Spielwiese: WWE2K16 angespielt

  • 29 Oktober, 2015
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Es liegen verdammt arbeitsintensive Wochen hinter mir (das wird jetzt keine Jammerei. Selbständig und arbeitsintensiv ist gut). Ich habe mich in den letzten Tagen das ein oder andere Mal gefragt, wie um Himmels Willen ich es schaffen soll, das WWE2K16 zu testen und zu rezensieren, denn ich wusste ja, dass es kommen sollte. Darüber hinaus ist das Erscheinungsdatum – wie immer – für mich doof. Traditionsgemäß hat mein Teenager-Sohn zu Halloween Übernachtungsbesuch, man plant – wie immer – im eigenen Zimmer zu zocken. Das stellt mich vor zusätzliche Probleme: 1. Besuch im Haus und 2. steht die X-Box in besagtem Zimmer :D

Was hab ich mir nur dabei gedacht, der Rezension zuzusagen?
Besonders weil die letzten Spiele, die ich in den letzten Wochen mal gespielt habe, Criminal Case und Candy Crush waren. Okay. Und einmal Super Mario World auf dem SNES… Zweifel nagen. Außerdem war da ja noch das Problem mit der Xbox… Also beim Mittagessen erstmal dem Nachwuchs angekündigt, dass ich bald ein Spiel bekomme und dann sein Zimmer okkupieren werde. Es folgten harte Verhandlungen – wie sollte es auch anders sein. Das Resultat: Er darf mit-testen und das Spiel hinterher haben, um es Halloween mit seinem Kumpel zu zocken. Er ist zwar keine 16, aber da er auch vor 3 Jahren schon das damals aktuelle WWE-Spiel gezockt und bisher niemandem das Genick gebrochen hat, wird das schon passen.
Aber genug Blabla als Einleitung (wusstet ihr, dass Google mittlerweile im Schnitt gerne über 900 Wörter in einem Beitrag möchte? Wer soll das alles lesen? Aber gleich geht’s wirklich los. Versprochen… )

Zur Einstimmung nochmal der Trailer:

Die Post war da und los geht es: WWE2K16 im ersten Test. Knappe 1,5 Stunden haben wir mit dem Spiel verbracht – die meiste Zeit im Exhibition-Modus im 1-vs.-1

Die Matcharten in WWE2K16

Wieder gibt es Inferno, Hell in a Cell, I quit – und viele andere Matchvarianten (inkl. Turniere) mehr. Deutlich neu ist mir dabei jetzt nichts aufgefallen, allerdings ist es auch ein bisschen her, dass ich das letzte Mal ein WWE-Spiel gespielt habe. Das letzte stammte noch aus dem Hause THQ. Alles in allem merkt man dem Spiel aber deutlich an, dass auch beim Wechsel des Namens auf dem Cover noch immer der japanische Developer Yuke‘s das Spiel entwickelt. Dramatische Änderungen sind mir tatsächlich nicht aufgefallen. (Nachdem ich mal nachgelesen habe: Offenbar gab es im Vorgänger WWE2K15 keine Ladder-Tag Team, Handicap-Tag Team und Tornado-Tag – Matches. Die sind jetzt wieder dabei!)

Die Wrestlercharaktere in WWE2K16

Bei der Auswahl der spielbaren Charaktere dürfte jeder fündig werden. Der Nachwuchs nörgelte zwar, weil Rey Mysterio fehlte, gab sich dann aber mit Sin Cara als Ersatz zufrieden. NXT’ler haben hier genauso ihren Platz gefunden, wie alte Recken. Dabei muss man aber sagen: Es gibt Spiele mit besseren Gesichtern. Randy Savage z.B. würde man nicht unbedingt auf Anhieb als solchen identifizieren. Die Gesichter wirken sehr starr und dadurch leblos (was dem aktuellen und dem `99er Sting oder einem Undertaker sicher zu Gute kommt). Mein Herz freue es, dass es gleich drei Sting-Versionen im Spiel gibt und eben auch den Macho Man oder Rick Rude, ebenso wie Diesel, DDP oder Edge. Dazu kommen eine ganze Reihe von Charakteren, die freigespielt werden können. Darunter Jack Roberts und Bret Hart. Das Roster ist also – wie angekündigt – riesig. Und brauchte entsprechende Zeit zur "Sichtung".

Hier der Macho Man:

Macho Man Randy Savage

Andere hingegen sehen ganz hervorragend aus:

austin jpg

brock

Der Storymodus "2K Showcase"

2K Showcase erzählt die Geschichte des „Covermodels“ Steve Austin. Ob interessant oder nicht, werde ich später berichten. Ich habe ihn nur mal gestartet kurz gestartet, bis das erste Match lief. Aber Storymodus ist ja ohnehin nicht jedermans Sache. Ich werde ihn auf alle Fälle testen.

Was mir etwas aufstößt: Die Karriere von Steve Austin fand zu nicht geringen Anteilen in der Attitute Era statt - die ja nun schon selbst Storymodus war. Aber ich lasse mich überraschen!

Charaktere erstellen / Creation Suite

In WWE2K16 kann man auch wieder allerhand Dinge selbst erstellen. Dabei fällt mir als Frau natürlich sehr auf, wie extrem unterschiedlich ausgestattet die Baukästen für Wrestler und Diven sind. Für die Wrestler gibt es mehr Einstellungen, Körpertypen etc. Macht aber nicht schrecklich viel, da man so ziemlich jede Körperteil noch nachträglich in seiner Größe verändern kann (was zur Folge hatte, dass der Sohnemann erstmal einen Slendermann baute – hat sogar ganz gut geklappt, meine Zombidiva muss ich wohl nochmal überarbeiten :D )
Was hier noch mehr auffällt, als bei den fertigen Charakteren: Lange Haare gehen gar nicht. Es sei denn, es ist gewollt, dass die Haare aussehen, wie heißgemangelt und mit Uhu in Form gebracht. Mehr als die Figuren zu erstellen habe ich im ersten Durchgang nicht gemacht. Das dauert schon…

Übrigens wird gibt es auch eine Handy-App zum Erstellen von Charakteren. In der Creation Studio App könnt ihr den Wrestlern euer Gesicht verpassen. (was wohl mit Kamera an der Konsole auch geht, hab ich aber nicht, kann ich also nix zu sagen). Gefunden habe ich sie bei Google Play bisher allerdings nicht.

Die Steuerung von WWE2K16

Wer liest schon Anleitungen… Prinzipiell kommt man erstmal ganz gut zurecht, wenn man wie wild Knöpfe drückt. Das war bei den Vorgängern schon so. Ist hier aber nicht mehr ganz so einfach. Aber wie auch bei den Vorgängern gibt es vor den Matches Tipps zur Steuerung.

Nur: Wer soll sich das alles merken? Ich weiß, wie ich mich bewege, aufstehe, schlage, trete und Körperteile anvisiere. Vor allen Dingen aber, weil ich es schon beim letzten meine WWE-Spiele gelernt habe. Wer also Erfahrung mit dem Spiel hat, wird auch hier gut zurechtkommen. Wer keine hat… tja… der sollte erstmal mit ebenso unfähigen lebenden Gegnern üben. Da geht’s nämlich. Gegen die Konsole sieht es dann schon etwas anders aus.

Letztlich muss ich hier bemängeln, was ich bei meinem letzten Spiel schon bemängelte: Ich will mich nicht Ewigkeiten mit der Steuerung auseinander setzen - ich will einfach losspielen und intuitiv lernen können. Intuitiv ist außer dem Gehen aber wohl gar nichts. Und da man ja nun mal ziemlich viele Knöpfe drückt, ist es auch nicht immer nachvollziehbar, warum was passiert. Des öfteren gab es Dialoge wie: "Wie hast du das denn gemacht?!" - "Keine Ahnung...." Das ist sehr schade.

Einige Dinge in der Steuerung wurden angepasst. So muss man nun zum Kick-out nicht mehr einen Knopf gedrückt halten und im passenden Moment loslassen, sondern ihn im passenden Moment drücken.

WWE2K16 angespielt...

Bevor wir irgendwas anderes gemacht haben, haben wir aber ein paar PvP-Matches durchgespielt. Dabei ein normales, ein Extreme Rules und Hell in a Cell – Match. OMG – Momente gibt es auch in diesem Spiel wieder: Und als mein Randy Savage auf dem Käfigdach stand und am Abgrund taumelte, rutschte mir tatsächlich das Herz in die Hose. Gefallen ist dann aber Sting – und mein Macho Man hinterhergesprungen… Was ihm nicht gut bekam.
In folgender Reihenfolge haben wir gespielt:

Edge vs. Sin Cara (w/Kalisto)
Sieger: Edge (obwohl die Drecksau von Kalisto tatsächlich „meine“ Edge angegriffen hat – bis er rausflog).

Extreme Rules – Match
Sting (`99) vs. Undertaker
Sieger: Sting (und damit 2:0 für die Mutter!)

Hell in a Cell – Match
Randy Savage vs. Sting
Sieger: Sting (und damit 2:1)

Ansonsten haben wir erstmal “nur” alles angeschaut, uns durchgeklickt. Leider gibt es den „My Career“-Modus nur für PS4 und XBOX One – weswegen ich dazu weder jetzt noch später etwas sagen kann.

Das Feeling bei WWE2K16

Alles ist sehr stimmig bei WWE2K16. Publikum, Kommentatoren – das ganze Drumherum. So stimmig, dass man es beim Spiele eigentlich gar nicht wahr nimmt. Einzig bei einem Entrance habe ich mal ein bisschen aufs Publikum, Plakate etc. geachtet. Ansonsten ist es so, wie im TV: Man nimmt es wahr, man hört die Kommentatoren, aber sie hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Das finde ich übrigens gut! Schließlich möchte man sich beim Spielen aufs Spiel konzentrieren und nicht auf das gesamte Drumherum. Das Feeling passt. Gut umgesetzt. Eben so, als würde man eine Show am Bildschirm verfolgen.

Zu Feeling gehören für mich auch feine, subtile Verbesserungen in der Grafik. Die Beine des Undertaker „rutschen“ nicht mehr einfach durch den Mantel, die Wrestler unterscheiden sich stärker auch im Körperbau. Wie weiter oben schon gesagt: Die Gesichter überzeugen mich nicht so ganz, aber letztlich fällt das im Matchgeschehen selbst nicht weiter auf. Allerdings schon, dass die Charaktere mitunter etwas hüftsteif wirken.

Die Tatsache, dass man ein Match nicht mehr aus Reversal an Reversal „gestalten“ kann, macht es kurzweiliger – vor allen Dingen gegen echte Gegner. Die Zahl der Reversals pro Match wurde limitiert. Man kann den Entrance eines Gegners unterbrechen und ihn attackieren, bevor das Match angeläutet wird. Es gibt Chain Wrestling Moves und Working Holds. Das alles macht das Spielen interessanter - aber eben auch in der Steuerung schwieriger.

Alles in allem "fühlt" sich das Spiel gut an. Echt. Authentisch. Sehr schön.

Die Musik

Der Soundtrack zum Spiel ist gut zusammengestellt. Natürlich kann niemandem alles gefallen und einige Songs haben definitiven Nervcharakter. Aber z.B. bei „Youth Gone Wild“ von Skid Row bin ich vor Freude (und sehr zum Befremden meines Nachwuchses) fast vom Stuhl gehüpft.

Außerdem kann man sich seinen eigenen Soundtrack in der Jukebox zusammenstellen.

Und der Vergleich zum Vorgänger?

Leider kann ich den nicht ziehen. Aber wenn ich mir die Reviews aus den USA anschaue, bin ich ehrlich gesagt auch ganz froh, WWE2K15 NICHT zu besitzen. Die relativ einhellige Meinung von Profis und Laien ist: WWE2K16 ist um Klassen besser als der Vorgänger und viele Fehler, die man in den vergangenen Spielen, sowohl bei THQ, wie auch 2K gemacht hat, sind hier behoben worden.

Fazit zum ersten Test von WWE2K16

Momentan würde ich dem Spiel wohl 4 von 5 Sternen geben. Es macht Spaß - es hat Verbesserungen gegeben. Luft nach oben ist natürlich trotzdem. Aber letztlich ist es immer besser, Luft nach oben zu haben, als keine mehr nach unten ;)

Ich bin froh, mich aufgerafft zu haben. WWE2K16 könnte ein Spiel sein, das mich mal wieder häufiger an die Konsole zieht.

Weitere Einblicke gibt es dann demnächst hier. Wer das Spiel selbst spiele will, kann es zum Beispiel hier bestellen:
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Letzte Änderung am Freitag, 30 Oktober 2015 08:21

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