Ric Flair spricht über Nahtod und Alkoholismus

  • 22 September, 2017
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Schnelle Autos, teure Uhren, schöne Frauen, exzessive Partys – das waren Grundbedürfnisse von Ric Flair. Styling and profiling. Ein Leben auf großem Fuß. Und kaum ein Wrestler lebte sein Gimmick auch im Privaten so wie Flair. Doch für dieses Leben hätte Flair beinahe mit selbigem bezahlt. Gegenüber „People“ sprachen der 68-Jährige und seine Lebensgefährtin Wendy Barlow jetzt über die kürzliche Nahtoderfahrung – und die Wurzel allen Übels: den Alkoholismus.


„Ich habe nicht geglaubt, dass ich ein Alkoholiker war, aber das war ich ganz offensichtlich“, sagte Flair. Mehr als vier Jahrzehnte hat der 16-fache World Champion im Wrestling-Business verbracht, ebenso lange lebte er ein ausschweifendes Leben – mit massivem Alkoholmissbrauch. „Ich habe nie getrunken, wenn ich gearbeitet habe“, versichert Flair. Aber wenn die Arbeit erledigt war, kamen immer Bier und Schnaps auf den Tisch. Flair: „An manchen Tagen hatte ich einfach Lust aufs Trinken – und dann ist es außer Kontrolle geraten.“

Ausgehen, gut essen und trinken, feiern gehörten beim Nature Boy auch noch zum Leben als Wrestling-Rentner. Das konnte auf lange Sicht nicht gut gehen. Flairs Lebensgefährtin Wendy Barlow merkte, wie es ihrem Mann immer schlechter ging, wenn er trank. Doch den Alkohol ließ sich Flair nicht ausreden. Seiner Freundin zuliebe begann zwar mal er eine Therapie, doch die blieb ohne durchschlagenden Erfolg

Ric Flair auf Weg der Besserung: „Ich trinke nie wieder“

Dann kam der 11. August 2017. Mit Schmerzen im Bauchraum ließ sich Flair ins Krankenhaus einliefern. Herz und Nieren waren bereits kurz davor zu versagen. Die Ärzte legten Flair ins künstliche Koma, eine Operation wurde nötig. Das Leben des Ex-Wrestlers hing am seidenen Faden. „Meine Tochter hat mir gesagt, dass der Arzt ihr gesagt hätte, sie solle mich besuchen kommen, ich würde es wohl nicht überleben“, erzählte Flair. „Ich hatte keine Ahnung, dass es so schlecht um mich stand.“ Wie schwer, berichtete Wendy Barlow: Flairs Überlebenschance lag angeblich nur noch bei 20 Prozent.

Das war die Zeit, als Familie und Management öffentlich zu Gebeten für die Legende aufriefen und die Wrestling-Welt in große Sorge versetzten. Flair überlebte. Doch er ist nur vorerst aus dem Gröbsten raus. Er steht am Anfang eines langen Weges zur Regeneration. „Es wird schwer, über Nacht zu sagen: Hey, Ric Flair hat sich verändert“, gibt der 68-Jährige zu. „Es braucht Zeit, es braucht Beweise.“ Aber im Kopf hat es Klick gemacht, versichert Flair: „Ich trinke nie wieder. Ich will das nie wieder durchmachen.“

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 27 September 2017 00:37

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