Ohne Seth Rollins - Who will clap their hands and feel the power?

  • 07 November, 2015
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Die Katzen sind aus dem Haus, Zeit für die Mäuse, auf dem Tisch zu tanzen. John Cena, Randy Orton, Daniel Bryan und nun auch noch der auserwählte Seth Rollins - allesamt sind für die nächsten Monate außer Haus. Derweil platzt die Uppercard vor schlecht gepushtem Talent. Wer kann die Lücken schließen? Wer wird der Champ? Wer kann jetzt die Power of Positivity nutzen und in die Hände klatschen? Schauen wir uns mal ein paar Kandidaten an:

Roman Reigns
Logisch, ne? Die größte Maus, fast schon mit den Ausmaßen einer Ratte, im Feld. Reigns kratzt schon seit Ewigkeiten am Titel und glaubt man den letzten Gerüchten war sogar geplant, ihn im Zuge des aktuellen Programms mit Rollins den Titel holen zu lassen. Wäre also vermutlich Vinnies erste Wahl für einen neuen Champ. 

Will ich das? Bitte nicht! Reigns kann als Heel Gold wert sein, aber er passt in seiner aktuellen Situation einfach nicht in die Rolle des großen Babyfaces, in die man ihn ständig drängen will. Er reißt sich den Arsch auf, macht große Fortschritte, hat aber einfach nicht die Persönlichkeit, um gleich als großes Babyface zu starten.

Sheamus
Mr. Money in the Bank, die Albino-Maus muss man immer auf dem Zettel haben. Im Turnier selbst räume ich ihm keine großen Chancen ein, halte es aber für absolut nicht unmöglich, dass er am Ende gegen den Sieger eincasht.

Will ich das? Vermutlich eine noch miesere Alternative als Reigns, mal ernsthaft: Der Typ bestreitet grade 6-Man-Tags in den Preshows. Nach dem, was Rollins mit dem Titel angestellt hat, wäre es ein Verbrechen, den Titel solch einem Statisten zu überlassen.

Bray Wyatt
Die Wollmaus (weil Bart und so) in der Uppercard steckt zwar grade in einer großen Storyline, dürfte aber nach einer Fehde mit dem Undertaker definitiv in der Diskussion für eine Fehde um das große Gold sein. Ob er dabei die Fehde vorher gewinnt oder nicht, scheint bei WWE ja nebensächlich zu sein. Eine Promo, die Niederlage weggegrinst und die Card weiter hinauf gekrabbelt. Erschreckend, wie sehr das nach Cena klingt...

Will ich das? Nein. Wyatt war bislang ein gruseliger Spinner. Mit der Zeit hat er sich zwar als einsimensional entpuppt und eine Niederlage nach der anderen hat auch nicht dabei geholfen, ihn weiter zu bringen, aber er hat immer noch irgendwo in die Show gepasst. Jetzt kann er wie Kane und der Undertaker in ihren besten Zeiten Naturgewalten beschwören. Damals passte das noch in das allgemein trashig wirkende WWE-Produkt der 90er. Ins heutige Hochglanz-WWE-TV passen solche Effekte und Charaktere einfach nicht mehr.

Dolph Ziggler
Nur Favoriten sind Mäuse, in der Hinsicht in Ziggler wohl eher ein lästiger Floh. Er wird als Füller für das Turnier herhalten dürfen. Genau wie Owens, Del Rio, King Barrett und (mir schlecht, das nur zu schreiben) Cesaro.

Dean Ambrose
Die Wühlmaus, die sich durch Gegnerschwaden wühlt, nicht so wirklich gepusht wird, aber auch ein bisschen unter dem Radar fliegt, sodass sie nicht wirklich in einer Mausefalle (aka Fehde gegen Stardust oder dergleichen) landet. Hat in meinen Augen das Zeug zum Geheimfavoriten.

Will ich das? Naja, wäre für mich zumindest die erträglichste Lösung. Aus dem ganz einfachen Grund: Keiner der hier Genannten ist so wirklich over. Sei es durch fehlende Fähigkeiten, fehlende Mictime, oder miese SLs. Ambrose traue ich am ehesten zu, möglichst schnell in die Rolle hinein zu wachsen und die Zuschauer auf seine Seite zu ziehen.Von den Storyline-Möglichkeiten mit Reigns & Rollins mal ganz abgesehen.

Was will ich denn nun?
Ich will ein paar schöne Matches, die auch als Beginn einer Fehde genutzt werden, dabei vor allem eine ordentliche SL für Cesaro und ich will ein großes Finale zwischen Ambrose & Reigns. Ganz wichtig: Mit einem Turn von einem der beiden. Und so gern ich Ambrose auch als Heelchamp sehen würde: Einen besseren Zeitpunkt für einen Roman-Heelturn gibt es nicht. Der könnte ihn endlich dahin katapultieren, wo man ihn haben will.

Seit Lesnar hat sich Reigns den Arsch aufgerissen, sowohl im Sinne des Kayfabes, als auch hinter den Kulissen. Er kann interessante Matches zeigen, die länger als fünf Minuten dauern und hat es mit jedem denkbaren Heel in der WWE aufgenommen. Wenn er dann, nach all den Rückschlagen und den Steinen, die ihm von der Authority in den Weg gelegt wurden, wenn er da nach umkämpften 25 Minuten den Low Blow gegen seinen Bruder auspackt... dann hätten wir endlich mal wieder etwas Tiefe im Programm. Eine absolut menschliche Reaktion, die man trotzdem hassen kann. Wir hätten all das, was wir nicht müde werden zu fordern. Und zwar genau von dem, den wir monatelang ausgebuht haben. Da wäre selbst der größte Smark zwiegespalten...

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