David Starr verlässt wXw: Macht WWE Druck auf deutsche Wrestling-Promotion? Empfehlung

  • 11 März, 2020
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David Starr und Westside Xtreme Wrestling (wXw) gehen in Zukunft getrennte Wege. Doch weder der Independent-Wrestler noch die Wrestling-Promotion sind darüber glücklich. Denn die Trennung ist eine erzwungene: Angeblich setzt die WWE ihre Partner-Liga aus Deutschland unter Druck, den 29-Jährigen nicht mehr einzusetzen. Womöglich, weil Starr ein Mann mit Sprengstoff im Kopf ist.

Für David Starr war es das größte Match seiner bisherigen Karriere, und es sollte eine Abschiedsvorstellung werden. 7. März 2020, Tag zwei des 16 Carat Gold Tournament, dem bedeutsamsten Wochenende des Jahres im Kalender von Westside Xtreme Wrestling. Das Match hieß wXw Unified World Wrestling Champion Bobby Gunns gegen David Starr, und das hatte eine pikante Klausel: Title vs. Career.

wXw trennt sich von David Starr – angeblich wegen der WWE

In einem 41-minütigen Marathon-Match bekämpften sich Gunns und Starr – und am Ende herrschte große Leere. Die Fans waren geschockt, Starr hatte verloren, sein Weg bei wXw ging zu Ende. Doch was für die Fans in der Halle mit einem Storybogen präsentiert wurde, hat einen ernsten Hintergrund: David Starr darf in Zukunft nicht mehr für wXw arbeiten, wXw muss in Zukunft auf einen der bekanntesten Indy-Wrestler der Welt verzichten. Und zwar offenbar ganz einfach deshalb, weil es die WWE so will.

Das berichtet Dave Meltzer vom Wrestling Observer Newsletter. Dem Wrestling-Journalisten zufolge übt die WWE Druck auf seine Partner-Liga aus Deutschland aus. Die WWE wolle David Starr in keiner Promotion mehr sehen, mit der sie zusammenarbeitet. Bestätigt hat das bisher keiner der Beteiligten.

David Starr riskiert mit seiner Meinung seinen Job als Wrestler

Starr spricht in einem Statement auf Twitter von einer „gemeinsamen Entscheidung, die keiner von uns treffen wollte“. Der Wrestler erklärte, nicht näher auf die Umstände seines Abgangs eingehen zu wollen. wXw-Geschäftsführer Tassilo Jung schrieb derweil: „Ich bin enttäuscht, dass es zu Ende gehen musste.“ Keine Frage: Starr und wXw hätten liebend gerne weiter miteinander gearbeitet.

David Starr schrieb außerdem: „Freedom of speech does not mean freedom from consequence.“ Quasi: Man kann seine Meinung sagen, aber dann muss man auch mit den Konsequenzen leben. Und Starr ist sich darüber im Klaren, dass das, was er zu sagen hat, Konsequenzen haben würde. Dass er mit seiner Meinung seinen Job riskiert.

David Starr setzt sich für Gewerkschaft im Wrestling-Business ein

Denn David Starr will ein Revolutionär sein. Er ist ein Mann mit einer Mission. Und die hat eine politische Note, die im Wrestling-Business ziemlich brisant ist. Er fordert eine Gewerkschaft für Wrestler, bessere Beteiligung am Profit, Gesundheitsvorsorge. Alles Dinge, die Promoter nicht gerne hören. Dinge, die es bisher kaum im Wrestling gibt.

Gerade in den großen Ligen sieht David Starr seine Kollegen von einem skrupellosen System ausgebeutet. Die Promotions verdienen Millionen mit Wrestlern, die für ihren hohen Einsatz ein viel zu kleines Stück des Kuchens abbekommen. Doch Gewerkschaft – das ist ein Tabuwort. Wer sich dafür einsetzt, riskiert es, ersetzt zu werden. So sieht es Starr. Und so scheint es ihm jetzt selbst zu ergehen.

David Starr raus bei Progress, Evolve und wXw – wegen WWE-Ärger?

2019 hatte sich Visionär Starr auch ganz direkt den Unmut der WWE auf sich gezogen. Bei einem wXw-Event am WrestleMania-Wochenende beleidigte er die WWE in einer Promo als „böses Unternehmen“, kritisierte ihr Monopolstreben und ihr Eindringen ins Indy-Wrestling. Bei einer Show von Over The Top Wrestling (OTT) einige Wochen später traf Starr auf den von der WWE abgestellten NXT United Kingdom Champion WALTER – und trat auf dessen Titelgürtel. Eine symbolträchtige Geste.

Mit der WWE hat es sich David Starr wohl endgültig verscherzt. Offenbar sogar so sehr, dass der Martkführer jetzt offenbar Druck auf ihre Partner-Promotions ausübt, den Wrestler künftig nicht mehr zu buchen. Bei Progress und Evolve ist Starr bereits raus, jetzt auch bei Westside Xtreme Wrestling.

Letzte Änderung am Donnerstag, 16 April 2020 11:54

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