mit auf den Weg und spielt darauf einige Sketche aus seiner WWE-Zeit nach. Das „I'm just a sexy Kurt“ aus seiner Fehde mit Shawn Michaels sei sein persönlicher Favorit. Die Fans würden sich immer an die Wrestlingmatches erinnern, aber auch an die Charakter-Momente. So denke er immer noch sehr gerne an den Milchtruck zurück. Er bedankt sich bei den Fans und seiner Familie. Abschließend gießt er sich zwei Tüten Milch übers Gesicht.

Der Main Event von WrestleMania 33 stand seit Monaten fest. Eigentlich. Goldberg vs. Brock Lesnar sollte die Mega-Show der WWE beenden. Doch jetzt haben angeblich die WWE-Offiziellen ihre Meinung geändert. Letztes Match der Show soll nun wohl Undertaker vs. Roman Reigns sein, behauptet Dave Meltzer im Wrestling Observer Radio.

Freitag, 31 März 2017 12:43

WWE Hall of Fame: Kurt Angle – The Olympic Hero

geschrieben von

Kurt Angle also… was soll ich sagen? Ich warne euch: Ich bin ein absoluter Nicht-Fan. Erwartet hier also bloß keine Lobeshymnen. Vielleicht liegt es daran, dass sein WWF-Debüt in die Zeit fiel, als ich in einem kleinen Studentenwohnheim in Hannover wohnte, wo es weder Fernsehen noch Internet gab. Vielleicht daran, dass ich dem sehr technischen Wrestling nix abgewinnen kann. Vielleicht aber auch daran, dass Kurt Angle das Charisma von vertrocknetem Toast hat.

Fangen wir einfach mal mit dem offensichtlichsten aller Erfolge an: Dem Gewinn der Goldmedaille im Freistil-Ringen 1996. Hier muss man ihm einfach den größten Respekt zollen. Nicht nur, dass er sich gegen die weltweite Konkurrenz durchgesetzt hat. Er hat es offenbar wohl mit einer zweifachen Fraktur „im Bereich der Halsgegend“ getan. Wahnsinn. Auf so vielen Ebenen.

Genau dieser Wahnsinn, was die eigene Gesundheit angeht, zieht sich aber wie ein roter Faden durch den weiteren Werdegang des Kurt Angle.

Nach einem sehr kurzen Zwischenspiel bei der (originalen) ECW als Kommentator 1996 fand er drei Jahre später seinen Weg zum Branchenprimus WWE/F.

In Windeseile zum besten Wrestler der Welt

Man hatte vermutlich – auf beiden Seiten – die Dollarzeichen in den Augen. Ein Goldmedaillen – Gewinner mit Potential zum Liebling aller Patrioten. Und so gewann Angle in seinem ersten Jahr bei WWE tatsächlich alle wichtigen Einzeltitel (WWE Championship, Intercontinental Championship, European Championship), später folgten dann so ziemlich alle weiteren.

2000 wurde er durch die Pro Wrestling Illustrated nicht nur zum Rookie des Jahres gewählt, sondern auch zum meist gehassten Wrestler des Jahres. Die Fehde des Jahres (gegen Triple H) gab es dann gleich noch on top. Ein Jahr später stand er auf Platz 1 der Top 500 Einzelwrestler in der PWI 500.

Seine weitere Karriere war ein Wechselspiel zwischen Verletzungen (die man meist im Rahmen von Storyline abgefangen) und Erfolgen. Letztlich endete sein WWE-Vertrag nach einem Draft zur nun dazu gehörenden ECW und der Tatsache, dass sich die gesundheitlichen Probleme einfach nicht mehr kaschieren ließen. Angle selbst soll behauptet haben, es sei ein Zusammenbruch seiner (Ex-) Frau gewesen, die sich Sorgen um seine Gesundheit machte, die ihn und WWE 2006 einvernehmlich getrennte Wege gehen ließen.

Inwieweit das stimmt, werden wir wohl nie erfahren.

Zeit bei TNA nicht minder erfolgreich

Fakt ist, dass Angle noch im selben Jahr bei TNA unter Vertrag genommen wurde und zwei Monate später dort auch im Ring stand. Seine Zeit bei TNA war vielleicht sogar die erfolgreichere – gekrönt durch die Aufnahme in die Hall of Fame der TNA im Jahr 2013 – einem Jahr, in dem er noch aktiv im Ring stand. Erst Anfang 2016 endete seine Zeit bei TNA – mit einer Niederlage gegen Bobby Lashley. Fast genau ein Jahr später, im Januar 2017 gab WWE gekannt, dass Angle nun auch seinen Platz in der WWE Hall of Fame bekommen sollte.

Sollten wir uns an dieser Stelle noch über Steroidmissbrauch und diversen DUI-Verfahren unterhalten? Ich denke, es ist müßig. Wir reden über einen Mann, der VOR seiner Wrestling-Karriere bereits schwerwiegende Nackenverletzungen hatte. Wer da glaubt, dass er fast zwei Jahrzehnte sauber im Ring steht, glaubt vermutlich auch, dass bald der Osterhase die Eier bringt.

Hat Angle es verdient in die Hall of Fame aufgenommen zu werden? Nun, wenn ich mir anschaue, wer da so alles rumgeistert: Ja, warum nicht. Er war lange dabei, hat alles gehalten, was es zu halten gab und sich sicherlich auch ums Wrestling verdient gemacht.

Dennoch wird er für mich nie zu den ganz Großen gehören. Allein schon nicht, weil der erste Gedanke, der mir bei seinem Engagement für den Film „Pro Wrestlers vs Zombies“ durch den Kopf ging, war: Ob er wohl zu den Pro Wrestlers oder den Zombies gehört…? Wenigstens ist die Musik gut.

Samstag, 01 April 2017 08:00

Wrestling wie im Kino: WWE WrestleMania 28

geschrieben von

WrestleMania 28 habe ich in Erinnerung behalten als die bisher letzte wirklich gute WrestleMania. WM 29 fand ich über alle Maßen enttäuschend, WM 30 lebte von Daniel Bryan, WM 31 von Seth Rollins und WM 32? Da möchte ich mich korrigieren. Vergangenes Jahr hatte ich behauptet, diese Mania habe die Regel die Vorjahre bestätigt, dass die Manias der gerade Zahlen die besseren gewesen seien. Da bin ich mir nicht mehr so sicher und ranke WM 32 eher auf dem Level von WM 31. Wirklich gut war anders. In Erinnerung behalten habe ich ohnehin wenig.

Also habe ich mir jetzt WrestleMania 28 auf DVD besorgt und blicke fünf Jahre in die Vergangenheit, auf den 1. April 2012 in Miami, als die WWE noch eine andere war. Das Roster wurde mittlerweile fast komplett durchgetauscht, ehemalige Indy-Stars waren eine Rarität und John Cena schwebte über allem und jedem und vor allem mit Direktticket in den WrestleMania Main Event. Aber Main Event kommt am Schluss – wir fangen vorne an.

World Heavyweight Championship
Daniel Bryan © vs. Sheamus

Ein Grund, warum mir WrestleMania 28 positiv in Erinnerung geblieben ist, ist wohl, dass diese Farce schon ganz zu Beginn über die Bühne ging. Es ist unglaublich, wie die WWE es beinahe in den ersten Sekunden geschafft hätte, eine komplette Vier-Stunden-Show zu ruinieren. Innerhalb von 18 Sekunden fertigte Sheamus Bryan ab und gewann den World Title. Bis heute in meiner Augen einer der größten WWE-Skandale aller Zeiten, wie die WWE bereits zu Beginn der Mega-Show Tausenden von Fans mit vollem Vorsatz ins Gesicht kotzte. Aber nicht mit den Fans in Miami! Sie skandierten Bryans Namen nicht nur im weiteren Verlauf der Show in fremden Matches, sondern forderten ihn in den Folgewochen lautstark. Der Beginn des Yes-Movements. Ohne dieses Match und die Fans von WrestleMania wäre Bryan vielleicht nie so aufgestiegen, wie er es tat. Das Match hat also etwas Positives bewirkt – ist für sich alleine aber eine der größten Frechheiten der WWE-Geschichte.
Bewertung: 0/5

Kane vs. Randy Orton

Normalerweise ist ein Opener ja dazu da, die Stimmung ordentlich anzukurbeln, die Zuschauer auf Betriebstemperatur zu bringen und ihnen einen ersten positiven Gedanken einzupflanzen. Da das ja schon mal nicht geklappt hat, wäre eigentlich dem zweiten Match auf der Card diese Rolle zugekommen. Kane vs. Randy Orton war allerdings... eher langweilig. Erwartungsgemäß langweilig. Ein Match so gedankenlos inszeniert wie sein Null-Aufbau (ihr erinnert euch hoffentlich nicht: Kane dreht durch, weil Orton ihm Monate zuvor mal die Hand geschüttelt hat). Gut an dem Match war allerdings das Finish und der Sieger: Kane gewann nach einem Chokeslam vom zweiten Seil. Das finde ich auch deswegen gut, weil ich Kane schlicht und ergreifend mal einen sauberen Sieg in einem Singles-Match bei WrestleMania gegen einen profilierten Gegner gönne. Orton hingegen war schon damals genauso eine Schnarchnase wie heute.
Bewertung: 2/5

WWE Intercontinental Championship
Cody Rhodes (c)vs. Big Show

Hier ist es fast das Gleiche wie bei Kane vs. Orton. Das Match war wieder nicht der Rede wert, es war sogar noch eine Ecke schwächer, weil mit rund fünf Minuten gerade mal halb so lang. Auch hier gönne ich Big Show einfach den cleanen Sieg und den Titelgewinn bei WrestleMania. Zumal es genau darum in der Story ging: Big Show ist sonst der wohl größte Loser der WrestleMania-Geschichte. Der witzige Videoclip mit Big Shows Pannen vor dem Match war übrigens noch das Beste. Ich sag nur: WrestleMania, wooo.
Bewertung: 1,5/5

Beth Phoenix & Eve Torres vs. Kelly Kelly & Maria Menounos

Ouf, wie kam ich nochmal auf die Idee, dass diese Show hier gut war? Das vierte schwache Match hintereinander. Aber was will man auch von einem Match eines Promis – Maria Menounos ist Moderation – erwarten, wenn der Promi keinen richtigen Profi an der Seite hat... Eines muss man Kelly Kelly aber zugute halten: Mit einer sauberen Summersault Senton von den Seilen zeigte sie die beste Aktion des Matches. Fünf Jahre später geht es der Division nach der Women's Revolution schon eine Ecke besser. Um diese Verlegenheits-Lösungen bei WrestleMania kommen wir jetzt wohl umzu... Dass Kelly Kelly und Maria Menounos gewannen, brauch ich wohl nicht zu erwähnen.
Bewertung: 0,5/5

End of an Era
Hell in a Cell Match
Triple H vs. The Undertaker

Und als man denkt, WrestleMania dümpelt so vor sich hin, kommt da dieses Match. Und was für eins! Der Undertaker und Triple H stellten einen Reißer auf die Beine, der sich vor den ganz großen Matches der WrestleMania-Geschichte nicht zu verstecken braucht. Ein Match, das sich von vorne bis hinten groß anfühlte, mit einer Story und einer Dramaturgie, die einfach das Nonplusultra sind, was Wrestling leisten kann. Leute, das ist Kino. Das ist Kino-Wrestling! Triple H und der Undertaker – hier erstmals mit Irokese – bewiesen in diesem harten, aber PG-konformen Hell in a Cell Match, dass sie zu den besten „Psychologen“ und „Sellern“ aller Zeiten gehören. Eine ganz wichtige Rolle spielte auch Shawn Michaels als innerlich zerrissener Gast-Ringrichter, der beste Freund von Triple H und der, dessen Karriere der Undertaker zwei Jahre vorher beendet hatte. Michaels war wichtig, für die Story, aber auch für die Action. Als er dem Undertaker eine Sweet Chin Music verpasste und Triple H den Pedigree direkt folgen ließ – wow, der beste Nearfall ever! Krönung des Ganzen war das bildlich starke Finish mit einem kämpferischen Triple H und einem gnadenlosen Undertaker – offensichtlich eine Reminiszenz an das Finish, das die Karriere von Shawn Michaels beendet hatte. Für die Ewigkeit auch der Moment nach dem Match, als der Undertaker, Shawn Michaels und Triple H in Versöhnung und in tiefstem gegenseitigen Respekt auf der Rampe standen und sich feiern ließen. Zusammen mit dem Kommentar von Jim Ross, der bei diesem Match neben Michael Cole und Jerry Lawler saß, war das 20:0 des Undertakers bei WrestleMania ein absolutes Meisterwerk. Das Match war tatsächlich das Ende einer Ära, es war das letzte richtig, richtig gute Undertaker-Match.
Bewertung: 5/5

Interpromotional Match
Team Johnny vs. Team Teddy

David Otunga, Dolph Ziggler, Drew McIntyre, Jack Swagger, Mark Henry & The Miz vs. Booker T, Kofi Kingston, R-Truth, Santino Marella, The Great Khali & Zack Ryder

So hat man also den Rest des Rosters auf die WrestleMania-Card bekommen – in Zeiten nach dem Money in the Bank Ladder Match und vor der Andre the Giant Memorial Battle Royal. Für The Miz natürlich ein ziemlich tiefer Fall. Schließlich hatte er nur ein Jahr vorher den Main Event von WrestleMania 27 gegen John Cena gewonnen. Immerhin war er es, der am Ende den Sieg für das rote Team von John Laurinaitis einfahren durfte. Das Finish in einem eher schwachen und höhepunktlosen Match war allerdings mal gewaltig dämlich: Eve Torres mischte sich ins Match ein, kostete Zack Ryder und Team SmackDown den Sieg – und turnte nach dem Match Heel. Wohl das Einzige, an das man sich später erinnern könnte. Das Match an sich hatte nur kurze Actionphasen, von den 12 Teilnehmern konnte man in nur gut zehn Minuten natürlich kaum etwas sehen.
Bewertung: 1,5/5

WWE Championship
Chris Jericho vs. CM Punk (c)

Yeah, und hier das zweite Match, auf das ich schon beim ersten Anschauen vor fünf Jahren voll abgefahren bin. Und ein Match, das meiner Meinung nach im Nachhinein viel zu wenig Anerkennung bekommt. Ja, das technische Wrestling hat in den vergangenen fünf Jahren ordentlich an Tempo und Kreativität angezogen, Chris Jericho und CM Punk kann man sich aber auch heute noch super ansehen. Denn die beiden legten ein Match mit Klassiker-Potential auf die Matte. Die etwas nervigen eingewobenen Story-Elemente zu Beginn, wenn Jericho Punks Familie beleidigt, verzeihe ich den Protagonisten für ihr dann bockstarkes Match gerne. Ein technisch feines Duell mit sich steigernder Intensität und etlichen genialen Kontern – darunter eine Top Rope Hurricanrana Punks, die in die Walls of Jericho gekontert wird. Gegen Ende wird es eine Submission-Schlacht zum Fingernägelkauen mit tollem Finish zu Gunsten des Champions. CM Punk durfte also ein Kapitel dran hängen, an das Epos, das sein 434 Tage währender Title-Run war.
Bewertung: 4,5/5

Vor dem Main Event brauchten die Fans in der Arena (und ich vor dem Fernsehen) starke Nerven und einen langen Atem. Denn es bis zum scheinbaren „Once in a Lifetime“-Match dauerte es und dauerte es und dauerte es. Es brachte die WWE ein peinliches Segment mit „Funkosaurus“ Brodus Clay, der seine Mama anrief. Samt „Bridge Club“-Freundinnen und übermäßig ausgestopften Hinterteilen kam Mama Clay prompt auf die Bühne. Dann schwangen alle ihre Hinterteile zur Musik. Puh. Und dann war immer noch nicht Haupt-Match-Zeit: Die Rapper Machine Gun Kelly und Flo-Rida spielten Songs, die einfach nicht enden wollten. Eine unsägliche Zeitverschwendung – und Daniel Bryan musste in 18 Sekunden verlieren...

John Cena vs. The Rock

Und dann ging es doch irgendwann los. Nach einjährigem Aufbau mit John Cena bestritt The Rock sein erstes Singles Match in neun Jahren (!) – von Ringrost aber keine Spur! Gemeinsam mit Cena lieferte er ein tatsächlich sehenswertes Match ab, solide inszeniert, stimmungsvoll, durchaus spannend. Und mit dem meiner Meinung nach richtigen Sieger: The Rock. Natürlich weil John Cena clean per Rock Bottom verlor. Bei WrestleMania 28 war die Anti-Cena-Stimmung auch bei mir am Brodeln. Und ich weiß nicht, was innerhalb der vergangenen ein, zwei Jahre passiert ist: Diese Stimmung, die sich über Jahre intensiv richtig angefühlt hat, wirkt mittlerweile ziemlich weit weg... Aber nicht nur wegen Cena gefiel mit das Ergebnis: The Rock steht für mich bei WrestleMania 28 durchaus in einer Reihe mit Kane und Big Show: Ich gönnte ihm den Sieg. So komisch das klingt. Obwohl er ein Part-Timer war, der Arbeitstieren wie CM Punk den Platz an der Sonne „wegnahm“. Denn The Rock hatte, ob man es glaubt oder nicht, vorher nie einen WrestleMania Main Event gewonnen. Ätzend wurde es noch ein wenig nach dem Match, als Kommentator Michael Cole den Zuschauern weismachen wollte, dass es in diesem Match eigentlich gar keinen Verlierer gegeben hatte... Anscheinend fühlte sich die WWE aber ein Jahr später verpflichtet, das Ergebnis korrigieren zu müssen. Aus „Once in a Lifetime“ wurde „Twice in a Lifetime“ – und John Cena gewann bei das (um Dimensionen schlechterere!) Rückmatch bei WrestleMania 29. Und erinnere ich mich wieder, was ich nochmal gegen John Cena hatte...
Bewertung: 3,5/5

Fazit

Ja... gut... also... ok... So gut war WrestleMania 28 dann doch nicht, wie ich die Show in Erinnerung hatte. Aber damit hat sie etwas mit der gemeinhin als besten Mania gefeierten WrestleMania 17 gemeinsam: Nicht alles war super, aber einige Knaller-Matches gaben am Ende einen dicken Ausschlag nach oben. Fassen wir zusammen: Eine kolossale Frechheit eröffente die Show (Sheamus/Bryan), die Matches in der Under- und Midcard waren eher mau, ihnen lagen aber einige gute Entscheidungen zugrunde (Kane, Big Show), unterm Strich stehen aber ein gutes (Rock/Cena) und zwei richtig, richtig gute Matches (Hell in a Cell, WWE Championship), die man gesehen haben muss.
Bewertung: 18,5/40 Punkte
Durchschnitt: 2,3/5  – gefühlt aber etwas besser

Seite 1 von 2

Meistgelesene Artikel (alltime)

Kalender

« April 2018 »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30