Ronda Rousey entfaltet nach Heel-Turn endlich ihr Potenzial in der WWE – Reisingers Standpunkt

  • 06 April, 2019
  • geschrieben von  Manfred Reisinger
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„No more Mrs. Nice Bitch“ – Es ist der wohl wichtigste Satz in Ronda Rouseys nun einjähriger WWE-Laufbahn. Lange mussten Fan darauf warten, dass die ehemalige UFC-Fighterin die Seite zeigen durfte, durch die sie im Mixed Martial Arts (MMA) derart polarisierte, finanziell erfolgreich wurde wie keine andere Frau vor oder nach ihr, und zu einem Zugpferd der UFC wurde, wie es sonst nur Brock Lesnar und Conor McGregor waren.

Endlich der Heel-Turn, endlich zeigt Ronda Rousey ihre „arrogante“ Seite. Rousey ist eine Frau, die jede Herausforderung annimmt, und der Selbstsicherheit und Selbstvertrauen als Arroganz ausgelegt werden. Genau dies ist der Grund, weshalb sie jahrelang dermaßen polarisierte. Ein Teil der Fans liebt dieses Verhalten, andere hassen es. Ich zähle mich ganz klar zur ersten Kategorie.

Wir brauchen uns wohl nicht darüber unterhalten, dass Ronda Rousey in der Realität mit Charlotte Flair und Becky Lynch wie mit jeder anderen WWE-Wrestlerin den Boden aufwischen würde. Daher finde ich es legitim, dass Ronda Rousey bisher kein Match bei der WWE verloren hat und Women's Champion ist. Ebenso wenig bin ich über Matches verwundert, die kaum eine Minute dauern, schließlich besiegte Ronda Rousey in der UFC ihre Gegner reihenweise in unter 60 Sekunden. WWE hat sie im Ring so dargestellt, wie es ihr gerecht wurde. Ebenso erlebte der Armbar eine wahre Renaissance. Jahrelang wurde dieser so effektive Move im Wrestling stiefmütterlich behandelt.

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Ronda Rousey lebt endlich ihre UFC-Attitüde aus

Einzig und allein das Auftreten in Promos missfiel mir bisher zu großen Teilen, weil es nie authentisch rüber kam, wie Ronda Rousey sie ablieferte. Sie ist einfach keine Person, die es jedem recht machen will. Wer mit ihr nicht klar kommt, der kommt eben nicht mit ihr klar und soll sich überspitzt gesagt ins Knie, naja, ihr wisst schon was. Eine Umarmung mit Natalya hier, den Fans in den Arsch kriechen dort. Würg, das war mir alles viel zu nett, freundlich und aufgesetzt.

Nun allerdings kommt die Attitüde zum Vorschein, die man bereits während ihrer UFC-Karriere erkennen konnte, dort allerdings nicht derart in Szene gesetzt werden konnte, weil eben der Kampf im Mittelpunkt stand und weniger der Rest drumherum. Doch gerade letzteres ist halt bei WWE entscheidend und deswegen habe ich mich so sehr auf die WWE-Karriere von Ronda Rousey gefreut, weil unglaublich viel Potenzial dahinter steckt, sofern man es ausspielt. Ich freue mich daher enorm, dass dieses Potenzial nun endlich genutzt und ausgespielt wird – wenn auch mit einjähriger Verspätung.

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Rousey, Flair und Lynch haben sich Main Event bei WrestleMania 35 verdient

Insbesondere in Becky Lynch, deren Hype bei den Fans als billige Steve-Austin-Kopie ich ehrlich gesagt nicht so recht nachvollziehen kann, hat Ronda Rousey eine ideale Gegenspielerin, um diesen Turn zu vollziehen. Ich muss der WWE hier echt ein Riesen-Lob aussprechen, da sie die Dreierkonstellation mit Rousey, Lynch und Charlotte Flair über Monate hinweg perfekt aufgebaut hat. Das Triple Threat Match um nun sogar beide Women's Title ist daher ein würdiger Main Event bei WrestleMania 35. Und das sage ich gewiss nicht wegen des „Zum ersten Mal“-Etiketts, wie es das beim ersten Hell in a Cell Match der Frauen oder dem All Women's PPV WWE Evolution gab.

Nein, es ist einfach leistungstechnisch verdient, und in Sachen Vorfreude und Aufmerksamkeit der Fans sehe ich weit und breit kein anderes Match auf der Card, das dieses überstrahlen könnte. Zudem ist der Match-Ausgang meiner Meinung nach relativ offen, weil alle drei Frauen als Siegerin in Frage kommen. Zwar sehe ich Becky Lynch als Favoritin an, doch so oft, wie WWE-Boss Vince McMahon seine Entscheidungen ändert, muss das wenig heißen.

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Letzte Änderung am Samstag, 06 April 2019 21:14

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