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Brandtherd Orlando #1

  • 12 Juli, 2012
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logobrandtIch begrüße euch zur ersten Ausgabe meiner Kolumne hier auf dieser schmucken neuen Wrestling-Seite. Bevor ich mich in die eigentliche Thematik stürze, möchte ich mich ganz kurz vorstellen, damit ihr ein ungefähres Bild habt, wer sich jetzt ab und an hier breitmacht.

Wie ihr oben lesen könnt, ist mein Name Christian, ich bin mittlerweile 32 Jahre alt und seit über 20 Jahren Wrestling-Fan. Also was die Intensität des Fan-Daseins angeht: Mal mehr, mal weniger.  Es muss im zarten Alter von elf Jahren gewesen sein, als ich bei einem Kumpel mit Kabelanschluss – ich hatte damals leider keinen – über das Programm der damaligen WWF gestolpert bin. Zumindest war Bret Hart das erste Mal Intercontinental Champion, daher die zeitliche Einordnung. Ich konnte mich sofort für den Sport begeistern. Relativ schnell wurde einem im Kindesalter über das soziale Umfeld aber auch deutlich aufgezeigt, dass man als Wrestling-Fan nicht gerade zur Creme de la Creme der Coolness gehört.

Ich erinnere mich an Zeiten, in denen man sich wie ein Junkie nervös umher blickend in irgendwelchen Ecken verschanzte. Die „heiße Ware“ waren aber glücklicherweise keine Drogen, sondern „Doppelte“ vom Repo Man, Skinner und Co. aus dem WWF-Panini-Album. Wenn du irgendwas als elf- oder zwölfjähriger Halbstarker nicht brauchst, dann ist das eindeutig der Status als Klassenarsch. So bin ich bis heute froh, dass damals nicht ich, sondern ein Kumpel von mir an der Losbude auf der Kirmes ein grottenhässliches Macho-Man-T-Shirt gewonnen hat. Dass er dieses „schamlos“ am nächsten Tag in der Schule trug, lief ihm jahrelang hinterher. Bis dahin galt eindeutig der Typ in unserer Klasse als der mit Abstand uncoolste, der in seiner Freizeit Kunstradfahren in bunten engen Radlerhosen und Ballettschlappen betrieb. Auf der klasseninternen Beliebtheitsskala von 1 - 10 steigerte sich dieser aber ohne eigenes Zutun von der „1“ wie „megauncool“ auf  eine „2“ wie „immer noch megauncool, aber besser als der Vollidiot im Macho-Man-T-Shirt“. Vielleicht könnte man aus tiefenpsychologischer Sicht sagen, dass dieses Versteckspiel hinsichtlich meines Hobbys als Kind dazu führte, dass ich es heute so genieße, frei über das Thema zu schreiben. Vielleicht ist dieser Ansatz aber auch einfach nur völliger Mumpitz.

Beim Übergang von der Kindheit in die Pubertät wurden dann andere Dinge wie Partys und Mädels interessant. Das sind zwei Punkte, bei denen einen das Hobby Wrestling nicht unbedingt meilenweit nach vorne bringt. So wäre es wohl wenig hilfreich, auf einer Party mit folgenden Worten lässig in Richtung Traumfrau zu schlendern: „Hey Kleine, ich hab meine selbstgeschnittene Best-of-Videokassette vom Ultimate Warrior dabei.“ Und mit einem auffordernden Kopfwackler hinterher: „Zu dir oder zu mir?“

Kurze Zeit später begann dann das Arbeitsleben und ab diesem Zeitpunkt verlor ich das Wrestling auch fast gänzlich aus den Augen. Erst als ich mir aufgrund meines anderen großen Hobbys Fußball 2007 ein SKY-Abo leistete, kam ich wieder mit meiner alten Liebe in Kontakt. Die Sucht kam schlagartig zurück und das sogar schlimmer als je zuvor. Dass ich mittlerweile einen Internetanschluss hatte und mich täglich dementsprechend überall über das Geschehen informieren konnte, machte die Sache nicht gerade besser. Im Übrigen ist die leichte Scham über das Hobby Wrestling bei mir mittlerweile verflogen. In Zeiten von „Bauer sucht Frau“, „Mitten im Leben“ und den „RTL 2 News“ würde es mich fast wundern, wenn IMPACT nicht demnächst auf Arte laufen würde.

Ab 2007 verfolgte ich also das aktuelle Geschehen bei WWE und saugte gleichzeitig die verpassten ca. acht Jahre im Internet auf. Relativ schnell wurde mir bewusst, dass sich das Programm nicht gerade zum positiven verändert hatte. WWE hat nun die letzten fünf Jahre letztlich erfolgreich genutzt, um mich als Fan zu vertreiben. Neben vielen anderen Punkten ist ein gewisser Top-Draw der Stamfordschen Pampers-Ausrichtung der Hauptgrund für diesen Umstand. Man fühlt sich durch die ständige Präsenz von John Cena gefangen in einem Endloswitz, bei dem man sehnsüchtig auf die Pointe wartet. Bis dato hatte ich Wrestling auch für einen Sport gehalten. Da sich aber ein Sport über den Leistungsgedanken definiert und Cena an der Spitze der größten Wrestling-Liga dieses Planeten steht, kann etwas mit diesem Gedanken nicht stimmen. Zuletzt habe ich gelesen, dass die Quoten der Klitschko-Kämpfe rapide zurückgehen, da es keine gefährlichen Gegner mehr gibt und die Kämpfe daher eine gewisse Langeweile beherbergen. Seltsame Parallele! Während ich aber in diesem Zusammenhang großen Respekt vor der Leistung der beiden ukrainischen Brüder habe, frage ich mich, wie man als Unternehmen freiwillig über Jahre auf diesen Status des stetigen Zuschauerverlusts hinarbeiten kann. Um es kurz zu machen: Ich brauchte dringend eine Alternative zum WWE-Programm.

TNA hat mich in den letzten Jahren nicht sonderlich interessiert. Ich schaute mal zwei oder drei Shows in Folge, aber man schaffte es nie mich festzuhalten. Im Gegenteil, teilweise wurde ich sehr schnell wieder vertrieben. Bestes Beispiel war die Formierung der Main Event Mafia, die ein aus meiner Sicht fast schon erbärmlicher Abklatsch der nWo war, und das sogar teilweise in Originalbesetzung. Man versuchte den Erfolg ohne große Neuerungen zu erreichen, sondern vor allem damit, die immer gleichen alten, ehemals erfolgreichen Relikte aus längst vergangenen Tagen vor die Kamera zu schieben. Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass ich bei TNA mal meine neue Heimat als Wrestling-Fan finden würde.

Als ich im letzten Jahr aber las, dass James Storm per Squash den World Heavyweight Championship von Kurt Angle errang, wurde ich erstmals hellhörig. Ich begann die Shows zu verfolgen und hätte mir keinen besseren Zeitpunkt aussuchen können. Aus meiner Sicht begann bei TNA ab diesem Zeitpunkt eine neue Zeitrechnung. Es werden seitdem verstärkt Eigengewächse und jüngere Worker gefördert, während die alten Recken in erster Linie die Aufgabe haben, diese auf ihrem Weg nach oben zu unterstützen. Dies beinhaltet auch eine flachere Hierarchie innerhalb des Rosters, was die gesamte Ausrichtung interessanter macht. Bei WWE steht eine Person an der Spitze und es wird keine Gelegenheit ausgelassen, dies zu bestärken und den Rest vergleichsweise schwach aussehen zu lassen. Auch viele weitere elementare Aspekte einer Wrestlingshow gefallen mir bei TNA einfach richtig gut. Ein Heel ist nicht automatisch ein feiger Trottel, das Roster ist meines Erachtens sowohl hinsichtlich In-Ring-Skills als auch Mic-Work fabelhaft besetzt und es gibt Storylines. Halleluja, es gibt tatsächlich Storylines!

Wie ihr wahrscheinlich gemerkt habt, sind wir mittlerweile mitten im Thema. Da ich der Meinung bin, dass in der heutigen eher zähen Wrestlinglandschaft vor allem TNA noch Feuer versprüht, erschien mir auch der Kolumnenname „Brandtherd Orlando“ passend. Und nein, das ist kein Rechtschreibfehler, ich wollte mir einfach den „Brüller“ mit meinem Nachnamen nicht nehmen lassen. In Zukunft werde ich euch mit dieser unregelmäßigen Kolumne und dem wöchentlichen „Personal IMPACT-WRESTLING-Rebound“ versorgen, welcher eine subjektive Darstellung der Show meinerseits darstellt. Ich freue mich sehr darauf! Um möglichst viele von euch mit ins Boot zu holen und gegebenenfalls sogar TNA-Neulinge für die Company zu interessieren, werde ich abschließend noch das aktuelle Geschehen ein wenig aufbereiten. Auf diesem Stand starten wir dann ab dieser Woche gemeinsam unsere kleine Reise durch Orlando.

Ich beginne einfach mal mit meinem persönlichen Sorgenkind: Den Knockouts. Während ich jahrelang dem Damenwrestling überhaupt keine Bedeutung zukommen ließ, war ich bei TNA meist wirklich begeistert. Mit Mickie James, Gail Kim, Velvet Sky, Madison Rayne und einigen anderen hat man richtig gute Damen unter Vertrag, die einem durchaus ansehnliche und spannende Matches liefern können. Zuletzt hat man hier aber einen neuen Weg eingeschlagen. Hulk Hogan musste unbedingt seine Tochter von der Straße holen und statt sie im Frittenpalast an die Theke zu stellen, darf diese nun die Knockouts bei TNA leiten. Das ist ganz sicher nicht das Ei des Kolumbus, aber wie so oft ist Blut dicker als Wasser. Dazu wurde mit Miss Tessmacher eine wrestlerisch äußerst begrenzte Dame zum Champion erhoben. Meiner Ansicht nach ist das ein Schritt in die völlig falsche Richtung. Weg vom Fokus aufs Wrestling, hin zu einem zugegebenermaßen höchst attraktiven Püppchen an der Spitze der Division inklusive Kosmetikberatung durch die Tochter vom Chef. Bei IMPACT in dieser Woche erwartet uns nun das Rematch zwischen Miss Tessmacher und Gail Kim. Ich würde zwar einen Titelwechsel bevorzugen, nach diesem Monsterpush für Tessmacher halte ich die Wahrscheinlichkeit allerdings gelinde ausgedrückt für minimal.

Das nächste Thema, welches mir etwas schwer im Magen liegt, ist der Television Title. Zunächst hielt ich die wöchentlichen Verteidigungen für eine recht gute Idee, auch wenn ich mich da schon fragte, ob die Quantität des Rosters das überhaupt hergibt. Mittlerweile ist man selbst wieder etwas zurückgerudert und es gab einige Male kein Match bei IMPACT um das Gold. Darüber war ich sogar froh, da Devons Darstellung zuletzt völlig übertrieben „superfacemäßig“ war. Nachdem er mehr oder weniger aus den tiefsten Tiefen der Undercard geholt und mit dem Titel ausgestattet wurde, darf er nun einfach alles und jeden umsensen. Unter anderem sinnloserweise einen Top-Heel wie Bully Ray und dann noch „mal eben“ Crimson, welcher bis kurz zuvor noch eine über ein Jahr dauernde im Nachhinein völlig bescheuerte Streak hatte. Über die endlos wirkende Crap-Fehde zuletzt mit den suckin´ Robbies möchte ich erst gar kein Wort mehr verlieren. Die hat mich doch - vorsichtig ausgedrückt - stark angewidert. Ich habe aktuell überhaupt keinen Schimmer, was man mit Devon vorhat. Es bahnt sich auch keine Story oder ähnliches an. Irgendwie ist die ganze Sache langweilig und ein neuer Titelträger demnächst kann sicherlich nicht schaden. Solange man dann nicht dazu übergeht, Devon in noch höhere Gefilde zu pushen. Da gehört er einfach nicht hin.

Nach dem letzten PPV Destination X befindet sich die komplette X Division im Umbruch. Double A ist nun World Heavyweight Champion und hinterlässt eine immense Lücke. Durch die Verletzungen von Jesse Sorensen und Chris Sabin, sowie das Vertragsende von Alex Shelley, war man gezwungen ein ganzes Rudel neuer Wrestler auf einen Schlag zu bringen, um doch noch irgendwie so was Ähnliches wie ein X-Division-Turnier um den vakanten Titel auf die Beine zu stellen. Dabei gefielen mir beispielsweise Kenny King von Ring of Honor oder Sonjay Dutt sehr gut, auch den maskierten Flummi Rubix fand ich nicht so schlecht. Aber Lars Only? Was war das denn? Alter Schwede! Der „botcht“ die anderen nicht nur in Lebensgefahr, der hat auch noch ein völlig beknacktes Gimmick. Zurück zum Thema: Die alten Haudegen wie Kid Kash oder Doug Williams durften bei diesem PPV den Job für die Jungen machen. Inwiefern man überhaupt noch mit ihnen plant, ist die große Frage. Trotz allem haben wir einen neuen X-Division-Champion. Und die Wahl hätte nicht wesentlich schlechter sein können. Zema Ion ist meiner Meinung nach noch lange nicht reif für diesen Spot. Schlechtes Gimmick, wenig überzeugendes Mic-Work und im Ring zwar ordentlich, aber aus der Masse sticht er auch nicht heraus. Ich befürchte aber - vor allem nach dem Auftritt von Jesse Sorensen - dass man mit dem Titelgewinn bereits eine Storyline eingeläutet hat, wonach Ion den Titel hält bis Sorensen zurückkehrt. An der Stelle würde ich mich übrigens sehr gerne irren.

Es gibt aber durchaus erfreulichere Themen: Zum Beispiel Bully Ray! Für mich der Top-Heel dieses Jahres, und das trotz eines fantastischen Bobby Roode. Seine aktuelle Fehde mit Joseph Park bzw. Abyss gefällt mir einfach, weil sie gnadenlos „trashig“ ist und trotzdem oder gerade deswegen spannend bleibt. Dies ist beiden Charakteren hoch anzurechnen. Bei der nächsten IMPACT erwartet uns ein weiteres Aufeinandertreffen von Joseph und Bully. Unter normalen Umständen sollte Bully jetzt mal an der Reihe sein, die Oberhand zu behalten. Schließlich sollte in Zukunft ein Match mit Abyss anstehen. Aber Unvorhersehbarkeit ist eine der großen Stärken von TNA. Noch ein paar kurze Worte zu Bully Ray: Ich hätte ihm diese Entwicklung im relativ hohen Alter nicht zugetraut. Er mimt einen unfassbar guten Heel und ist sich nicht zu schade, für andere den Job zu machen. Das Calfzilla-Posing ist so bescheuert, dass es schon wieder genial ist. Und seine Promos sind einfach zum niederknien. Er bringt mich zum Lachen, ohne dabei wie ein Comedy-Charakter zu wirken. Ich habe es an anderer Stelle schon einmal geschrieben: Man könnte Bully in einem Celebrity-Match gegen Justin Bieber tappen lassen und er wäre trotzdem mit seiner nächsten Promo wieder eine ernsthafte Bedrohung. Und eins will ich nicht vergessen: Für einen Big-Man ist er auch im Ring sehr agil und zeigt sehenswerte Matches. Ich verneige mich!

Aktuell läuft die Bound-for-Glory-Series. Der Sieger wird beim PPV Bound for Glory auf den Champion treffen. Und ich freu mich wie ein Schnitzel, dass Samoa Joe ganz offensichtlich wieder in Main-Event-Nähe gepusht wird. Die „coolste Sau im Wrestling-TV“ hat das mehr als verdient. Allein sein Match mit Aries bei Slammiversary war sensationell. Außerdem hat man ihm endlich mal eine ordentliche Hose spendiert. Der alte Lappen war ja nicht mehr zu ertragen. Weiterhin tummeln sich an der Spitze der Series vor allem James Storm, Jeff Hardy und Kurt Angle. Während ich vor ein paar Tagen noch viel Geld auf den Cowboy gesetzt hätte, da ich fest mit einem Titelmatch gegen Roode gerechnet hatte, so sind durch den Titelwechsel zu Aries plötzlich wieder mehrere Szenarien denkbar. Ich fand die Voraussetzungen fast ein bisschen langweilig: Cowboy gewinnt BfG-Series, Cowboy holt Titel. Howdy! Daher bin ich schon froh, dass man nicht den „einfachen“ Weg gegangen ist und damit neue Spannung erzeugt hat. Meine unbestechliche Prognose wie es weitergeht: Ich habe überhaupt keine Ahnung! Und so soll es sein.

Beim nächsten Thema bin ich nicht ganz sicher, ob ich lachen oder weinen soll. Ich spreche von AJ Styles, Dixie Carter, Christopher Daniels und Frankie Kazarian. Während ich mich über grandiose Matches innerhalb dieser Fehde, mit dem Höhepunkt dieses übergeilen Styles-Clash gegen Daniels von der Rampe durch den Tisch, freuen konnte, so war die Storyline an sich einfach nur granatenschlecht. Als man längst dachte, dass Vince Russo die Auflösung um das Geheimnis von AJ Styles mit ins Booking-Grab genommen hätte, wählte man eine Geschichte gegen die jede beknackte Daily Soap ein gnadenloser Action-Blockbuster ist. Als uneingeschränktes Lowlight der diesjährigen Shows präsentierte man uns dann zur Auflösung der Affäre von AJ und Dixie eine „Drogenabhängige“, um die sich beide gekümmert hätten. Die Promo dieser unglaublich miesen Schauspielerin war nichts anderes als ein Anschlag. Das Gejammer war nicht auszuhalten und der Fremdschämfaktor auf der heimischen Couch ist selbst bei einem Lügendetektortest bei „Britt“ nicht größer. Da versuche ich seit Jahren meiner Frau zu verklickern, dass Wrestling nicht so dämlich ist wie sie denkt, und dann steht sie ausgerechnet bei diesem Segment kopfschüttelnd neben mir. Natürlich folgte die obligatorische Frage, wie man sich so einen Mist anschauen kann. Und in dem Moment fehlten mir wirklich die Argumente…

Und damit komme ich zum World Heavyweight Championship. Seit November letzten Jahres hatten wir einen grandiosen Heel-Champion Bobby Roode. Seine Regentschaft hat mir unheimlich gut gefallen und die Entwicklung seines Charakters vom ehemaligen Beer Money zum „IT-Factor“ war interessant zu beobachten. Seine Wortduelle mit Sting waren klasse und die Promo mit dem Cowboy vor Lockdown hat mich weggeblasen. Zuletzt war die Situation etwas schwieriger, weil mit Hogan ein GM vor ihm stand, der bei weitem nicht so mit Roode harmonierte wie beispielsweise Sting. Das lag aber vor allem an Hogan, da dieser stets die Oberhand in Verbalduellen behält. Dies tat dem Champion nicht gut. Nachdem offensichtlich der Titelwechsel zu Storm bei Lockdown geplant war, dieser aber wegen diverser Verletzungen des Cowboys nicht durchgezogen werden konnte, hatte ich fest mit dem Titelmatch bei Bound for Glory gerechnet. Vielleicht hat man genau deswegen, weil wohl viele diesen Gedanken hatten, den Titel nun an Austin Aries gegeben. Ich sehe diese Entwicklung sowohl positiv als auch ein klein wenig negativ. Aries ist das wahrscheinlich kompletteste Paket bei TNA, vielleicht im gesamten Wrestling-Business. Mic-Work und In-Ring-Skills sind nahezu perfekt und dazu ist der Typ auch noch eine Charisma-Bombe mit einer riesigen Ausstrahlung. Von daher war es eine sehr gute Entscheidung ihm den Titel zu geben und ehrlicherweise hat man in diesem Bereich auch mal eine Änderung gebraucht. Aber:  Ich hatte mich so auf den Showdown zwischen Roode und Storm gefreut, wenn das Konfetti auf den Cowboy regnet und dieser den Gürtel nach langer Odyssee in Richtung Hallendecke streckt. Im Grunde war das ganze Jahr bislang auf diesen Moment ausgerichtet. Daher wäre ich auch nicht böse, wenn Roode vor Bound for Glory den Titel noch zurückerobert.

Abschließend möchte ich noch die Angreifer von Sting vor einigen Wochen erwähnen. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wer dahinter steckt. Mittlerweile wurde die Gruppierung bereits als „The Aces and Eights“ per Twitteraccount mit einem Namen versehen. Diese Woche bei IMPACT soll die Geschichte in die nächste Runde gehen. Mein Wunschgedanke ist eine Rückkehr von Jeff Jarrett mit einem ordentlichen Heel-Stable. Ich lasse mich aber auch gerne von einer besseren Idee überraschen.

Jetzt ist die Kolumne doch ein wenig länger geworden als ursprünglich geplant. Ich sehe diese aber als Einleitung für die nächsten Shows, daher ist die Länge auch ein wenig diesem Umstand geschuldet. Vielen Dank an alle, die bis hierhin ausgehalten haben.

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Letzte Änderung am Donnerstag, 20 Juni 2013 09:10

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