Ein Traum geht in Erfüllung: Mein WWE-Moment des Jahres 2016

Der erste Titelgewinn ist immer etwas ganz Besonderes. Sowohl für den Athleten, der gerade den Sieg feiert, als auch für die Fans vor den Bildschirmen, die die ganze Zeit über mitfieberten. Teilweise vergehen Monate und Jahre, bis es zu diesem einen ganz besonderen Moment kommt. An dieser Stelle möchte ich euch meinen persönlichen Moment des Wrestling-Jahres 2016 vorstellen - der erste Titelgewinn von Sasha Banks bei RAW vom 25. Juli.

Sasha Banks bringt - wie ich an anderer Stelle bereits erwähnt habe - alles mit, um ein absoluter Mega-Star zu sein. Ich vergleiche sie immer gerne mit Ronda Rousey, da ich sehr viele Gemeinsamkeiten bei den zwei Damen sehe.

Der Moment ist intensiver, wenn man vorher gescheitert ist

Doch zurück zum 25. Juli 2016. Es ist der Main Event bei RAW. Allein das hat mich schon sehr gefreut. Ein Women's Match im Main Event gab es zuvor nicht allzu oft. Doch durch großartige Darbietungen seit geraumer Zeit - speziell bei NXT, wo die beiden beteiligten Damen auch ihren Teil beitrugen - hat die Women's Division enorm an Stellenwert gewonnen, sowohl bei den Fans als auch hinter den Kulissen. Allein die Zuschauerreaktionen für Sasha Banks oder Bayley zeigen, dass auch die Damen im Wrestling das Zeug dafür haben, zu den großen Stars zu zählen.

Sasha Banks hatte vor besagtem Match bei RAW gegen Charlotte schon einige Chancen auf den Titel, blieb bis dato erfolglos. Wie in den meisten Fällen stärkt dies die Verbindung zwischen Fan und Wrestler umso mehr. Man fiebert mehr mit, wünscht sich umso mehr, dass sein persönlicher Liebling endlich den Titel gewinnt. Gelingt dies sofort beim ersten Versuch, ist der Moment zwar schön, aber das Gefühl ist extremer und intensiver, wenn man zuvor gescheitert ist und erst der zweite, dritte oder vierte Versuch zum Glück führte.

So eben auch bei Sasha Banks. Hier waren daher sehr viele Emotionen im Spiel, wie man auch im Interview nach dem Match sah, als Sasha Banks die Tränen in den Augen standen. Sehr authentisch. Man sieht eben, dass dies auch für sie etwas ganz Besonderes ist. Kein Wunder, wenn man diesen Traum seit Kindheitstagen besitzt und man sich ihn endlich erfüllen kann.

Sportler erzählen eine Geschichte. Ihre Geschichte.

Mick Foley brachte die Szene in seinem unnachahmlichen Schreibstil zu Papier und beschrieb dabei auch die Szenen hinter den Kulissen. Kann ich nur empfehlen. Ich habe mir die Zeilen von Mick Foley gerade auch nochmal durchgelesen und sofort wieder Gänsehaut bekommen. Für jemanden wie mich, dem es beim Sport vor allem um Emotionen geht, ist dies ein herrliches Beispiel dafür, warum Sport - und in diesem Fall Wrestling - so geil ist.

Nirgendwo sonst erlebt man solche Moment mit, freut sich mit und über Personen, die man noch nie persönlich kennenlernen durfte. Doch Menschen im Sport erzählen dir eine Geschichte. Ihre Geschichte. Hier die Geschichte über den Traum, Women's Champion zu werden. Als Fan will man dann unbedingt dabei sein, wenn dieser Traum in Erfüllung geht. Ich war dabei, am 25. Juli bei RAW, bei meinem Moment des Jahres 2016.

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