Impact Wrestling: Bound For Glory 2018 – Ergebnisse und eine Kontroverse um Austin Aries – Ex-Champion verlässt Promotion? Empfehlung

  • 15 Oktober, 2018
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Bound For Glory ist die größte Show des Jahres von Impact Wrestling (ehemals TNA). Am 14. Oktober 2018 ging sie im Melrose Ballroom von New York City über die Bühne. Am Ende sprach die Wrestling-Welt aber weniger über Ergebnisse oder neue Champions – sondern über eine Kontroverse um Austin Aries.

Update: Austin Aries nicht mehr bei Impact Wrestling?

Gehen Austin Aries und Impact Wrestling ab sofort getrennte Wege? Laut Bryan Alvarez vom Wrestling Observer sei Aries nach Hause gegangen und werde nicht bei den nächsten Tapings von Impact Wrestling dabei sein. Impact filmt die Shows wochenlang im Voraus. Das bedeutet, Aries wird zumindest eine ganze Weile nicht mehr für die Promotion auftreten.

Während Alvarez meint, dass Aries nicht entlassen sei, behauptet Producer Petey Williams, dass Aries' Vertrag bei Impact ausgelaufen sei. „Das Match war sein letztes für Impact Wrestling“, sagte Williams im Petey's Wrestling Perspective Podcast am Montag. Williams sei der Producer des Main Events gewesen, Aries habe den Tag über keine Unzufriedenheit gezeigt.

Das Online-Magazin Pro Wrestling Sheet berichtet, es habe mit mehreren Quellen in der Promotion gespochen, die behaupten, dass der Vorfall um Austin Aries nicht gescriptet gewesen sei. Es deutet im Moment vieles auf einen Abgang von Aries bei Impact hin. Der Superstar war erst Anfang 2018 zur Company zurückgekehrt, nachdem er die WWE Mitte 2017 unzufrieden verlassen hatte.

Auch interessant: WWE entlässt Austin Aries

Die Original-Meldung vom 15. Oktober 2018:

Austin Aries war es, der dem Happy End beim Main Event einen faden Beigeschmack gab. Johnny Impact (WWE-Fans ehemals bekannt als Johnny Nitro oder John Morrison) hatte erstmals die Impact World Championship gewonnen und damit den Greatest Man That Ever Lived entthront. Als Finishing Move durfte sein bekannter Finisher Starship Pain herhalten. Zugegeben, eine Aktion, die spektakulär aussieht, aber eigentlich nicht sonderlich hart wirkt. Statt den Finisher wie im Business üblich aber zu schützen, machte Aries Johnnys besten Move ein Stück weit zur Lachnummer.

Work oder Shoot? Austin Aries sorgt für Kontroverse

Denn statt nach dem Pinfall liegen zu bleiben, seine „Schmerzen“ zu „sellen“ und Johnny Impact das Rampenlicht zu überlassen, stand Aries nur Sekunden nach dem Three-Count einfach auf, als wäre nichts gewesen. Ein mehr als deutlicher „No-Sell“. Er stand auf, verließ den Ring, fauchte noch Kommentator Don Callis (auch Executive Vice President der Promotion) an, zeigte dem Publikum seinen Mittelfinger und verschwand in den Backstage-Bereich. Dann erst hatten Johnny Impact und seine Frau Taya Valkyrie die Aufmerksamkeit für sich.

Und die ganze Welt fragt sich nun: Was zur Hölle war das denn? Work oder Shoot? War das Absicht, war das geplant? Oder verlor Aries für einen Moment seine ganze Professionalität, weil er sich wahrhaftig über irgendetwas im Match oder bei Impact Wrestling im Allgemeinen ganz furchtbar aufregte und das zur Schau stellte?

Ein Grund, über Impact Wrestling zu sprechen

Tatsache ist: Schon beim Aufbau für den Main Event zwischen Austin Aries und Johnny Impact war für manche Fans nicht ganz klar, was Fiktion und was Realität ist. Aries hatte etwa beleidigende Tweets in Richtung des Herausforderers und seiner Frau abgeschickt, später aber wieder gelöscht. Johnny und Taya schossen daraufhin zurück. Allerdings nicht in Show-Segmenten, sondern in einem Interview für die Tratsch-Website TMZ. Außerdem gab es einen Brawl bei der Hall-of-Fame-Zeremonie für Abyss am Tag vor Bound For Glory.

Spannend ist auch, dass Aries erst kurz vor seinem Match in einem Interview diesen Satz fallen ließ: „Ich vertraue dem Management hier nicht.“ Dass Aries nach dem Match Don Callis anfauchte, könnte also Teil einer neuen Storyline sein. Das würde aber ungewöhnlich kräftig mit dem Kayfabe brechen. Vielleicht bestätigt der Ex-Champion einfach auch seinen Ruf als schwieriger Charakter. Warum sonst hat er das Match erst normal beendet und ist erst danach aus der Rolle gefallen? Noch ist unklar, was vorgefallen ist. Jedenfalls hat die Fan-Szene mal wieder einen Grund, über Impact Wrestling zu reden. Immerhin etwas am Tag nach der größten Show des Jahres für die zweitgrößte US-Promotion.

Die Ergebnisse von Bound For Glory 2018:

Rich Swann & Willie Mack vs. Matt Sydal & Ethan Page
Sieger: Rich Swann & Willie Mack

Eli Drake vs. James Ellsworth
Sieger: Eli Drake

Impact Knockouts Championship
Tessa Blanchard (c) vs. Taya Valkyrie
Sieger und weiterhin Champion: Tessa Blanchard

Eddie Edwards vs. Moose
Sieger via DQ: Eddie Edwards

Eddie Edwards & Tommy Dreamer vs. Moose & Killer Kross
Sieger: Eddie Edwards & Tommy Dreamer

oVe Rules Match
oVe (Sami Callihan, Dave Christ & Jake Christ) vs. The Lucha Brothers (Fenix & Pentagon Jr.) & Brian Cage
Sieger: oVe

Concrete Jungle Death Match
The Latin American Exchange (Konnan, Ortiz & Santana) vs. The OGz (Hernandez, Homicide & King)
Sieger: LAX

Impact World Championship
Johnny Impact vs. Austin Aries (c)
Sieger und neuer Champion: Johnny Impact

Weitere Ereignisse bei Bound For Glory 2018:

- Ex-WWE-Superstar (falls man ihn so nennen kann) James Ellsworth beantwortete eine Open Challenge von Eli Drake. Eigentlich wollte Drake einen echten New Yorker als Gegner. Ellsworth gab zu, keiner zu sein, aber mal eine Freundin in Staten Island gehabt zu haben... Jedenfalls: Der kleine kinnlose Mann wurde kräftig ausgebuht (manche Fans hatten „Y2J“ gerufen und auf Chris Jericho als Überraschung gehofft) und wurde von Drake praktisch gesquasht.

- Der neue Impact Wrestling Hall of Famer Abyss hatte danach seinen Auftritt. Drake forderte bessere Gegner – Gegner von Hall-of-Fame-Kaliber. Das rief das Monster auf den Plan. Abyss verpasste Drake einen Black Hole Slam und beförderte ihn mit einem Chokeslam durch den Tisch.

- Eddie Edwards gegen Moose endete per Disqualifikation, als Killer Kross Edwards schon nach wenigen Minuten im Match attackierte. Tommy Dreamer machte daraufhin den Save, und der Kampf wurde als Tag Team Match neu gestartet.

- Vor dem Concrete Jungle Death Match wurde Konnan im Backstage-Bereich attackiert. Er behauptete danach, dass King (auch bekannt als Eddie Kingston) der Angreifer gewesen sei. LAX trat danach zunächst ohne Konnan gegen die OGz an, der Kampf begann also als Handicap Match. Konnan kam kurz vor Ende des Matches dann doch noch hinzu und attackierte King.

- Brian Cage musste erstmals in seinem aktuellen Run für Impact Wrestling einen Pin einstecken. Das Match war rund um den X-Division-Champion gestrickt, der sogar nach dem Tag-Team-Finisher The Allseeing Eye (cooler Move) bei Eins auskicken durfte. Allerdings kassierte der Muskelprotz danach unzählige Kicks gegen den Kopf und einen Piledriver von Sami Callihan, der dann zum Sieg reichte. Der Stable-Anführer dürfte damit wohl neuer Herausforderer auf Cages Titel werden.

- Ein ganz schräges (um nicht zu sagen: fürchterlich trashiges) Segment gab es noch per Einspieler. Allie wurde von Jim Mitchell ins Reich der Untoten („Undead Realm“) geschickt, um Kiera Hogan zu retten. Hackebeilschwingend killte sich Allie durch die düstere Szenerie, brachte vermeintlich auch ihre Gegnerin Su Yung um und wurde am Ende von der zurückkehrenden Rosemary vor einer Herde Untoter gerettet. Rosemary lieferte sich schließlich ein Gefecht voller grottenschlechter Computer-Trick-Effekte mit Su Yung und blieb zurück, während Allie und Kiera Hogan in die „echte Welt“ flüchteten. Puh.

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Letzte Änderung am Dienstag, 16 Oktober 2018 10:25

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