Geschichte wiederholt sich: WWE, Brand-Extension und die Rolle rückwärts Empfehlung

  • 02 April, 2018
  • geschrieben von  Fred Reisinger
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Es wird oft behauptet, dass sich Geschichte wiederholt. Bei der WWE kann man dieser These definitiv zustimmen. Hier wiederholt sich ständig etwas. Doch ich möchte heute gar nichts großartig über vorhersehbare Storyline-Wendungen oder total unerwartete Turns sprechen, sondern über die Brands – SmackDown und RAW.

Als ich im Jahre 2007 zum Wrestling kam, wurde gerade neu eingeführt, dass die beiden Brands ab sofort gemeinsame PPVs veranstalten. Man versprach sich davon höhere Verkaufszahlen, die, als es das WWE Network noch nicht gab, stets das entscheidende Maß für den Erfolg waren. Und wenn bei einem PPV, für den die heimischen Fans in den USA über 50 Dollar löhnen mussten, nun die Stars von SmackDown und RAW auftreten, erhöht dies deren Attraktivität. So weit, so logisch. Wenngleich es natürlich nicht gerade für die WWE sprach, diesen Schritt vollziehen zu müssen, da es ein eindeutiges Signal rückläufigen Interesses war.

Ständiges Hin und Her: Brands besser getrennt oder zusammen?

Um ehrlich zu sein, kann ich den exakten Verlauf der Brands gar nicht mehr rekonstruieren. Viel zu viele Veränderungen gab es im Laufe er Zeit. Mal gab es nur einen World Champion, dann wieder deren zwei, ehe fünf Monate später der Restart-Knopf gedrückt wurde und alles auf Anfang gestellt wurde. Einst spielte gar noch ECW als dritter Brand eine Rolle. Stets waren aufgebaute Grenzen innerhalb kürzester Zeit doch nicht mehr unüberbrückbar, ehe sie wieder völlig eingerissen wurden. Damit wären wir auch schon in der aktuellen Zeit angekommen.
Im Jahr 2016 entschied sich WWE nämlich für die Rolle rückwärts. Strikt getrennte Roster, Brand-exklusive PPVs und damit zwei Brands, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen pushen sollen, da sie sich laut Storyline im Kampf um die Gunst der Zuschauer befinden. Zumindest letzterer Punkt fand schon einige Monate später keinerlei Berücksichtigung mehr, denn warum sonst sollte man bei RAW Werbung für den Main Event von SmackDown machen. Oder liegen bei Burger King neuerdings auch Flyer für Subway aus?

Ob es nun für die Attraktivität des Produktes besser ist, wenn eine strikte Trennung existiert, darüber teilen sich die Meinungen. Ich persönlich gehöre eher zu den Befürwortern, da man bei einer klaren Roster-Trennung (in der Theorie) mehr Zeit hat, das Profil der Wrestler zu schärfen und somit stärkere Charaktere zu kreieren. In der Praxis scheitert es zwar an der Umsetzung, aber im Vergleich zu der Zeit von 2012 bis 2016 habe ich zumindest wieder beide Brands verfolgt statt zuvor nur RAW.

Wo bleibt die nächste Zusammenlegung der World-Heavyweight-Titel?

Verwässert wurde besagtes Prinzip seit einigen Monaten mit dem „Free Agent“ John Cena, der – aus welchem Grund auch immer – in beiden Shows auftreten durfte. Nach WrestleMania folgt nun der nächste Schritt zurück. Ab dem PPV Backlash treten beide Brands fortan wieder bei jedem Großereignis gemeinsam auf. Übrigens das gleiche Event wie 2007. Damals war es ebenso Backlash – Geschichte wiederholt sich.

Die Gründe liegen – wie damals – am mangelnden Zuschauerinteresse. Fotos von halbleeren Hallen bei SmackDown-Events gibt es nahezu jede Woche. Da man diese Problematik für die wöchentlichen TV-Shows allerdings mit oben genannter Lösung für die PPVs nicht verbessert, wird es wohl nicht mehr allzu lange dauern, bis man beide Shows wieder zusammenlegt und jeder Wrestler dort auftreten darf, wo man ihn gerade braucht – inklusive stets Doppelauftritte der Top-Stars bei RAW und SmackDown.

Ich warte eigentlich seit Tagen nur noch auf die Meldung, dass die beiden World-Heavyweight-Titel zusammengelegt werden. Wäre eigentlich mal wieder an der Zeit, denn: Geschichte wiederholt sich.

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Letzte Änderung am Montag, 02 April 2018 15:27

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