„The Destroyer“ Dick Beyer tot: Wrestling-Legende im Alter von 88 Jahren gestorben

  • 08 März, 2019
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Die Wrestling-Welt trauert um eine ganz große Legende: Dick „the Destroyer“ Beyer ist am Donnerstag im Alter von 88 Jahren gestorben. Das hat seine Familie bestätigt. Der Destroyer gilt als einer größten Stars in der Zeitrechnung vor der WWE und als vielleicht größter maskierter Wrestler aller Zeiten.

Dick Beyer war ein absoluter Superstar in den USA und Japan – bevor es die WWE gab. Seine Karriere, die Mitte der 50er-Jahre begann und über vier Jahrzehnte bis 1993 andauerte, umfasst unzählige Titelgewinne und angeblich mehr als 8000 Matches.

Dick „The Destroyer“ Beyer besiegte Rikidozan, Giant Baba und Antonio Inoki

Als „The Destroyer“ wurde Beyer in Japan als erster Ausländer zum Star. Angeblich soll er der einzige Mann sein, der die drei größten japanischen Wrestling-Legenden aller Zeiten, Antonio Inoki, Giant Baba und Rikidozan, geschlagen hat. Als Babyface trat er bei All Japan Pro Wrestling (AJPW) unter anderem auch gegen Mil Mascaras an und stritt um den inoffiziellen Titel als „größter maskierter Wrestler der Welt“.

Ein Match mit Rikidozan aus dem Jahr 1963 soll von mehr als 70 Millionen Menschen am Fernseher verfolgt worden sein und galt über Jahrzehnte als eines der TV-Events mit den meisten Zuschauern in Japan und somit als eines der meist gesehenen Wrestling-Matches überhaupt. Der Destroyer wurde zur Popkultur-Ikone in Japan und bekam sogar eine Rolle in einer TV-Show, die zu den beliebtesten im Land gehörte.

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Auch in den USA zur Zeit der Territorien feierte Richard John Beyer, so sein bürgerlicher Name, große Erfolge. Als Doctor X (oder auch Dr. X) hielt er einmal die AWA World Heavyweight Championship der American Wrestling Association (AWA). Er gewann außerdem die NWA North American Heavyweight Championship in Hawaii und im Pacific Northwest, um nur einige seiner unzähligen Erfolge zu nennen. Berühmt waren seine Fehden mit Freddie Blassie und Gorgeous George, den er einst nach einem Hair vs. Mask Match um seine goldenen Locken brachte.

2002 wurde Beyer in die George Tragos/Lou Thesz Professional Wrestling Hall of Fame aufgenommen, 2005 in die Professional Wrestling Hall of Fame and Museum. Der Wrestling Observer Newsletter hatte ihn schon 1996 in seine Ruhmeshalle eingeführt. 2017 verlieh Japan ihm den Orden der Aufgehenden Sonne (Gold und Silber), eine der höchsten zivilen Auszeichnungen des Landes.

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Letzte Änderung am Freitag, 08 März 2019 13:14

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