Schiers Standpunkt: Zur Lage der Women's Division

  • 19 Dezember, 2017
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Lang und beschwerlich war er, der Weg zur Women's Revolution. An anderer Stelle habe ich mich schon mal etwas ausführlicher darüber ausgelassen. Nun wird ein weiterer Schritt unternommen und zum ersten Mal wird das Royal Rumble Match für Frauen freigegeben.

Wie ich finde, ist das ein positiver und folgerichtiger Schritt – das sage ich keinesfalls, weil ich von Royal Rumble Matches an sich sonderlich viel halte (von den 31 bisherigen sind höchstens zwei oder drei einen Blick wert – und ja, ich habe mich durch alle durchgenerdet), sondern, weil so den Frauen endlich immer mehr gleichberechtigte Wertschätzung zuteil wird. Wenn ich ehrlich bin, erwarte ich von dem Match an sich eigentlich relativ wenig, unabhängig von Männlein oder Weiblein. Diese ewigen An-den-Seilen-Festklammern- und Feiern-weil-man-den-Gegner-eliminiert-hat-aber-äh-äh-denkste-er-kommt-nochmal-zurück-und-schmeißt-dich-raus-weil-du-nicht-aufgepasst-hast-Spots haben sich schon viel zu lange abgenutzt und dennoch sieht man sie alle Jahre wieder.

Zur vollen Gleichberechtigung ist es freilich immer noch ein weiter Weg. Pro Brand gibt es gerade einmal einen Frauentitel. In dieser Hinsicht würde es mich freuen, wenn es hier demnächst noch einen Midcard- und einen Tag Team Titel für Frauen gäbe; vielleicht ist es sogar möglich, den Frauen einen eigenen Brand zu geben; momentan frage ich mich eh, wie die WWE die ganzen Leute aus NXT, dem diesjährigen Mae Young Classic, dem CWC und der vielleicht irgendwann kommenden britischen Division bei diesem Showpensum noch irgendwie unter einen Hut kriegen will. Gut, bei sieben Stunden Wrestlingcontent pro Woche zzgl. Großveranstaltungen nach einem neuen Brand zu fragen, mag ein kühnes Unternehmen sein und ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, ob ich das langfristig gut finde, jedoch kommen momentan immer mehr Leute nach, während mit James Ellsworth, Emma, Darren Young, Summer Rae und – starten wir mal die mutige Prognose – demnächst wohl Rich Swann kaum Leute entlassen werden.

Nicht, dass ich mich jetzt dafür stark mache, Leute zu entlassen: Das Gesamtroster der WWE ist meines Erachtens so stark wie nie. Es sind nicht mehr nur ein paar wenige starke, herausstechende Einzelcharaktere; es gibt mehrere Dutzend Leute, die man ohne Weiteres an vorderste Front stellen könnte. Die Tag Team Division ist stark wie nie, diverse Internet-Darlings haben sich einen großen Namen gemacht und das Frauenwrestling ist inzwischen auch eine gewaltige Hausnummer.

Durch das Network hat die WWE nun aber auch die Möglichkeit, Shows zu produzieren, die keinen Sendeplatz im Kabelfernsehen brauchen; so zu sehen momentan bei NXT und 205Live. Ein dritter „Hauptbrand“ der Herren bzw. ein eigener „Frauenbrand“ wäre da relativ einfach ins Leben zu rufen; mit Bayley, Sasha Banks, Charlotte Flair, Asuka, Alexa Bliss oder Becky Lynch hätte man bereits gute Zugpferde, bei NXT und durch das Mae Young Classic auch hinreichend Nachzüglerinnen, mit denen man auch eine eigene Main- und Midcard sowie eine eigene Tag Team Division aufbauen könnte. Mein Wohlwollen hätte es auf jeden Fall!

Letzte Änderung am Dienstag, 19 Dezember 2017 21:08

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