Top 10 WWE Money in the Bank Cash-ins

  • 01 Dezember, 2017
  • geschrieben von 
  • Gelesen 134 mal
  • Artikel bewerten
    (0 Stimmen)

Es ist ein Sprungbrett zum World Title, für einige sogar für längere Zeit in den Main Event der WWE: Money in the Bank. Bei WrestleMania 21 zum ersten Mal ausgekämpft, hat der Koffer mit dem Vertrag für ein Titelmatch zu jeder Zeit an jedem Ort schon zwölf Jahre auf dem Buckel und 20 Sieger. Fast immer führte er zu einem Titelwechsel, manchmal hatte er auch eine größere Bedeutung. Das sind die Top 10 Cash-ins.

10. Sheamus – WWE Survivor Series 2015
„Reigns got brogue kicked right off the freaking mountain“

Ein Moment wie geschaffen für Money in the Bank, ein Moment wie geschaffen, um einen Heel over zu bringen. Roman Reigns hatte gerade erstmals die WWE Championship gewonnen, Konfetti regnete vom Hallendach – und Sheamus ruinierte den Magic Moment. Er cashte Money in the Bank ein, verpasste Reigns einen Brogue Kick und holte sich den Titel. Kleines Problem an der Sache: Reigns war nicht so wirklich als neues Top-Face over, viele Fans hatten ihm den Titel gar nicht gegönnt und überzogen ihn mit Buhrufen. Außerdem kam Sheamus gerade aus einem Karrieretief – und es war relativ offensichtlich, dass er nur ein Übergangschampion für wenige Wochen sein würde, ehe die Road to WrestleMania beginnt. Ein Schocker war es aber allemal.

9. Dean Ambrose – WWE Money in the Bank 2016
„The Ultimate Payback“

Wie groß The Shield und seine Mitglieder einmal werden sollten, konnte man bei deren Debüt nicht ernsthaft absehen. Wie groß Roman Reigns, Seth Rollins und Dean Ambrose aber in wenigen Jahren wurden, zeigte sich bei Money in the Bank 2016. Bei diesem WWE-PPV trugen alle Drei die WWE Championship. Im Main Event gewann zunächst Rollins den Titel von Reigns, danach cashte Ambrose Money in the Bank ein und wurde erstmals World Champion. Den Koffer hatte er erst am selben Abend gewonnen. Die Konstellation des Cash-ins passte super: Rollins hatte nach dem Shield-Ende einst die Fehde gegen Ambrose gewonnen. Nun zahlte der es dem Ex-und-später-wieder-Kumpel heim. Für mich ein kleiner Wermutstropfen: Ambrose oversellte den Sieg mit komischen Grimassen derart, dass die Freude über den ersten großen Titel null authentisch wirkte.

8. Kane – WWE Money in the Bank 2010
„Show no pity, says the Monster“

2010 war Kane beim ersten Gimmick-PPV namens Money in the Bank der erste Mann, der den Koffer gewann und ihn noch in der selben Nacht einlöste. Normalerweise trugen die Ladder-Match-Gewinner den Koffer noch monatelang mit sich herum und wurden für einen Titelgewinn weiter aufgebaut. Beim Veteranen Kane war das gar nicht nötig. Der Heel-Turn und Cash-in gegen World Heavyweight Champion Rey Mysterio, den er per Tombstone Piledriver entthronte, bedeutete für die Big Red Machine den einzigen echten World-Title-Run in seiner langen Karriere.

7. Edge – WWE SmackDown 8. Mai 2007
„Not this way, not this way, dammit!“

Edge ist schlicht und ergreifend Mr. Money in the Bank, an den ersten vier Cash-ins war er beteiligt, zwei der ersten drei Cash-ins gehen auf sein Konto. Bei seinem zweiten passte alles. Der Schockmoment: Edge war eigentlich RAW-Superstar, hatte den Koffer gerade erst Mr. Kennedy abgenommen, keiner sah den Cash-in bei SmackDown nur einen Tag später (offiziell: vier Tage später wegen TV-Ausstrahlung) kommen. Der Gegner: Der Undertaker ist der ultimative Publikumsliebling. Mit der Attacke auf den Deadman baute die WWE außerdem bereits fast ein Jahr vor WrestleMania 24 den späteren Main Event auf. Die Wichtigkeit: Mit dem Titelgewinn zementierte sich Edge endgültig an der Spitze und wurde das prägende Gesicht von SmackDown.

6. Randy Orton – WWE SummerSlam 2013
„What the hell just happened?!“

Holy shit! Selten hat mich das Ende eines WWE-PPVs so fasziniert zurückgelassen wie beim SummerSlam 2013. Daniel Bryan hatte gerade nach einem fantastischen Match gegen John Cena erstmals die WWE Championship gewonnen. Doch sein magischer Moment wurde jäh gebrochen, nein, zerstört. Nicht nur von Mr. Money in the Bank Randy Orton, sondern vor allem von Special Guest Referee Triple H. Beide legten astreinene Heel-Turns hin, die man im Freudentaumel null Komma null kommen sah. Triple H verpasste Bryan den Pedigree, Orton staubte ab. Für die wachsende Bryan-Fanschar ein Horror-Schocker – letztlich aber auch Aufbau für die ganz große Party bei WrestleMania 30, als Bryan erst Triple H besiegte und dann Randy Orton um den Titel erleichterte.

5. The Miz – WWE RAW 22. November 2010
„The Era of Awesomeness Has Begun“

Ein Cash-in, wie er im Buche steht. Auch ein Cash-in, der die Fans spaltete. Was war los? WWE Champion Randy Orton gewann ein Titelmatch gegen Wade Barrett, obwohl er vorher durch den Nexus angegriffen worden war. Eine Frechheit für einen Teil der Fans, die Orton langweilig fanden und Barrett nach starker Sommer-Story rund um den Nexus zwingend als nächsten Champion sahen. Was danach passierte, war für den anderen Teil der Fans die Frechheit: The Miz löste Money in the Bank gegen einen angeschlagenen Orton ein. Die Viper der drohte auch das Match noch zu gewinnen, doch Miz setzte mit dem Skullcrushing Finale den Ganzen ein Ende. Erst der Cash-in machte Miz, der ein gutes Jahr hinter sich hatte, aber noch nicht als Main-Event-Material akzeptiert wurde, zum Star. Der Titelgewinn sollte ihn sechs Monate später in den Main Event von WrestleMania 27 katapultieren. Legendär an diesem Moment hier: die geschockten Fan-Reaktionen, besonders die sich verfinsternde Miene eines kleinen Mädchens.

4. Rob Van Dam – ECW One Night Stand 2006
„If Cena wins, we riot“

Die Atmosphäre war einfach atemberaubend. Beim zweiten WWE-ECW-PPV gab es den ersten (und fast einzigen) im Vorfeld angekündigten Cash-in des Money-in-the-Bank-Vertrags. Rob Van Dam als zweiter MITB-Gewinner lud Super-Cena auf dem Höhepunkt seiner Unbeliebtheit in die Hölle des Hammerstein Ballrooms ein. Cena wurde aus der Arena gebuht, Fans hängten ein Banner auf, auf dem „If Cena wins, we riot“ stand, und man glaubte es ihnen. Gleichzeitig war RVD over wie Sau. Zwar brauchte er einen Eingriff von Edge, um Cena zu besiegen, aber meine Fresse: der plötzliche Auftritt mit Motorrad-Helm und der Spear durch den Tisch waren ja mal ultra-cool. Nach einem Five Star Frogsplash und dem Three-Count von Paul Heyman war der Career-defining-Moment für RVD perfekt.

3. Dolph Ziggler – WWE RAW 8. April 2013
„It is now Dolph Ziggler, World Heavyweight Champion“

Was für ein Moment! Der Cash-in von Dolph Ziggler bei RAW nach WrestleMania löste eine der lautesten Fan-Reaktionen ever aus. Im Publikum hatte keiner Bock auf Face-Champion Alberto Del Rio, Heel Ziggler erreichte hingegen den Höhepunkt seiner Beliebtheit im internationalen Auditorium. Im Match selbst herrschte Hochspannung, als Del Rio Ziggler in den Cross Armbreaker nahm. Wäre das das Ende gewesen, hätte sich das in bitterböser Entrüstung entladen, so aber gab es eine Jubel-Explosion sondergleichen. Die Feier mit AJ Lee und Big E Langston waren Momente echter Freude. Dieser Run als World Heavyweight Champion hätte Ziggler endgültig als Star etablieren sollen. Das war leider nicht der Fall. Den Moment aber kann ihm (und uns) niemand nehmen.

2. Seth Rollins – WWE WrestleMania 31
„The Heist of the Century“

Fraglos, dieser Moment könnte auch locker auf Platz eins stehen. Er ist der größte Cash-in ever – der erste und vielleicht auch auf ewig einzige im Main Event von WrestleMania. Und nicht nur das: Er war auch der erste und bisher einzige, der während eines laufenden Matches passiert. Seth Rollins kaufte sich quasi ein ins Match gegen Brock Lesnar und Roman Reigns und ergaunerte sich im heiligsten Match des Jahres, dem Main Event von WrestleMania, den Titel. So bringt man jemanden over! Gleichzeitig: Auf Reigns als Champion hatte eh niemand Bock – von daher war der Cash-in für viele Fans auch eine mehr als glückliche Fügung. Großartig sind die Schlussbilder von WrestleMania mit Seth Rollins auf dem Rampe, dem Titel in seinen Händen und dem gigantischen Feuerwerk über der Stage im Rücken. Das gehört auf ein Poster!

1. Edge – WWE New Years Revolution 2006
„Edge has shocked the world“

Edge ist einfach der ultimative Opportunist. Natürlich ist sein erster Cash-in der ultimative Money-in-the-Bank-Moment. Bei New Years Revolution zeigte die WWE, wie genau das eigentlich funktioniert mit dem Einlösen des Vertrags, der als so sicher galt wie das Geld auf der Bank. Edge wurde über Monate mit dem Koffer aufgebaut, und dann, zu einem perfekten, weil völlig unerwarteten Zeitpunkt, gab es den fetten Knall. Nach einem brutalen Elimination Chamber Match kündigte WWE-Boss Vince McMahon Edge an, der händigte den Koffer aus und streckte dann einen völlig fertigen John Cena mit zwei Spears nieder. Gegen das Top-Face der WWE war die Stimmung längst gekippt, für viele Fans war Edges Cash-in daher einer der größten Momente aller Zeiten. Und für die, die Cena mochten, war es gewiss einer der größten Schocker überhaupt. Edges erste Regentschaft als WWE Champion hielt zwar nicht lange, hatte aber einen langfristigen Effekt. Vermutlich nie vorher oder nachher hat Money in the Bank jemanden so over gebracht wie Edge.

Letzte Änderung am Dienstag, 05 Dezember 2017 18:37

Meistgelesene Artikel (alltime)

Kalender

« Dezember 2017 »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31