Spielwiese: NBA2K16 angespielt

  • 02 Oktober, 2015
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Wie jedes Jahr können im Herbst die Gamer ihre Konsolen mit neuen Spielen füttern. Tradition ist es hierbei auch, dass 2K sein neues Basketball Spiel auf dem Markt bringt. Ich hatte hierbei das Vergnügen, NBA 2K16 testen zu dürfen und möchte euch in den folgenden Zeilen meinen ersten Eindruck vom Spiel nahelegen. Ein ausführlicheres Review wird in der kommenden Woche erscheinen, wenn ich mehr Zeit mit dem Spiel verbracht habe.

Gleich vorneweg möchte ich kurz erwähnen, dass ich auf dem virtuellen Basketball Plätzen ein Rookie bin und in den vergangenen Jahren fast keine Erfahrungen mit Vorgängern oder Konkurrenz Titeln hatte.

Zu Beginn während das Spiel sich im Hintergrund noch vollständig installiert, hat man bereits die Möglichkeit, mit zwei vorgegebenen Mannschaften die erste Partie zu bestreiten. Da ich in der ersten Minute rein gar nichts auf dem Parkett bewirken konnte, musste ich erst einmal die Steuerung studieren. Studieren ist hier wahrlich das richtige Wort, denn diese hat es (auf den ersten Blick) ziemlich in sich. Für alte Hasen, die bereits die Vorgänger im Regal liegen habe, dürfte dies logischerweise überhaupt kein Problem sein. Doch die wichtigsten Knöpfchen hat man schnell im Kopf. Passen geht mit dem X-Button, Punkte sammelt man mit dem rechten Analog-Stick. Hiervon gibt es noch natürlich noch etliche Variationen, aber die erspare ich euch an dieser Stelle. Etwas schade finde ich es, dass die Steuerung mit vielen Fachbegriffen erklärt ist, die wohl nur von absoluten Fans des Sports verstanden werden. Allgemein habe ich den Eindruck, dass man als Gelegenheitsspieler nie und nimmer alle Funktionen der Steuerungen nutzen wird können, die einem das Spiel bietet.

Wenn das Spiel fertig installiert ist, gelangt man ins Menü. Hier kann man zwischen einer Vielzahl aus anderen Sportspielen bekannten Modi auswählen. Manager-Modus, Saison, Be A Pro etc. Hier bleiben keine Wünsche offen. Positiv hervorheben möchte ich die Möglichkeit namens „Blacktop“. Hier kann man ein 1 vs. 1 Duell auswählen (erweiterbar auf bis zu 5 vs. 5) und tritt anschließend in einem Park  gegeneinander an. Sicherlich besonders witzig, wenn man zu Zweit vor der Konsole sitzt. Hat mich irgendwie an FIFA Street erinnert.

Da ich bei Sportspielen generell kein Freund von Spielen gegen die CPU bin, suchte ich sofort nach dem Online Modus. Dieser ist in einem Ligen System aufgebaut, ganz ähnlich wie in FIFA. Man fängt ganz unten an und nach einer gewissen Anzahl an Siegen innerhalb von 10 Partien steigt man in die nächsthöhere Liga auf. Dieses System hat logischerweise den Vorteil, dass man gegen gleichstarke Gegner antritt. So hatte ich das Glück, im erstem Match auf einen Spieler zu treffen, der das Spiel wohl ebenfalls noch nicht allzu oft spielte und konnte so einige Sachen ausprobieren und am Ende die Partie sogar mit 57: 43 für mich entscheiden. Der erste Sieg war damit schon in der Tasche. Etwas schade finde ich es allerdings, dass man im Online Modus nur auf Mannschaften aus der NBA zurückgreifen kann.

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Hier ist nämlich ein kleiner Negativpunkt am Spiel. Als Fan des deutschen Basketballs muss man sich mit lediglich zwei Mannschaften begnügen. Nur Bayern München und ALBA Berlin haben es geschafft. Der deutsche Meister aus Bamberg oder Pokalsieger Oldenburg wurden leider nicht berücksichtigen. Einziger Trost ist, dass es den anderen europäischen Ligen nicht besser ergeht. Nur die Top-Mannschaft haben es ins Spiel geschafft. Natürlich liegt der Fokus von 2K (mit Recht) auf der NBA und es ist auch lobenswert, dass im Vergleich zum Vorjahr mehr Euro-Teams den Weg ins Spiel fanden. Ich würde es allerdings begrüßen, wenn man hier in den kommenden Jahren noch mehr Mannschaften aus Europa ins Spiel integriert.

Bleiben wir gleich mal kurz in Europa. Als Bayern Fan habe ich mir natürlich auch meine Mannschaft geschnappt und gegen ALBA Berlin (CPU gesteuert) ein Match bestritten. Negativ fielen hierbei zwei Sachen auf. Zum einen sind die Kader noch auf dem Stand der letzten Saison (kann per Patch natürlich noch ausgebessert werden), zum anderen hat man sich für die Erstellung der Spieler deutlich erkennbar weniger Mühe gemacht, als bei ihren NBA Kollegen. Zum Teil schauen Spieler sehr gleich aus und entstanden wohl aus der identischen Vorlage. Bei Anton Gavel verschluckt der Kommentator ständig das „e“ im Nachnamen. Wie gesagt, da der Fokus logischerweise auf der NBA liegt, kein Beinbruch, zumal dieser Aspekt vielen Leuten wohl gar nicht auffallen wird. Als Fan des deutschen Basketballs finde ich es allerdings etwas schade.

Doch zurück zur NBA, denn hier lässt das Spiel seine Muskeln spielen. Besonders die Grafik hat es mir angetan. Die Spieler sehen – soweit mir deren Gesichter bekannt sind – genau so aus wie in der Realität und sehen sehr beeindruckend aus. Je länger das Spiel dauert, desto mehr Schweiß ist auf der Stirn erkennbar. Das ist echt stark gemacht. Auch bei den Haaren der Spieler war ich beeindruckt, wie realistisch sie aussehen. Bei FIFA 16 wirken die Haare beispielsweise total starr, bei NBA 2K16 hingegen fliegen sie umher, wenn man einen Dunk macht.

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Ich persönlich lege auf Details sehr viel Wert, da diese aus einem guten Spiel eben ein sehr gutes Spiel machen. Ein solches Detail wären beispielsweise die Zuschauer. Diese sehen in NBA 2K16 ebenso hervorragend aus. Nicht wie in anderen Spielen, wo man meint, lauter eineiige Zwillinge haben sich ins Publikum verirrt. Bei einem Freiwurf drehen sogar alle Zuschauer den Kopf in Richtung des Korbes. Einziges Manko sind die Klamotten der Fans. Hier wäre es schön, wenn zumindest einige Zuschauer die Trikots ihrer Mannschaft anhätten, statt völlig neutrale Kleidung zu tragen.

Zum Gameplay selbst werde ich dann in der nächsten Woche mehr zu sagen können, wenn ich etwas mehr Partien auf den Buckel habe. Bislang kann dies aber überzeugen. Die Spieler bewegen sich sehr dynamisch, die Mitspieler (und auch Gegenspieler) positionieren sich taktisch geschickt. Einziger kleiner Kritikpunkt hierbei sind die Freiwürfe. Diese wirft man ebenso mit dem rechten Analogstick und obwohl man ein Feedback erhält, ob man zu früh oder zu spät losgelassen hat, empfinde ich diese Lösung als nicht optimal. Als kleiner Junge hatte ich mal ein Basketball Spiel – war noch zu Playstation 2 Zeiten – da hat mir das Freiwurf System wesentlich besser gefallen. Dort musste man 2x einen Knopf drücken, wobei das erste Drücken die Höhe des Wurfes bestimmte und das zweite Drücken die Richtung, also ob der Wurf mittig ist oder eben eher links/rechts. Da sah man als Spieler ziemlich gut, warum der Wurf den Weg in den Korb fand – oder eben warum nicht.

Auf ein Fazit möchte ich an dieser Stelle noch verzichten, weil es dafür nach ein paar Stunden einfach noch zu früh wäre. Dieses wird es in der kommenden Woche beim ausführlichen Review zu NBA 2K16 geben. Ich würde mich freuen, wenn ihr dann nochmal vorbeischaut.

Anmerkung: Fred hat NBA2K16 auf der PS4 getestet. Das Spiel ist ansonsten erhältlich für PC, XBOX One, PS3, XBOX360. Wenn ihr das Spiel bestellen wollt, unterstützt uns doch, indem ihr es über unseren Amazon-Partnerlink bestellt! DANKE!

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Letzte Änderung am Freitag, 02 Oktober 2015 18:11

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